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    Nachrichten aus dem Internet
     
    Jubiläen 2012
Zu Beginn des Jahres sei an Gedenktage bedeutender Naturwissenschaftler und Techniker erinnert, denen im Laufe des Jahres sicherlich noch weitere interessante Interneteinträge gewidmet werden.

Vor 100 Jahren
* Carl Friedrich von Weizsäcker (28. Juni 1912 - 28. April 2007) deutscher Physiker, Philosoph und Friedensforscher.
Seite der Carl Friedrich von Weizsäcker Stiftung und der Carl Friedrich von Weizsäcker Gesellschaft:
http://www.cfvw.org/


* Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun (23. März 1912 - 16. Juni 1977) deutscher Raketeningenieur (beteiligt am US-amerikanischen Apollo-Programm, zuvor technischer Direktor der Heeresversuchsanstalt Peenemünde).

Biographie:
(NASA): http://history.msfc.nasa.gov/vonbraun/bio.html

Ausstellung:
(U.S. Space & Rocket Center Huntsville/USA):
http://www.ussrc.com/

Radiosendung „Auf den Spuren von Werner von Braun“ (Deutschland Radio/Wissen):
http://wissen.dradio.de/us-space-and-rocket-center-auf-den-spuren-von-wernher-von.38.de.html?dram:article_id=14278


Alan Mathison Turing (23. Juni 1912 - 7. Juni 1954) britischer Logiker, Mathematiker und Kryptoanalytiker, Wegbereiter der Informations- und Computertechnik.

Alan Turing Homepage:
http://www.turing.org.uk/turing/


Robert Falcon Scott (6. Juni 1868 - 29. März 1912) englischer Polarforscher und Leiter der Discovery-Expedition (1901–1904) und der Terra-Nova-Expedition (1910–1913). Scott erreichte am 7. Januar 1912, einen Monat nach Roald Amundsen, den Südpol und kam auf dem Rückweg mit seinen Gefährten ums Leben. Bis zuletzt hatte er Tagebuch geführt, die über die Tragödie berichten.
Scotts Tagebücher in der Brithish Library:
http://www.bl.uk/onlinegallery/onlineex/histtexts/scottdiary/

Ehrung durch seine Geburtsstadt Stadt Plymouth:
http://www.plymouth.gov.uk/scott100.html



† Eduard Strasburger (1. Februar 1844 -18. Mai 1912), deutscher Botaniker, Entdecker des Befruchtungsvorgangs bei Pflanzen. Mitbegründer des Lehrbuchs der Botanik, genannt „Strasburger“.

Biographie
http://www.deutsche-botanische-gesellschaft.de/html/047StrasburgerVita.html



Vor 125 Jahren
*Gustav Hertz (22. Juli 1887 - 30. Oktober 1975 ), deutscher Physiker, Nobelpreis für Physik 1925.

Festschrift der TU Berlin:
http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2008/2012/html/festschrift/hertz.htm
Biographie der Nobelpreis Organisation:
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1925/hertz.html

* Erwin Schrödinger (2. August 1887 - 4. Januar 1961), österreichischer Physiker. Nobelpreis für Physik 1933. Biographie auf der Seite der Nobelpreis Organisation:
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1933/schrodinger.html

Online-Ausstellung der Zentralbibliothek für Physik in Wien anlässlich des 100. Geburtstags.
Biographisches und eine kurze Einführung in die Wellenmechanik:
http://www.zbp.univie.ac.at/schrodinger/uebersicht.htm



Vor 150 Jahren
* William Henry Bragg (2. Juli 1862 - 12. März 1942 ), britischer Physiker. Nobelpreis für Physik 1915. Biographie auf der Seite der Nobelpreis Organisation:
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1915/wh-bragg.html



Vor 175 Jahren
* Johannes Diderek van der Waals (23. November 1837 - 8. März 1923), niederländischer Physiker. Nobelpreis für Physik 1910. Biographie auf der Seite der Nobelpreis Organisation:
http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1910/waals-bio.html



Vor 350 Jahren
* Blaise Pascal (19. Juni 1623 - 19. August 1662) französischer Mathematiker und Physiker, Literat und Philosoph.

Biographisches:
Technischen Universität Freiberg:
http://www.mathe.tu-freiberg.de/~hebisch/cafe/pascal.html

Centre International Blaise Pascal der Université Blaise Pascal in Clermont- Ferrand
http://odalix.univ-bpclermont.fr/Cibp/BP/BP0.htm

Bild- und Textdokumente, Pascal in den französischen Medien:
http://www.blaisepascal.net/
http://www.lepoint.fr/culture/2009-08-13/pascal-l-effrayant-genie/249/0/368646



Vor 500 Jahren
* Gerhard Mercator (5. März 1512 - 2. Dezember 1594) Mathematiker, Geograph, Philosoph, Theologe, Kartograph und Kosmograph.

Ausstellungen und Museen:
Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg:
http://www.stadtmuseum-duisburg.de/

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund:
http://www.mercator500.de/

Gerhard Mercator-Museums in Sint-Niklaas/Ostflandern (Belgien):
http://www.sint-niklaas.be/

Globen und Kartenwerke:
Harvard Map Collection der Harvard College Library:
http://hcl.harvard.edu/libraries/maps/exhibits/mercator/

British Library (erster Atlas Europas, um 1570 ):
http://www.bl.uk/onlinegallery/ttp/ttpbooks.html                                                                                                                                                                                                 NB
 

     
   
     
   
Polare Regionen
http://www.sciencepoles.org/articles/
Die englischsprachige Seite bietet zahlreiche Artikel und Interviews zu den polaren Regionen. Diese können nach einzelnen Rubriken wie Themengebiet (z. B. Fauna und Flora, Land und Geologie), Typ (Artikel, Interview u. a.) und geographische Region gefiltert werden. In den Artikeln selbst können über Verlinkungen Internetseiten mit weiterführenden Informationen aufgerufen werden.

http://polardiscovery.whoi.edu/index.html
Diese englischsprachige Seite dokumentiert sehr umfassend fünf Polarexpeditionen in den Jahren 2007 – 2009. Zu jeder Expedition gibt es eine Einführung, ein Tagebuch („Today on ice“) sowie zahlreiche Audio- und Videodateien. Zusätzlich gibt es eine allgemeine, recht ausführliche Einführung zur Nord- und Südpolarregion sowie eine Rubrik, die beide Polregionen gegenüberstellt.

Arktis
http://www.atmosphere.mpg.de/enid/Zukunft_der_Arktis/Leben_in_der_Arktis_3w0.html
Thema dieser englischsprachigen Seite sind die aktuellen Verhältnisse sowie die Zukunftsprognosen für die Arktis mit Blick auf die Erwärmung des Klimas. Sie bietet neben einem mit zahlreichen Graphiken, Schautafeln und Bildern versehenen Textteil eine breite Sammlung von Artikeln, Interviews und Videos.

http://wwf.panda.org/what_we_do/where_we_work/arctic/area/
Englischsprachige Internetseite des WWF zum Thema Arktis. Am linken Bildrand kann der „WWF Canon Polar Bear Tracker“ aufgerufen werden, auf dem man die aktuellen Aufenthaltsorte von Eisbären abrufen kann, die mit Funkhalsbändern versehenen sind.

http://uarctic.org/AtlasFront.aspx?m=637
Universitäten nördlicher Regionen (aus Kanada, Dänemark, USA, Russland, Island, Schottland, Norwegen, Finnland, Schweden) haben sich zu dem Netzwerk University of the Arctic (UArctic) zusammengeschlossen, um gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung zum Erhalt der artischen Lebensräume beizutragen. Der UArctic-Atlas vermittelt anhand von Karten einen visuellen und geographischen Überblick über die Arktis. Der Atlas ist in fünf allgemeine Themenfelder untergliedert; zu jedem gibt es eine Reihe Karten, die entweder direkt betrachtet oder via Google Earth geöffnet werden können. Die Ansicht auf Google Earth ist interaktiv; mehrere Karten (z.B. Permafrostböden und Vorkommen von Rentierherden) können überlagert und so kombiniert werden. Zu jedem Thema des UArctic-Atlas gibt es einen einführenden Artikel, in dem Links zu weiterführenden Informationen eingebettet sind.

http://www.grida.no/publications/arctic-biodiversity/
Unter dieser Adresse kann der Report „Protecting arctic biodiversity“ der Global Resource Information Database Arendal (GRIDA) als PDF-Datei oder E-Book heruntergeladen werden (beides in Englisch). Die GRIDA ist Teil des UNEP (United Nations Environmental Program).

http://www.arcticbiodiversity.is/index.php/en/home
Unter dieser Adresse ist der Report „Arctic Biodiversity Trends 2010 – Selected indicators of change“ der Organisation Conservation of Arctic Flora and Fauna (CAFF) ins Netz gestellt worden. In einzelnen Beiträgen wird der aktuelle Status für ausgewählte Zeigerarten, Ökosysteme und Wirtschaftsfaktoren beschrieben und eine Prognose für die Zukunft gestellt. Der Bericht enthält zahlreiche Graphiken und Illustrationen. Alle Beiträge können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Antarktis
http://www.antarctica.ac.uk//about_antarctica/index.php
Unter dieser Adresse findet man eine Link-Liste, über die sich wiederum Informationen zu verschiedenen Themen – Wildlife, Geography Educational Resources, Environmental Protection, Tourism, Geopolitical – rund um die Antarktis aufrufen lassen.

http://www.antarktis.ch/index.html
Deutschsprachige, ansprechend gemachte Seite mit einer Fülle von Informationen rund um das Themengebiet Antarktis.

http://www.polarconservation.org/education
Diese englischsprachige Seite bietet detaillierte Informationen zu einer Vielzahl von Stichworten zu den Polregionen, wobei der Schwerpunkt auf der Antarktis liegt.                                                                                                                                        WüHa
 
     
   
     
   
Wasser
Obwohl etwa 70% der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind, hat ein Großteil der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Entscheidend sind jedoch Qualität und Nutzbarkeit des Süßwassers. Bevölkerungswachstum, steigender Lebensstandard und Verstädterung führen zu einem ständig steigenden Bedarf bei gleichzeitiger Versiegelung der Landschaften und Auslaugung der Ressourcen. Die Kluft zwischen Wasserverbrauch und -Verschwendung in den Industriestaaten und dem Mangel an Trinkwasser und einer angemessenen sanitären Versorgung in den Entwicklungsländern wird immer größer. Die Folge sind ungenügende Hygiene, Krankheit, Mangelernährung und Armut. Darüber hinaus birgt die Wasserknappheit ein beträchtliches politisches Konfliktpotential. Um die Probleme eines nachhaltigen Wasserressourcenmanagement anzugehen und „Wassereffizienzpläne“ zu entwickeln, wurde der Zeitraum 2005 – 2015 von der 58. Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Internationalen Aktionsdekade „Wasser für das Leben“ ausgerufen.

