Anlässlich des Doppeljubiläums geben wir Hinweise auf Veranstaltungen und Museen, die unter den gegebenen Umständen vor allem im Internet Möglichkeiten bieten, sich mit Werk und Wirken Röntgens vertraut zu machen, und wir stellen beispielhaft zwei wenig bekannte Einsatzmöglichkeiten von Röntgenstrahlen vor.

 

Würzburg

https://www.roentgen2020.de/roentgen-2020/index.html

Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg als zentrale Wirkungsstätte Röntgens hat zusammen mit der Stadt Würzburg und verschiedenen Kooperationspartnern ein umfängliches Programm zum Röntgenjahr vorbereitet. Pandemie-bedingt gibt es gewisse Einschränkungen, doch enthält die Seite viele Informationen, die den Besuch aus überregionaler Perspektive lohnend machen, u. a. einen Kurzfilm des Bayerischen Rundfunks über die Vita, historische Aufnahmen und Beispiele für die Anwendung von Röntgenstrahlen.

 

Remscheid-Lennep

STARTSEITE

Das Deutsche Röntgen-Museum in Remscheid liegt inmitten der historischen Altstadt des heutigen Stadtbezirks Lennep in der Nähe von Röntgens Geburtshaus. Das in einem alten Patrizierhaus befindliche Museum enthält neben persönlichen Erinnerungstücken Röntgens zahlreiche Exponate, die unter museum-digital online zugänglich sind.

 

Röntgenmobil

https://www.iis.fraunhofer.de/de/magazin/2020/roentgen/roentgenmobil.html

Mit dem Röntgenmobil unterhält das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Fürth einen Kleinlastwagen, der mit einer vollwertigen transportablen Röntgen-Computertomographie-Anlage bestückt ist. Sie ist dafür konzipiert, u. a. historisch bedeutsame Objekte in Sammlungen und Museen virtuell zu erfassen und damit als Digitalisat zugänglich zu machen. Das Röntgenmobil ist routinemäßig in überregionalem Einsatz, worüber lokal berichtet wird.

 

Röntgenvideographie

https://www.speziellezoologie.uni-jena.de

https://www.x-ray-movies-jena.de/

Welche Bedeutung die Röntgenstrahlen für die Grundlagenforschung haben, beweist die  Jena Collection of X-Ray Movies – eine Sammlung von über 50 000 Röntgenfilmen, die Wirbeltiere in Bewegung zeigen. Die Sammlung wurde von Martin S. Fischer, Professor für Zoologie an der Universität Jena, im Rahmen seiner Forschungsarbeiten bis 1993 an der Universität Tübingen und seit 1993 an der Universität Jena (Institut für Spezielle Zoologie) aufgebaut. Seit 2006 gibt es eine institutseigene, biplanare, hochfrequente Röntgenvideographie-Anlage, mit der die Sammlung ständig weiter ausgebaut wird. Die Bewegungsstudien verhelfen zu wertvollen Einblicken in die funktionelle Anatomie und liefern zugleich Grundlagen für bionische Anwendungen wie den Bau von Laufmaschinen.

Rd