Wasser für das Leben
http://www.un.org/waterforlifedecade/background.shtml
Die Seite bietet umfassende Informationen zu dem Projekt und seinen Zielsetzungen. Themen der Dekade sind: Wasserknappheit, Zugang zu sanitären Einrichtungen und Gesundheit, Wasser und Frauen, Kapazitätenaufbau, Finanzierung, Bewertung, integriertes Wasserressourcenmanagement, grenzüberschreitende Fragen, Umwelt und biologische Vielfalt, Katastrophenvorsorge, Ernährung und Landwirtschaft, Wasserverschmutzung und Energieerzeugung.

http://www.unwater.org/
Diese Seite des Koordinierenden Gremiums der Dekade UN-Water bietet Informationen zur Institution UN-Water sowie zu ihren internationalen Aktivitäten und Konferenzen. Es können Statistiken und Publikationen eingesehen und heruntergeladen werden. Zu den Themen Wassermangel, Wasserqualität, Klimawandel, Abwasser sowie Wasser und Verstädterung gibt es sog. Factsheets mit den wichtigsten Daten und Informationen zum jeweiligen Thema.
Die wichtigste Publikation ist der World Water Development Report:

http://www.unesco.org/water/wwap/wwdr/wwdr3

Er beinhaltet aktuelle Informationen über die Trinkwasservorkommen der Welt. Er wird anlässlich des alle drei Jahre im Rahmen der Internationalen Aktionsdekade „Wasser für das Leben“ ausgetragenen Weltwasser Forums vom UN World Water Assessment Programme (WWAP) aktualisiert.

Weltwasserwoche
http://www.worldwaterweek.org/
http://www.siwi.org/
Die Weltwasserwoche, ein vom Stockholm International Water Institute (SIWI) organisiertes Expertenforum, dient Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Nichtregierungsorganisationen dazu, Erfahrungen auszutauschen und effizientere und nachhaltige politische Instrumente im Wassersektor zu erarbeiten.

WWF Deutschland
Umfassende deutschsprachige Informationen auch zu den Internationalen Konferenzen und Projekten rund um das Thema Süßwasser.
http://www.wwf.de/themen/suesswasser/

Pacific Institute
http://www.worldwater.org
Ziel des seit 1987 in Oakland, Calif./USA ansässigen Instituts sind Schutz und Bewahrung der weltweiten Trinkwasserreserven. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden alle zwei Jahre in dem Buch „The World’s water“ veröffentlicht. Interessant und gut aufbereitet sind die Datenbanken zu den durch Wasser ausgelösten Konflikten von 3000 v. Chr. bis heute! Die Recherche kann nach Region, Konflikttyp und Datum vorgenommen werden. Des Weiteren stehen Excel-Dateien zur Berechnung und Darstellung der Zusammenhänge zwischen Wassermanagement, Energieverbrauch und Luftqualität zum kostenlosen Download zur Verfügung.
http://pacinst.org/resources/water_to_air_models/index.htm

Wasserwirtschaft
http://www.ewaonline.de
Die EWA ist eine unabhängige Non-Profit- und Nichtregierungsorganisation und eine der wichtigsten technisch-wissenschaftlichen Vereine in Europa im Bereich Wasser, Abwasser, Wasserwirtschaft, mit nationalen Sektionen in fast allen EU-Ländern.

Seite der DWA, der deutschen Sektion der EWA
http://de.dwa.de/                                                                                                                                                                        NB
 

 

   
   

Energie, ökologischer Fußabdruck und Lebensstil


Seit den Ereignissen in Fukushima erreichte die Debatte über die Nutzung von Atomenergie höchste Aktualität. Ebenso drängend und teilweise widersprüchlich (Beispiel Bau neuer Kohlekraftwerke als Ersatz für Atomenergie) stellt sich die Energiefrage angesichts des sich ändernden Weltklimas durch CO2-Emissionen und den daraus resultierenden Folgen für Mensch und Umwelt dar. Um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, müssten gemäß den Prognosen führender Klimawissenschaftler die weltweiten Treibhausgasemissionen spätestens 2015 sinken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind unterschiedliche Ansätze notwendig: emissionsarmer Energieverbrauch durch Erschließung regenerativer Energiequellen, Synergien und deren Nutzung durch verbesserte Energietechnologien (Energieeffizienz) sowie energiebewusstes und ressourcenschonendes Verhalten von Staaten, Städten und eines jeden Einzelnen.

USA/International:
http://www.worldwatch.org
Seite des amerikanischen Worldwatch Institute (WI). Die Arbeit der 1974 gegründeten unabhängigen interdisziplinären Forschungseinrichtung konzentriert sich auf die Förderung von Nachhaltigkeit, auf umwelt- und sozialverträgliche Technologien sowie auf Armuts- und Hungerbekämpfung. Das WI ist Herausgeber des jährlich erscheinenden Berichts zur Lage der Welt. Einige der Publikationen des Instituts stehen als PDF-Dokumente zum Download zur Verfügung.

Online-Zeitschrift des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP
http://www.unep.org/ourplanet

Deutschland:
http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/index.htm
Seite des Umweltbundesamtes (UBA), der zentralen Umweltbehörde Deutschlands.
Hier findet man Antworten auf grundlegende Fragen zu Klimaänderung und deren Folgen, zu Klimapolitik und Klimarecht sowie den damit im Zusammenhang stehenden Themen.
Interessant sind vor allem auch die Argumente und Antworten auf Einwände der „Klimawandel-Skeptiker“. Für die Ermittlung des persönlichen Verbrauchs und Einsparmöglichkeiten stehen ein CO2-Rechner, ein Energiespar-Ratgeber sowie ein Online-Ökostrom-Tarifrechner zur Verfügung.

Potsdam Institut für Klimafolgeforschung
http://www.pik-potsdam.de
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragestellungen in den Bereichen Globaler Wandel, Klimawirkung und Nachhaltige Entwicklung.

Alfred Wegener-Institut
http://www.awi.de
Das AWI erforscht die Zusammenhänge des weltweiten Klimas und der speziellen Ökosysteme im Meer und an Land. Forschungsschwerpunkt sind die Gebiete der Arktis und Antarktis.

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
www.wupperinst.org
Seit 1991 erforscht das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie Ressourcen-, Klima- und Energiefragen in Verbindung mit ökonomischen und gesellschaftlichen Themen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Fächerübergreifend werden praxisbezogene Lösungsansätze u.a. für Mobilitätsstrukturen, Klimapolitik, Stoffströme und Konsum entwickelt und umgesetzt.

Schweiz:
http://www.klimablog.ethz.ch
Der ETH-Klimablog, ein Projekt der Koordinationsstelle für Nachhaltigkeit der ETH Zürich, bietet eine Plattform für Fachleute und die breite Öffentlichkeit.
Autoren sind Professoren der mit Klimafragen befassten Fachgebiete der ETH sowie anderer Universitäten. Ferner kommen Gastautoren aus Politik, Wirtschaft und aus der Studentenschaft zu Wort. Grundlegende Fragen werden unter der Rubrik Klimawissen behandelt. Zudem gibt es ein aus den Daten des IPPC zusammengestelltes Glossar.                                                                                     NB


 

   
     

Wilde Natur im Siedlungsraum

Tiere, die aus ihren natürlichen Habitaten in den Bereich menschlicher Siedlungen wechseln, gibt es schon, seit der Mensch begonnen hat, sesshaft zu werden. Viele Arten, so die Stadttaube (eigentlich Felsentaube), der Sperling, aber auch Hausmaus und Ratte, sind dort so selbstverständliche Bewohner, dass sie kaum noch als „Natur“ wahrgenommen werden. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich jedoch die Zahl jener Tiere, die ihre natürliche Scheu vor dem Menschen ablegen und in die Städte ziehen, stark erhöht. So finden sich neben „alten“ Kulturfolgern wie Eichhorn, Amsel & Co. mittlerweile auch Marder, Füchse, Wildschweine, Schleiereulen und andere mehr. Inzwischen übertrifft die Biodiversität in den städtischen Siedlungsräumen nicht selten die ländlicher Bereiche. Dementsprechend werden Stadtbiotope, ihr Erhalt und ihre Vernetzung als Maßnahme für den Arterhalt zunehmend wichtiger.

http://www.greenbelteurope.eu/
Das „Grüne Band’“ markiert den früheren Grenzverlauf des „eisernen Vorhangs“. In diesem kaum beeinträchtigten Niemandsland fanden und finden zahlreiche seltene Arten und Lebensgemeinschaften ein Refugium, dessen besondere Bedeutung vor allem in seiner Durchgängigkeit von der deutschen Ostseeküste bis zum Schwarzen Meer besteht, wobei es auch durch städtisch geprägte Gebiete verläuft. Die Internetseite bietet detaillierte Informationen zum Grünen Band sowie umfangreiches interaktives Kartenmaterial, mit dessen Hilfe man diesen einzigartigen Biotopverbund „auf eigene Faust“ kennenlernen kann.

http://www.europeangreenbelt.org/indoor.html
Im Jahr 2004 beschlossen die Anrainerstaaten des Europäischen Grünen Bands, das von der finnisch-russischen Grenze im Norden durch ganz Europa bis zur Mittelmeer- bzw. Schwarzmeerküste reicht und das innerdeutsche Grüne Band einschließt, den Schutz dieses Biotopverbunds. Die offizielle Internetseite gibt einen detaillierten Einblick über Organisation, Ziele und Verantwortlichkeiten des Projekts. Unter der Rubrik „Database“ lassen sich zudem detaillierte, teilweise interaktive Karten aufrufen.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/wildtiere/
Einige in der Stadt lebende Wildtiere werden als störend empfunden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung der Stadt Berlin stellt die fünf häufigsten „Störenfriede“– Wildschwein, Steinmarder, Fuchs, Waschbär und Kaninchen – vor und gibt Tipps für den richtigen Umgang mit ihnen. Die Tierportraits können als pdf-Datei heruntergeladen werden.

http://www.stiftung-naturschutz.de/wild/Wildtiere_inNot_netz.pdf
Umfassende Broschüre, die nicht nur zahlreiche stadtbewohnende Wildtiere vorstellt, sondern auch Ratschläge für den richtigen Umgang mit krank oder verletzt aufgefundenen Tieren gibt. In der Einführung werden auch die mit der Pflege eines solchen Findlings zusammenhängenden Problemen und Risiken wie Krankheitsübertragung, Rechtslage etc. erläutert. Zusätzlich sind zu jedem Tiersteckbrief Adressen mit Hilfsangeboten angegeben, die sich allerdings vornehmlich auf den Großraum Berlin beziehen.

http://lebensraumhaus.nabu-berlin.de/index.html
Seite des „Zentrums für Artenschutz“, die speziell auf Gebäude als potentielle Lebensräume für Tiere (Insekten, Fledermäuse, Vögel) eingeht; neben Auskünften zur Rechtslage gibt es Vorschläge für tiergerechte Gestaltungsmöglichkeiten und Bauanleitungen für Nistkästen. Unter http://berlin.nabu.de/Downloads/Pdf/dbu-brosch1.pdf kann die Broschüre „Artenschutz am Haus heruntergeladen werden.                                                                                                                                                                                WüHa


 

   
 
   
Elektromobilität

Motorisierte Fortbewegungsmittel sind aus unserer „mobilen Gesellschaft“ nicht mehr wegzudenken. Ihr Antrieb basiert fast ausschließlich auf Verbrennungsmotoren, die ihre Energie unmittelbar aus fossilen Energieträgern beziehen. Angesichts der zunehmenden Verknappung dieser Ressourcen und des kritischen Anstiegs an „Treibhausgasen“ wie CO2 und Stickoxiden in der Atmosphäre sucht man nach alternativen Mobilitätskonzepten. Der Ersatz von Verbrennungs- durch Elektromotoren in Fahrzeugen scheint derzeit die einzig realistische Möglichkeit zu sein. Erstaunlicherweise ist dieses Konzept keineswegs neu, denn in der Pionierzeit des Automobils wurde auch mit Elektromotoren gefahren. Strom, Benzin und Diesel als Kraftstoffe setzten sich erst nach 1920 durch. Elektrische Antriebe können aber nur dann zu einer Ressourcenschonung und Emissionsminderung beitragen, wenn damit andere Formen der Energiebereitstellung verbunden sein.


Zur Einführung
http://www.rwe-mobility.com/web/cms/de/236818/rwemobility/was-ist-elektromobilitaet/was-ist-ein-e-auto/
Die deutschsprachige Seite bietet eine kurze, sehr gut verständliche und anschaulich illustrierte Einführung in die Technik der Hybrid- und E-Autos.

Geschichte und Perspektiven
http://www.neustart-ausstellung.de/index.php?id=167
Interview des Technikmuseums mit dem Verkehrshistoriker und Diplom-Ingenieur Gijs Mom (TU Eindhoven, NL) über die Perspektiven des Elektro-Autos

http://elektroauto-tipp.de/modules.php?file=eautog2&name=Eautogeschichte
Hier findet man unter den Rubriken „Überblick“ und „Verdrängung“ einen Abriss der Geschichte der ersten Elektroautos. Unter weiteren, zeitlich geordneten Rubriken (z. B. „vor 1900“, „1900 bis 1930“) gibt es Kurzbeschreibungen zu vielen in dieser Zeit gebauten Modellen sowie zu damit verbundenen Firmen und Personen.

Energiebereitstellung
http://www.unendlich-viel-energie.de/uploads/media/30_Renews_Spezial_Erneuerbare_Elektromobilitaet_april10_online.pdf
Beschäftigt sich mit der Wirtschaftlichkeit von E-Autos und der Frage, ob ein Betrieb unter ausschließlicher Nutzung erneuerbare Energien realisierbar ist.

Politik und Wirtschaft
http://bundesbildungsministerin.net/pubRD/nationaler_entwicklungsplan_elektromobilitaet.pdf
Umfassendes Dossier zum Thema Elektromobilität, das über die Zielsetzung des 2009 beschlossenen Entwicklungsplans informiert.                                                                                                                                                                              Wüha


 

   
     

Bemannte Raumfahrt
Vor 50 Jahren, am 12. April 1961, gelang es Juri Gagarin als erstem Menschen, in einer Raumkapsel (Wostok 1) die Erde zu umkreisen. Bereits 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Es folgten weitere fünf Apollo-Missionen, mit denen 1972 die Reihe der Mondlandungen vorerst beendet wurde. Nicht ganz so spektakulär, aber in wissenschaftlicher Hinsicht ertragreicher, war der Aufbau der ersten, über Monate betriebenen Raumstationen im Erdorbit, der sowjetischen Station Saljut 1 (1971), und des US-amerikanischen Skylab (1973/74). Es folgte die Entwicklung permanent besetzter, aus Modulen aufgebauter Raumstationen, der russischen MIR (1986-2001) und der Internationalen Raumstation ISS (ab 1998).

Abriss der Geschichte der Raumfahrt
http://www.goruma.de/Wissen/Naturwissenschaft/Astronomie/geschichte_der_raumfahrt.html
Die tabellarische Zusammenstellung wichtiger Raumfahrtunternehmungen ab 1942 eignet sich als Einstieg, um einen raschen Überblick zu gewinnen.

Internationale Raumstation ISS
http://www.nasa.gov/mission_pages/station/main/index.html
Die ISS ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Raumfahrtagenturen (NASA/USA, Roskosmos/Russland, ESA/Europa, JAXA/Japan, CSA/Kanada) und einzelner Länder (u.a. Schweiz, Norwegen), die ihrerseits durch federführende Institutionen - wie das DLR für Deutschland - vertreten werden. Die Konzeption ging ursprünglich auf die NASA zurück, deren Internetseite die umfassendsten Informationen bietet.

http://www.esa.int/esaHS/iss.html
Die Europäische Raumfahrtorganisation ESA (Sitz Paris) koordiniert die Zusammenarbeit von 18 europäischen Mitgliedstaaten, die an der ISS beteiligt sind. Spezielle Informationen über die europäischen Beiträge an der ISS (Transportvehikel ATV, Roboterarm, Columbus u.a.) finden sich unter http://www.esa.int/esaHS/isselements.html

http://www.dlr.de/iss/
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das 13 Standorte in Deutschland hat, stellt auf seiner Seite die ISS und die deutschen Forschungsprojekte und Weltraumfahrer vor. Ausführlich informiert es über das Forschungsmodul Columbus, das seit Februar 2008 Teil der ISS ist und mindestens 15 Jahre betrieben werden soll. Columbus bietet drei Arbeitsplätze für Forschungen auf dem Gebiet der Biologie, Pharmakologie, Medizin, Humanphysiologie, Physik der Fluide, Materialforschung, Kristallzüchtung und Astronomie.

http://iss.de.astroviewer.net/
Die Seite bietet die Möglichkeit, die Position der ISS in Echtzeit zu verfolgen und zeigt die von der Raumstation projizierte Bodenspur.                                                                                                                                                                                            NB/Rd


 

   
     

Wälder

Anfang der 1980er Jahre wurde unter dem Schlagwort „Waldsterben“ eine Debatte mit weit reichenden Folgen geführt. Die Befürchtung, der deutsche Wald könnte in absehbarer Zeit sterben, trat nicht ein. (vgl. NR 3/1995, S. 93 und 9/2007, S. 499, 501.) Mit der Diskussion um den Klimawandel und den Erhalt der Biodiversität, insbesondere der wichtigen Funktion der Wälder, CO2 zu binden und zu speichern, tritt deren Schutzwürdigkeit wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein.

http://www.wald2011.de/
Seite des Bundesministeriums für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit zum Internationalen Jahr der Wälder (NR 2/2011, S. 107).

http://www.waldundklima.net
Umfassende Sammlung von Beiträgen zum Thema Wald und Klima. Das von der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei (TLWJF), Gotha, und dem MPI für Biogeochemie, Jena, betriebene Portal bündelt Forschungsarbeiten und Ergebnisse unterschiedlichster Institutionen und stellt diese übersichtlich und thematisch aufbereitet einem breiten Leserkreis zur Verfügung. Es wird dazu aufgefordert, sich an der Informationssammlung zu beteiligen. Für Kinder wurde eine eigene Seite konzipiert. (Projektbeteiligte sind u.a. Universitäten, Deutscher Wetterdienst, Alfred-Wegener-Institut, Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit).

Forschen für den Wald der Zukunft
http://www.zukunftswald.de
Die Forschungsergebnisse aus fünf ausgewählten Waldlandschaften in sechs Bundesländern des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Zukunftsorientierte Waldwirtschaft“ werden für Schüler und Lehrer verständlich aufbereitet vorgestellt. Es können virtuelle Exkursionen unternommen und Fragen gestellt werden. Kernthema ist der Umbau nur eingeschränkt funktionsgerechter Nadelwälder in arten- und strukturreiche stabile Laub- oder Mischwälder unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer sowie soziologischer Aspekte.

http://www.waldwissen.net
Aktuelle Fachinformationen von forstwirtschaftlichen Anstalten (Baden-Württemberg, Bayern, Österreich, Schweiz) zu Wald, Mensch und Forstwirtschaft von und für Fachleute.

Waldwissen zum Hören
http://www.forstcast.net/
Das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan bietet sowohl für Waldfreunde als auch für Waldexperten Informationen rund um das Thema Wald zum Anhören. Die Beiträge können heruntergeladen, direkt auf Seite angehört oder als Podcast abonniert werden.        NB
 

 

   
   
Korallenriffe

Korallenriffe sind Ökosysteme, die auf eindrückliche Weise zeigen, wie Arten ihre Lebensstätte prägen und damit anderen Organismen eine Existenz ermöglichen. Da die riffbildenden Korallen auf konstante Bedingungen angewiesen sind und zwischen den einzelnen Riffbewohnern unzähligen zwischenartlichen Beziehungen bestehen, sind Korallenriffe besonders empfindlich gegenüber Störungen. Die ausgewählten Internetseiten bieten daher nicht nur grundlegende Informationen, sondern gehen insbesondere auch auf Schutzaspekte ein.

Internationale Riff-Initiative
http://www.icriforum.org/
Die International Coral Reef Initiative (ICRI) wurde 1995 von Regierungen, internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisation mit dem Ziel gegründet, Korallenriffe zu schützen und zu erhalten.
Die Seite der Initiative eignet sich hervorragend, um einen Überblick über Korallen (auch Kaltwasserkorallen) und Korallenriffe sowie deren ökosystemarer Bedeutung zu gewinnen.
Über die „Key Topics“ findet man dann weiterführende Informationen zur Arbeit der ICRI und allen mit dem Bestand und Schutz von Korallenriffen zusammenhängenden Themen. Behandelt werden verschiedene Aspekte der Bedrohung (invasive Arten, Klimawandel, Krankheiten, Tsunami u.a.), des Schutzes (Monitoring, Internationale Konventionen, Schutzgebiete) und der Umweltökonomie.
Jedes einzelne Thema schließt mit einer Liste weiterführender Links und Websites.
Besonders hinzuweisen ist auf eine Organisationseinheit des ICRI, das Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN): http://www.gcrmn.org/. Das Netzwerk dient der Koordination sämtlicher Aktivitäten, die mit dem Schutz zusammenhängen, von der Verwaltung bis hin zu Ausrüstung, Informationsbeschaffung und Fundraising. Unter: Info Center findet man eine Publikationsliste, eine Photodatenbank und unter http://www.reefbase.org/ eine vom World Fish Center betriebene Datenbank, welche Informationen über lokales Vorkommen, Zustand, Gefährdungen, und Schäden von Korallenriffen in über 100 Ländern und Gebieten mit geographischen Hintergrundinformationen liefert.

Kaltwasserkorallen
http://www.lophelia.org/
Für Informationen zu Kaltwasser Korallen ist die von J. Murray Roberts und Laura Wicks (Heriot-Watt University in Edinburgh/Schottland) betriebenen Seite zu empfehlen, die 2010 anlässlich des Internationalen Jahres der Biodiversität eingerichtet wurde. Sie bietet gut strukturierte, bei Bedarf bis in Einzelheiten gehende Informationen zum Thema. In Fallstudien werden die Kaltwasserkorallen-Vorkommen von Norwegen bis Angola mit Photos und Filmen und mit weiterführenden Literaturhinweisen vorgestellt.

Marine Photobank
http://www.marinephotobank.org/home.php
Eine umfangreiche internationale Bilddatenbank, in der sowohl Amateure als auch Profis ihre Bilder zur Verfügung stellen und in die auch eigene Bilder hochgeladen werden können. Für nicht kommerzielle Zwecke und für die Medien stehen die Bilder kostenfrei zur Verfügung. Durch die Verbreitung von Bildern hofft man, möglichst viele Menschen zu erreichen und sie für die Gefährdung der Ozeane und ihrer Lebensgemeinschaften zu sensibilisieren. Marine Photobank ist ein Angebot von Non-Profit-Organisation SeaWeb.

International Society for Reef Studies (ISRS)
http://www.coralreefs.org/index.htm
Führend in dem Bestreben, Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft fundiertes Wissen über lebende und fossile Korallenriffe zu vermitteln, ist die 1980 von Forschungszentren und Universitätsinstituten gegründete International Society for Reef Studies (ISRS). Die Seite informiert über die vielfältigen Aktivitäten der Gesellschaft, die von ihr veranstalteten Konferenzen, Meetings und Publikationen.                                                                                                                                                                                               
                                                                                                                                                                                                NB

 

   
   
60 Jahre Deutsches Meeresmuseum in Stralsund

http://www.meeresmuseum.de

Das 60jährige Bestehen des Deutschen Meeresmuseums gibt Anlass, auf diese attraktive Institution hinzuweisen, die auf vielfältige Weise Einblick in die verschiedensten Aspekte der Beziehung Mensch und Lebensraum Meer gewährt.
Keimzelle des Deutschen Meeresmuseums sind die Räume des ehemaligen Dominikanerklosters St. Katharina in Stralsund, in denen 1951 Prof. Dr. Otto Dibbelt auf 70 m2 Ausstellungsfläche ein städtisches Natur-Museum einrichtete. Den Grundstock bildete seine eigene, durch private Ankäufe erweiterte Sammlung, die dank der Mithilfe vieler bedeutender Sammler und Forscher weiter ausgebaut wurde. Vor allem gelang es Dibbelt, auch Stralsunder Bürger und Künstler für die Idee eines umfassenden Meersmuseums zu begeistern, die ihm bei der Gestaltung der Ausstellung halfen. Daraus erwuchs eine außergewöhnliche Institution, denn weltweit widmen sich nur wenige Einrichtungen so speziell und umfassend der wissenschaftlichen Bearbeitung und musealen Darstellung des Lebensraumes Meer. Das spiegelt sich auch in den vier Standorten und ihren Themenschwerpunkten wider, die im Internetseite einzeln vorgestellt werden: Das Meeresmuseum mit der breit gefächerten meereskundlichen Ausstellung und den tropischen Aquarien in den erwähnten historischen Räumen, das Ozeaneum mit dem Schwerpunkt nördliche Meere in einem Neubau in Nähe des Hafens mit imposanten Aquarien (Abb.), das Nautineum, mit Großexponaten der Fischerei und Meeresforschung auf dem Kleinen Dänholm zwischen Stralsund und Rügen, und das im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft liegende Natureum, in dem die lokale Flora und Fauna der Darßer Ostseeküste im Mittelpunkt steht. Das Deutsche Meeresmuseum gehört mittlerweile zu den fünf meistbesuchten Museen in Deutschland. Das Ozeaneum, jüngster der vier Standorte, wurde als „Europas Museum des Jahres 2010“ ausgezeichnet.
Anlässlich des Jubiläums lädt die Internetseite www.365entdeckungen.de dazu ein, täglich Neues über meereskundliche Themen und Exponate zu erfahren; daneben gibt es auch ein Exponat der Woche und des Monats. So eingestimmt wird man sicherlich die nächste Gelegenheit nutzen, sich ein eigenes Bild vor Ort zu machen. Anschrift: Deutsches Meeresmuseum, Katharinenberg 14 – 20, 18439 Stralsund, Öffnungszeiten täglich von 10.00-17.00 Uhr, ab Mai 10.00-18.00 Uhr. [53688]

 

   
   
Bionik

Mit dem Kunstwort Bionik wird ein interdisziplinäres Forschungsgebiet bezeichnet, die Konstruktionen, Prinzipien und Funktionsweisen der Biologie für technische Anwendungen nutzbar machen möchte. Von den zahlreichen Internetseiten, die über diese junge und in den letzten Jahren zunehmend populäre Forschungsrichtung informieren, sei als erstes auf die Seite der Forschungsgemeinschaft Bionik-Kompetenz-Netz (BIOKON) hingewiesen:

http://www.biokon.net/
Das Netzwerk ist an über 50 Standorten überwiegend in Deutschland, aber auch in England, Österreich, der Schweiz und im japanischen Tsukuba angesiedelt. Partner sind Forschungsinstitute, Universitäten und Firmen, deren Anliegen es ist, Bionik als Ideengeber und Innovationsmotor für Technik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen.
Neben der historischen Entwicklung und den Begriffserklärungen der verschiedenen Forschungsrichtungen der Bionik, wie z.B. Konstruktionsbionik, Verfahrensbionik und Informationsbionik, bietet die Seite umfassende Informationen zu Anwendungen und Entwicklung der Bionik aus Perspektive der Forschung, Industrie und Lehre.
Zahlreiche Produktbeispiele, Filme, Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und Tätigkeitsfeldern, Ausstellungen, Messen, Literatur sowie Stellenangebote runden das Angebot ab. Hilfreich ist die „Fachkompetenz-Datenbank“, welche die Möglichkeit bietet, über eine Schlagwortsuche die richtigen Ansprechpartner für sämtliche Fragen rund um die Bionik zu ermitteln.


http://www.bionikzentrum.de
Die Seite des Internationalen Bionik-Zentrums der Stiftung für Bionik, die in München und Saarbrücken (dem Wirkungsort des Nestors der Bionik in Deutschland, Werner Nachtigall) ihren Sitz hat, präsentiert sich sehr prägnant und übersichtlich, weshalb sie sich besonders als Einstieg eignet.

http://www.uni-kiel.de/piko/downloads/Bionik.pdf
Das vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel koordinierte Programm Physik im Kontext (piko) hat eine 70seitige Handreichung für die Unterrichtsentwicklung zum Thema „Bionik – Biologie und Technik im Fokus der Physik“ von Björn Gemmer (Landschulheim Steinmühle, Marburg) ins Netz gestellt. Die hier gegebenen Anregungen beruhen auf Erfahrungen im gymnasialen Unterricht (Klasse 8 bis 10) und betonen den fächerübergreifenden Aspekt. Wertvoll ist, dass auch auf die Grenzen der Übertragbarkeit natürlicher „Problemlösungen“ auf die Technik eingegangen wird.
NB/Rd

     
   
     
   
Jubiläen der Wissenschaft und Gedenkjahre

Von generellem Interesse für die Recherche ist neben der seit nun 10 Jahren bestehenden Wikipedia die Notable Names Database (NNDB), ein Netzwerk, das speziell dafür konzipiert wurde, herauszufinden, welche Berühmtheiten sich kannten, an welchen Universitäten sie studierten oder wo sie wirkten
http://www.nndb.com


Vor 200 Jahren
Geburtsjahr Robert Wilhelm Bunsen

Bunsen (30.3. 1811 – 16. 8. 1899) gehört zu den Wissenschaftlern, die durch eine Erfindung berühmt geworden sind. Der von ihm konstruierte und später nach ihm benannte Brenner (mit dem er Michael Faradays Gasbrenner perfektionierte) ist darüber hinaus auch mit grundlegenden Arbeiten Bunsens verbunden: Zusammen mit Gustav Robert Kirchhoff betrieb Bunsen an der Universität Heidelberg flammenspektroskopische Untersuchungen von Elementen (u.a. Entdeckung von Caesium und Rubidium im Wasser aus Bad Dürkheim), die er auch auf die chemische Deutung der Fraunhofer’schen Linien im Sonnenspektrum übertrug, womit er auch einen Beitrag zur Astrophysik leistete.
Wer eine in sich geschlossene Darstellung von Bunsens Leben lesen möchte, wähle: www.chemiedidactic.de. Über Bunsens Anfangsjahre als Hochschullehrer in Marburg (1938–1851) hat das Universitäts-Journal den Artikel „Bunsen in Marburg“ ins Netz gestellt http://www.uni-marburg.de/aktuelles/unijournal/2/Bunsen



Vor 100 Jahren
Todesjahr von Sir Francis Galton

Francis Galton (16.2.1822 – 17. 1. 1911) war ein englischer Universalgelehrter, der sich von der Anthropologie, Afrikaforschung, Geographie bis hin zur Vererbungsforschung einen Namen machte. Er gilt als Gründer der Eugenik und erlangte mit dem Galtonbrett, einem Modell zur Veranschaulichung der Binominalverteilung, Schulbuchehren. Unter www.galton.org gibt Gavan Tredoux einen sehr guten Einblick, der der Vielseitigkeit des Gelehrten gerecht wird.

Marie Curie, die erste zweimalige Nobelpreisträgerin
Vor 100 Jahren erhielt Marie Curie (1867–1934) den Nobelpreis für Chemie. Die Auszeichnung galt der Entdeckung der Radioaktivität an den Elementen Radium und Polonium. Bereits 1903 hatte Marie Curie zusammen mit ihrem Mann Pierre den Nobelpreis für Physik erhalten (für ihre Untersuchungen zur radioaktiven Strahlung), den sie sich mit Antoine Henri Bequerel, dem Entdecker der Radioaktivität, teilten. Leben und Werk von Madame Curie werden auf den Seiten der Nobelstiftung gewürdigt: www.nobel.se.
Empfehlenswert ist die Netzseite des Curie Museums in Paris (http://www.curie.fr/en/Curie-museum), dem Ort in dem sie von 1896 an wirkte. Spezielle Aspekte zur Bedeutung des Radiums zur Messung von Radioaktiver Strahlungen kommen auf der Seite des National Institute of Standards and Technology (NIST, USA) zur Sprache: http://www.nist.gov/pml/general/curie/1913.cfm.

Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG)
Nachdem am 11. Oktober 1910 bei der Jahrhundertfeier der Berliner Universität Kaiser Wilhelm II die Gründung „selbständiger Forschungsinstitute als integrierende Teile des wissenschaftlichen Gesamt-
organismus“ angekündigt hatte, fand am 11. Januar 1911 in der Berliner Akademie der Künste die konstituierende Sitzung der KWG statt. Treibende Kräfte waren der damalige Dezernent im Kultusministerium Friedrich Schmitt und der Historiker und Theologe Adolf von Harnack. Das Prinzip der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, Forschern sehr viel Freiheit zuzugestehen und bestmögliche Arbeitsbedingungen zu bieten, erwies sich als ungemein erfolgreich. Nachfolgeorganisation ist die 1948 in Göttingen gegründete Max-Planck-Gesellschaft, die sich im Jubiläumsjahr mit einer wesentlich überarbeiteten Internetseite (www.mpg.de) präsentiert. Nun enthält die Seite alle Elemente, die eine in die Tiefe gehende Recherche über aktuelle Forschungsthemen ermöglichen. Hinzuweisen ist auch auf die spannende Podcast-Serie: Echt nobel – die Nobelpreisträger der Max-Planck-Gesellschaft, in der alle 17 bisherigen Nobelpreisträger der MPG vorgestellt werden sollen (bislang über Ziegler, Crutzen, Eigen). NB/Rd

     
   
     
     
    Rohstoffe

Rohstoffe gehören zu den Grundlagen jeder menschlichen Existenz, doch ist der Bedarf durch eine Reihe technischer und kultureller Entwicklungen in ungeahnte Höhen geschnellt. In Deutschland verbraucht ein Mensch im Laufe eines 80jährigen Lebens zwischen 1000 und 1100 Tonnen Rohstoffe – zwei Drittel davon sind mineralische Rohstoffe, also Metalle, Industrieminerale, Steine und Erden. Manche Meldung über Rohstoffrecycling speziell im Zusammenhang mit elektronischen Gütern haben dafür sensibilisiert, wie sehr wir von Elementen abhängen, von denen mancher Laie zuvor kaum etwas gehört hat. Wir geben einige Hinweise für eine nähere Recherche.


http://www.bgr.bund.de
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover ist eine Bundesbehörde, deren Aufgabe es ist, die Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen sicherzustellen (von ihr stammen auch die obigen Angaben). Da Deutschland in erheblichem Umfang auf den Import von Rohstoffen angewiesen ist, gibt es eine Reihe von Kooperationen, insbesondere mit rohstoffreichen Entwicklungsländern (u.a. Namibia, Mongolei, Vietnam).
Die Seite ermöglicht die Einsicht bzw. das Herunterladen von z.T. umfänglichen Schriften. Genannt sei das von H. Elsner verfasste, englischsprachige Handbuch (Assessment Manual) über wirtschaftlich wichtige Schwerminerale (nichtmetallische, aber auch metallische Mineralrohstoffe), zu denen u.a. Ilmenit, Rutil, Zirkon, Granat, Chromit und Magnetit gehören. Jeder der 12 Stoffgruppen ist ein ausführliches Kapitel gewidmet, das über Mineralogie, Petrographie, Chemie, Genese der Minerallagerstätten, Vorkommen, Anwendungen, Möglichkeiten der Substitution, Vorratssituation und Produktion berichtet und grundlegende Quellen nennt.
Daneben werden kürzere Beiträge angeboten. An erster Stelle sei die Schrift Rohstoffsituation Deutschland 2009 genannt, in der sowohl auf Energierohstoffe als auch auf Metalle (von Eisen und Stahl bis zu den Platinmetallen), Industrieminerale (Kalisalze bis Bentonite und andrer Industrieminerale) sowie Steine und Erden (Kies, Sand bis Naturwerksteine) eingegangen wird. Speziell den Energieträgern widmet sich die Kurzstudie Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen (2010), die zur Beratung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie herausgegeben wurde. Die Studie beruht u.a. auf der Energierohstoff-Datenbank der BGR, die Bestandteil des im Aufbau befindlichen Rohstoffinformationssystems der 2010 von der BGR gegründeten, und noch im Aufbau befindlichen Deutschen Rohstoffagentur (DERA) ist. Im Einzelnen wird auf Erdöl, Erdgas, Kohle und Kernbrennstoffe eingegangen.


http://minerals.usgs.gov/minerals/pubs/mcs
Der U.S. Geological Survey (USGS) gibt eine hervorragende, knappe Übersicht über rund 90 (nicht zur Energiegewinnung) genutzter Elemente und Rohstoffe von Bor über Feldspat, Gips, Glimmer, Sande bis Yttrium und Zirconium. Hier erhält man Informationen über die weltweite Produktion (aufgeschlüsselt für Länder bzw. Regionen) für den Berichtszeitraum mit Vorjahresvergleich(en) sowie die geschätzten Reserven.
Wertvoll sind die knappen Angaben zu Trends, Preisentwicklungen, technischen Anwendungsmöglichkeiten und möglichen Ersatzstoffen. Indium wird beispielsweise in Flüssigkeitsanzeigen massenhaft verwendet, was auch bei den für das Einzelstück geringen Mengen zu Engpässen führen kann. Speziell in Japan wird es bereits in spürbarem Umfang aus elektronischem „Schrott“ zurückgewonnen. Zu einem gewissen Grad kann es durch Zinn- und Zink-Oxide ersetzt werden. Andere Elemente gehen für ein Recycling verloren, wie Platin, das über katalysatorgereinigte Autoabgase in geringen Mengen abgegeben wird.
                                                                                                                                                                                                Rd

 

     
   
     
    Eis und Schnee

Eigenschaften und Verhalten von Schnee
http://www.slf.ch/forschung_entwicklung/index_DE
Betreiber dieser Seite ist das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, ein Forschungsinstitut der schweizerischen eidgenössischen Forschungsanstalt WSL (Wald, Schnee und Landschaft). Obwohl diese Seite schwerpunktmäßig die Forschungsarbeit des SLF beschreibt, bietet sie unter der Rubrik „Forschung und Entwicklung“ auch ein breites Spektrum an informativen Beiträgen rund um das Thema Schnee und Eis. So kann man sich unter der Rubrik „Schnee“ über die physikalischen Eigenschaften des Materials Schnee informieren; unter der Rubrik „Lawinen“ findet man Beiträge zu deren Entstehung und zum Verhalten.

Klimawandel
http://www.climate-change.ch/4DCGI/eis_schnee/index.html
Unter der angegebenen Adresse gelangt man zur Rubrik „Eis und Schnee“ des Pro-Clim-Internet-Portals. Träger dieser Internetseite zum Thema Klimawandel sind unter anderem das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo
Schweiz) und andere schweizerische Organisationen. Von der Übersichtsseite können Einzelthemen wie „Meereis“, „Permafrost“ und „Schnee“ ausgewählt werden; unter der jeweiligen Rubrik sind Beiträge und Publikationen unterschiedlicher Quellen mit einer Kurzbeschreibung und einem weiterführenden Link zum Originalbeitrag zusammengestellt. So findet sich z. B. unter der Rubrik „Gletscher“ ein Beitrag mit dem Titel „Gletscherarchiv“, dessen Kurztext auf ein Photoarchiv der Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. in München verweist, das über den darunterstehenden Link direkt aufgerufen werden kann.


Schneekristalle
http://www.its.caltech.edu/~atomic/snowcrystals/
Englischsprachige Internetseite über Schneeflocken: Unter der Rubrik „Snowflake physics“ werden die physikalischen Eigenschaften von Eis und die Entstehung von Schneeflocken erklärt; unter „Designer snowflakes“ kann man nachlesen, wie sich Scheekristalle im Labor „züchten“ lassen. Außerdem gibt es einen „Schneeflockenführer“ (Guide to snowflakes), in dem die einzelnen Kristalltypen erläutert werden, sowie eine Photogalerie mit brillanten Aufnahmen von Schneekristallen, von denen sich die meisten durch Anklicken vergrößern lassen.

Wilson A. Bentley
http://snowflakebentley.com/index.htm
Englischsprachige Internetseite über den Amerikaner Wilson A. Bentley, dem es als einem der ersten gelang, einzelne Schneeflocken zu photographieren (nach neueren Erkenntnissen hat bereits der norddeutsche Naturforscher Johann Heinrich Ludwig Flögel 1876 – und damit 6 Jahre früher als Bentley – Schneeflocken photographisch dokumentiert). Auf der Internetseite kann man unter anderem zwei Originalartikel Bentleys lesen, und unter http://snowflakebentley.com/WBsnowflakes.htm findet man eine Reihe von Originalaufnahmen Bentleys.

Gletscher
http://www.swisseduc.ch/glaciers/index-de.html
Auf dieser sehr gelungenen und sehenswert illustrierten Internetseite findet man ausführliche Informationen zu Gletschern, gegliedert nach Themen wie z. B. Typen, Entstehung von Gletschern, Fauna und Flora. Der Text ist in kurze, jeweils zur Veranschaulichung mit einem Photo versehene Abschnitte gegliedert, wobei sich die Aufnahmen durch Anklicken vergrößern lassen. Wüha
     
   
     
    Gesundheitsregion REGiNA
http://www.info-rm.de.
Neues Online-Portal zur Regenerativen Medizin. Die Regenerative Medizin gehört zu den aussichtsreichsten Zukunftsprojekten der Medizin, die eine enge Kooperation verschiedenster Wissenschaftler erfordert, insbesondere im Bereich der Biomedizin, Materialwissenschaften und Automatisierungstechnik. Ihr gilt das Forschungsprojekt REGiNA, das im Mai 2009 als eines von zwei Gewinnerkonzepten des Wettbewerbs „Gesundheitsregionen der Zukunft“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet worden ist. REGiNA (Regenerative Medizin in Neckar-Alb und Stuttgart) zielt darauf ab, ein regionales Anwenderzentrum aufzubauen, in dem Institute, Kliniken und Unternehmen zusammenarbeiten. Schwerpunkt bilden die vier Therapiegebiete Muskel- und Skelettsystem, Haut und Wundsystem, Herz, Kreislauf und Atemwege sowie Urogenitalsystem. Koordiniert wird das Projekt von der BioSTERN Management GmbH in Stuttgart.
Das Informationsportal des Anwenderzentrums wendet sich gleichermaßen an Ärzte wie an Patienten. Es orientiert sich strikt am Machbaren, so dass es auch für Interessenten aus anderen Regionen wertvolle Orientierung bietet.
 
     
   
     
    Gentechnik
 
    Mit der Entwicklung von Techniken zur gezielten genetischen Manipulation von Organismen (Übertragung bzw. gezieltes Herausschneiden von Genen, Klonierung u.a.) eröffneten sich neue Perspektiven für die Landwirtschaft, Tierzucht, Lebensmittelindustrie und Medizin, die von den einen enthusiastisch begrüßt, von den anderen skeptisch bis ablehnend betrachtet werden. Die ausgewählten Internetportale bieten grundlegende Informationen.
 
    Biologische Sicherheit – Gentechnik, Pflanzen, Umwelt
http://www.biosicherheit.de

Die Seite wird im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt. Sie bietet breit angelegte Informationen von der aktuellen Meldung bis zu speziellen Dossiers und gute Recherchemöglichkeiten, um sich rasch ein Bild davon zu machen, an welchen Organismen derzeit mit welchen Zielsetzungen geforscht wird. Die Seite enthält Links zu anderen Portalen, auch zu solchen, in denen Kritiker der Gentechnik zu Wort kommen (http:www.keine-gentechnik.de, http://www.safeourseeds.org). Die Seite spiegelt mit ihrem Archiv die gesamte öffentliche Auseinandersetzung um die Gentechnik und stellt darüber hinaus interessante Informationen speziell für den Schulunterricht zur Verfügung.
 
   

 

    Transgen – Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
http://transgen.de
    Diese vom Verein Forum – Bio- und Gentechnologie Verein zur Förderung der gesellschaftlichen Diskussionskultur herausgegebene Seite eignet sich besonders gut zum Einstieg. Unter „Transgen kompakt“ erhält der Nutzer Antworten auf aktuelle Fragen zur Gentechnik in Lebensmitteln, Anbau von Bt-Mais, Lebensmittelkennzeichnung und der Auswirkung gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen auf ihre Umwelt.
Wer wissen will, in welchen Bereichen Gentechnik eine Rolle spielen könnte, erhält Informationen unter anderem über Pflanzen, Lebensmittel, Zutaten, Zusätze und Enzyme. Entsprechend ihrer aktuellen Bedeutung liegt der Schwerpunkt bei Nutzpflanzen, darunter auch Rohstofflieferanten wie Baumwolle. Die Informationen sind gut mitein-
ander vernetzt. Besonders wertvoll ist das Archiv, das relevante Meldungen bis 1999 enthält.

 
     
    Gene ABC
http://gene-abc.ch
    Diese Seite geht auf die Initiative des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung zurück und wendet sich mit seinen klaren Schaubildern und Vorschlägen zum Experimentieren insbesondere an jüngere Nutzer. .
                                                                                                                                                                                               
     
    Stiftung GEN SUISSE
http://www.gensuisse.ch
    Dies ist die Seite der 1991 gegründeten Schweizerischen Stiftung für eine verantwortungsvolle Gentechnik, die von dem Verband Interpharma getragen wird, dem die führenden pharmazeutischen Unternehmen der Schweiz angehören. Dem Kuratorium gehören renommierte Biowissenschaftler an. Das Portal zeigt die gesamte Bandbreite der Gentechnik auf – es geht auch um Bereiche, die dem Laien weniger bewusst sind, wie die Bedeutung der Gentechnik für die Grundlagenforschung und die industrielle Produktion von Insulin durch Bakterien.

 
     
   
     
    Küstenzonen und Schelfmeere
     
    http://www.lighthouse-foundation.org/index.php?id=65&L=1-acsessed
   

Die Internetseite der Lighthouse Foundation – Stiftung für die Meere und Ozeane (Hamburg) bietet einen ausgezeichneten, ebenso ausführlichen wie verständlichen Einstieg in die unterschiedlichen Aspekte des Themas „Küstengebiete“. In einzelnen, mit anschaulichen Bildern und Graphiken versehenen Beiträgen werden Wattenmeer, Felsküsten und Brandungszonen, Korallenriffe, Mangroven und Schelfmeere vorgestellt. Die Beiträge umfassen eine Beschreibung der jeweiligen Lebensräume und -gemeinschaften sowie eine Einschätzung der Gefährdung der Habitate durch menschlichen Einfluss.

     
    http://www.gtz.de/de/dokumente/en-mangroven.pdf
    Der Raubbau an den Mangrovensümpfen hat weitreichende Folgen für die Umwelt ebenso wie für die ansässige Bevölkerung. Unter diesem Link findet man einen von der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (gtz, Eschborn) veröffentlichten Bericht, der schwerpunktmäßig die sozioökonomische Bedeutung von Mangroven, die damit verbundenen Gefährdung dieses sensiblen Lebensraums sowie Möglichkeiten zum Erhalt durch eine ökologisch verträgliche Nutzung erörtert. Im Anhang findet man eine umfangreiche Liste mit Kontaktadressen, bei denen weitere Informationen angefordert werden können.
 
     
    ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/010/a1427e/a1427e00.pdf
    Mangroven gehören zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen überhaupt.Unter dem Link kann man den Bericht der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) „The world‘s mangroves 1980 to 2005“ als pdf-Datei herunterladen. Nach einer Einführung zum Thema folgt eine globale Übersicht über die Verbreitung von Mangroven. Anschließend folgen nach geographischen Regionen gegliederte Kapitel mit Angaben zu Gesamtfläche, Artenspektrum, Nutzung, Gefährdung und Schutzmaßnahmen.
                                                                                                                                                                                               
     
    http://www.uni-duesseldorf.de/MathNat/Biologie/Didaktik/Wattenmeer/uebersicht.html
    Einen Überblick über den Lebensraum Wattenmeer kann man sich über diesen Link verschaffen: Man gelangt zu einer interaktiven Graphik; durch Anklicken einzelner Schlagworte erhält man Informationen zu Einzelthemen wie „Entstehungsvoraussetzungen“, „Zonierung nach Gezeitenzonen“, „Quellerzone“, „Muscheln“ u.a. und gewinnt so einen guten Überblick über das Ökosystem Wattenmeer.
 
    http://sdn.yourweb.de/fileadmin/sdn/pdf/themen/klima_kueste/th_1995-04-14_reise.pdf
    Ein durch den Klimawandel bedingter starker Anstieg des Meeresspiegels hätte gravierende Auswirkungen auf alle Küstenzonen. Besonders betroffen wäre aufgrund seiner besonderen Gegebenheiten das Wattenmeer. Der unter dem Link im pdf-Format abrufbare Artikel erörtert die Folgen von Klimaveränderungen im Zusammenhang mit anderen anthropogenen Eingriffen in den Lebensraum Watt.
                                                                                                                                                                                          
 
    http://www.biosphaere.info/biosphaere/index.php?artnr=000463
    Nicht allein die Erderwärmung, sondern auch eine Vielzahl weiterer menschlicher Einflüsse schädigen Korallenriffe. Thema des Beitrags unter dieser Adresse sind die Auswirkungen der Umweltkatastrophe durch den Brand der Ölplattform Deepwater Horizon. Über eine Auswahlliste auf der rechten Seite kann man außerdem den zweiteiligen Beitrag „Korallenriffe – Regenwälder der Meere“ aufrufen, der sehr ausführlich alle Aspekte menschlicher Einwirkungen und ihrer Folgen für das Ökosystem Riff beleuchtet.
WüHa
                                                                                                                                                                                          
 
     
   
     
    Lehr Video zum Thema Evolution auf YouTube
     
    http://www.youtube.com/watch?v=jh-Oyf_t3c0
   

Lehr-Video zum Thema Evolution auf YouTube. Da es im deutschsprachigen Raum kaum geeignetes Videomaterial zum Thema Evolution gab, hat sich der Arbeitskreises (AK) Evolutionsbiologie (Leitung Prof. U. Kutschera) im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBiO) Anfang des Jahres entschlossen, eine Serie wissenschaftlich fundierter Lehr-Videos zu konzipieren. Den Anfang macht das 10-Minuten-Video Was ist Evolution? Grundlage ist das Sachbuch Tatsache Evolution. Was Darwin nicht wissen konnte (DTV, 3. Auflage, München 2010) von U. Kutschera. Ausgehend von populären Irrtümern zum Thema Evolution, die der YouTube-Produzent Marco Gerhardt (Kanal: WissensMagazin) eingebracht hatte, soll dieses Start-Video anschaulich zum Thema hinführen und dann die folgenden Schwerpunkte behandeln: Allgemeine Definitionen des Evolutionsbegriffs; Populationen als Einheiten der Evolution; Artbildung, das Aussterben und Stammbäume; die Zellen-Regel und der Evolutionsbeweis; Evolutionsbiologie als Theoriensystem und angewandte Naturwissenschaft; der doppelte Beleg zur Abstammung des Schimpansen und Menschen aus einer gemeinsamen afrikanischen Zwischenform.
Ein zweites Video wird in Kürze zum Thema Kreationismus (Schwerpunkt Deutschland) erscheinen. Haupt-Zielgruppe sind interessierte Laien, Oberstufenschüler und Studienanfänger. Ein Motiv der Video-Serie, die im Herbst mit spezielleren Themen fortgesetzt wird, ist es, den Fehlinformationen, die auf YouTube über zahlreiche Kreationisten-Videos verbreitet werden, aktuelle Sachinformationen entgegenzusetzen.
Video-Serie aus dem Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie im VBiO:
 

     
   
     
    Gute wissenschaftliche Praxis
     
   

Für Wissenschaftler bedeutet es eigentlich eine Art Selbstmord, Daten und Beobachtungen zu fälschen – und doch werden immer wieder Betrügereien aufgedeckt. Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia (Stichwort: Betrug und Fälschung in der Wissenschaft) gibt eine Übersicht über mögliche Ursachen und Motive, enthält eine nach Fachgebiet geordnete Übersicht von Fälschungen und geht knapp auf die Auswirkungen und die Konsequenzen ein.
Zum Einstieg empfehlenswert ist auch ein Blick in eine Ausgabe der österreichischen Zeitschrift heureka! (4/99), die unter

    http://www.falter.at/web/heureka/home.php
    einzusehen ist.
   
Hier sei der Schwerpunkt auf die Vorbeugung gelegt. Unter dem Stichwort „Gute wissenschaftliche Praxis/ safeguarding good scientific practice“ findet man im Internet eine Fülle von entsprechenden Empfehlungen von Forschungseinrichtungen und Instituten – eine Konsequenz der 1997 aufgedeckten Fälschungen des Forscherduos Brach/Herrmann, das durch seine angeblichen Erfolge auf dem Gebiet der Krebsforschung seine Kollegen und die Universität Ulm in Misskredit gebracht hatte. Grundlegendes zur Fälschungsprävention hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft beigetragen:
     
    http://www.ombudsman-fuer-die-Wissenschaft.de
    Der Ombudsman für die Wissenschaft ist ein Gremium, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit 1999 eingesetzt wird. Es steht allen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen (unabhängig, ob sie in DFG-Projekte eingebunden sind oder nicht) zur Beratung und Unterstützung zur Verfügung, wann immer Zweifel aufkommen, ob nicht gegen gute wissenschaftliche Praxis verstoßen wird. Die Seite informiert über Verfahrensgrundsätze des Ombudsman-Gremiums, deren höchstes Prinzip das der Vertraulichkeit ist. Jährlich wird ein Bericht veröffentlicht, der anonymisierte Falldarstellungen enthält. Interessant darin sind nicht die „spektakulären“ Fälle, sondern die vielen kleinen Missachtungen, etwa in Fragen der Autorschaft und der Anerkennung von Forschungsleistungen junger Wissenschaftler. Grundlage ist die 1998 erschienene DFG-Denkschrift: „Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“. Die 84seitige Schrift (Wiley-VCH, Weinheim) steht im Internet zur Verfügung:
 
    http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_0198.pdf
     
    http://ccnmtl.columbia.edu/projects/rcr/rcr_misconduct/foundation/index.html
    Diese Seite der Columbia University bietet einen guten englischsprachigen Einstieg in das Thema, auch für den Schulunterricht: Im ersten Teil wird die Spannbreite des wissenschaftlichen Fehlverhaltens vorgestellt, wobei auch kurz historische Fälle gestreift werden. Der Schwerpunkt liegt aber auf gravierenden Verfehlungen der letzten drei Jahrzehnte, die jeweils in einem Video kommentiert werden. Im zweiten Teil geht es um Fragen der Vorbeugung und um Sanktionen.
                                                                                                                                                                                                Rd
 
     
   
     
    Internationales Jahr der Biodiversität 
     
   

Das Jahr 2010 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Biodiversität (IYB) erklärt, womit sie an das 1992 in Rio de Janeiro verabschiedete „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“ (Biodiversitätskonvention) anknüpft. Damals wie heute gilt es, das Bewusstsein für den Eigenwert, aber auch für den Nutzen der Vielfalt an Arten, Populationen und Lebensgemeinschaften zu schärfen und zu einem umweltgemäßen Handeln zu motivieren.

 

    Mäuse und Spitzmäuse
    www.kleinsaeuger-bayern.de
    Der Hauptkonservator der Zoologischen Staatssammlung München, Dr. Richard Kraft, kartiert seit rund 20 Jahren zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt die Mäuse und Spitzmäuse in Bayern. Die wichtigsten Daten zu Kennzeichen, Verbreitung, Lebensraum, Bestandssituation und Rote Liste-Status der 26 nachgewiesenen Arten wurden nicht nur in Buchform veröffentlicht (Mäuse und Spitzmäuse in Bayern, Ulmer-Verlag Stuttgart, 2008), sondern sind nun auch auf der angegebenen Website zusammengestellt. Eine Besonderheit sind die Lebendaufnahmen aller Arten, die oft eine einfache Bestimmung erlauben.
     
    Arten des Lebensraumnetzes Natura 2000
    http://www.ffh-arten.info
    Diese von dem Biologen Dr. Randolf Manderbach in Marburg zusammengestellte Seite informiert über das Vorkommen der in der Fauna-, Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie aufgenommenen Tier- und Pflanzenarten in Deutschland. Grundlage sind Erhebungen in den FFH- und in den Vogelschutzgebieten. Die Ausweisung der FFH-Gebiete geht auf die 1992 von der Europäischen Gemeinschaft beschlossene FFH-Richtlinie zurück. Ziel ist es, durch ein Netzwerk natürlicher Lebensräume (genannt Natura 2000) die Artenvielfalt zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Zu dem System gehören auch die getrennt erfassten Vogelschutzgebiete.
 
    International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN)
    www.iucn.org
   

Eine sehr informative und übersichtlich gestaltete englischsprachige Seite der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen.
Die IUCN ist das älteste und größte weltweit agierende Umweltnetzwerk, das sowohl mit Regierungs- als auch mit Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftlern und Wirtschaftsbetrieben und regionalen Einrichtungen zusammenarbeitet (insgesamt sind in der IUCN mehr als 1144 Organisationen vereint). Ziel ist es, praktische Lösungen und Antworten auf gegenwärtige Fragen des Umweltschutzes zu finden und die Gesellschaft so für den Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren, dass eine nachhaltige und schonende Nutzung der Ressourcen sichergestellt ist.
Entsprechend findet man auf der Seite Informationen zu allen assoziierten Fragestellungen, wie Klimawandel, nachhaltige Nutzung von Energie, Biodiversität, Nachhaltige Wirtschaft und dem für die Akzeptanz von umweltgemäßen Verhalten wichtigen Thema „Menschliches Wohlbefinden“.
Neben der Begriffserklärung und der übersichtlichen Zusammenstellung von Fakten zum jeweiligen Thema, werden die Lösungsvorschläge des IUCN und die damit im Zusammenhang stehenden Projekte vorgestellt. Zu jedem Thema gibt es Links zu weiterführenden Seiten, Filmen, Bilddatenbanken und Literaturempfehlungen. Die jährlich herausgegebene Rote Liste der weltweit gefährdeten Arten ist dort genauso zu finden, wie die mit Hilfe der World Commission on Protected Areas als Schutzgebiete klassifizierte Gebieten, die hier als „Geschützes Gebiet der Woche“ mit zahlreichen Bildern vorgestellt und genau beschrieben werden. Seit kurzen wird täglich eine Art aus der Roten Liste als „Art der Tages“ genau beschrieben.

 

    Encyclopedia of Life (EOL)
    www.eol.org/
    Ziel der Encyclopedia of Life ist es, sämtliche (!) Lebewesen zu erfassen und die Informationen darüber für jedermann zugänglich ins Internet zu stellen.

 
    Census of Marine Life
    http://www.coml.org
    Das Census of Marine Life ist ein Wissenschaftliches Projekt von Meeresbiologen aus über 80 Ländern (vgl. S. 381).
Ziel der auf zunächst 10 Jahre angelegten Initiative ist die Erfassung und Beschreibung aller in den Weltmeeren vorkommenden Lebewesen. Die Kenntnis über Anzahl, Vielfalt und Verteilung der Biomasse in den Meeren ist Voraussetzung für deren Schutz und den sinnvollen, nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Ozeane.
Die inhaltsreiche, komplex strukturierte Seite enthält reichlich Bildmaterial, Filme und Karten und stellt ausführlich den Verlauf und die Ergebnisse der einzelnen Forschungsprojekte vor. Zu jedem Projekt gibt es ein Link zu einer eigenen Seite.
 
    Lehrangebote zur Artenkenntnis
    http://www.artenspezialisten.ch
    Nur was wir kennen, können wir auch schützen! Unter diesem Schlagwort präsentiert sich eine neue Plattform, welche als zentrale Anlaufstelle für die Aus- und Weiterbildung zu Artenkennern und -spezialisten dienen soll.
Laut Expertenbericht der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften besteht an den Schweizer Universitäten ein Mangel an Bildungsangeboten im Bereich der Systematik und Taxonomie und damit auch ein akuter Mangel an Spezialisten auf diesem Gebiet.
Mit der Einrichtung des Internetportals soll dem entgegengewirkt werden. Sämtliche bestehende Bildungsangebote werden hier zentral erfasst und bestehende Lücken wenn möglich durch neu geschaffene Kurse ergänzt. Unter den Anbietern sind Universitäten, Museen und Naturschutzorganisationen. Die Bildungsangebote können nach Themenschwerpunkt und Bildungsart, von Praktika über Grundkurse, bis zur Spezialisierung individuell selektiert werden.                                                                                          
 
     
    Offizielle Internationale Seiten der UN
    http://www.cbd.int/2010
   

Diese Seite gibt einen Überblick über die weltweiten Aktivitäten und stellt die Zielsetzungen und Motivation für das Jahr der Biodiversität vor. Ausdrücklich lädt die Seite zum aktiven Mitwirken ein und bietet die Möglichkeit, Projekte vorzustellen und sich über das Thema inhaltlich auszutauschen.
 

    Aktivitäten in Deutschland
    http://www.bmu.de
   

Auf der Seite des Bundesumweltministeriums gibt es eigens Hinweis auf das Jahr der Biodiversität. Hinzuweisen ist auf den Veranstaltungskalender mit interaktiver Karte und die als pdf herunterzuladende Dokumentation „Die Lage der biologischen Vielfalt. 3. Globaler Ausblick (englische und gekürzte deutsche Version).

              

    Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland
    http://www.biodiversity.de
   

Das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland bietet Informationen zum Begriff Biodiversität, über die Biodiversität in Deutschland und auf internationaler Ebene und dokumentiert, wie das Thema in den Medien reflektiert wird. Das Netzwerk möchte als Schnittstelle zwischen Forschung und Politik dienen und damit zur Umsetzung der internationalen Übereinkünfte beitragen. Entsprechend seines Netzwerkcharakters richtet es sich sowohl an Wissenschaftler als auch an alle, die privat oder beruflich mit dem Thema befasst sind. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Maßgeblich beteiligt sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Leipzig, das Museum für Naturkunde Berlin, die Universität Potsdam sowie die Mitglieder von DIVERSITAS-Deutschland, eines 2009 in Berlin gegründeten Vereins (www.divesitas–deutschland.de), an dem führende Ökologen und Verhaltensbio-
logen mitwirken. Das sehr hilfreiche Lexikon von Fachbegriffen und Akronymen stammt von dem in Regensburg ansässigen Institut für Biodiversitätsforschung e.V.

 

    Virtuelle Fachbibliothek
    http://www.vifabio.de/iyb2010/TopTen+1.html
   

Eine exzellente Zusammenstellung der 10 wichtigsten Internetquellen zum Thema Biodiversität findet man in der virtuellen Fachbibliothek Biologie (vifabio). Neben den offiziellen Kampagnen-Seiten und den aktuellen Veranstaltungshinweisen findet man auch die wichtigsten Portale für online zugängliche Biodiversitätsdaten, wie z.B. die Enzyklopädie des Lebens. Ein weiterer Link-Tipp zum Thema Biodiversität wird bei jedem Aufruf der Seite aus dem umfangreichen Themenpool neu generiert.
                                                                                                                                                                                               bae
 

     
   
     
    Zum hundertsten Todestag von Robert Koch stellen wir einige Seiten vor, die sein gesamtes Leben beleuchten, Originalarbeiten zugänglich machen, aber auch Einzelaspekte seines Wirkens berühren.
     
    Leben und Würdigung
   

Die Internetseiten der Nobelstiftung in Stockholm geben hervorragend recherchierte Informationen über die Nobelpreisträger. Unter dem Stichwort Robert Koch findet sich eine Biographie sowie seine Preisrede (auf Englisch), die er 1905 bei der Verleihung des Nobelpreises hielt. Erwähnenswert sind das Spiel „Tuberculosis Experiments + Discoveries“ und die Würdigung seiner Arbeiten zur Tuberkulose und seinen übrigen Beiträge.

    http://www.nobel.se
     
     
   

Ein Dossier des Internetportals Scinexx (Springer-Verlags/MMCD) von Petra Jöstingermeyer über Robert Koch. Ein gut lesbarer Artikel über das Leben Robert Kochs.

    http://www.g-o.de/dossier-243-1.html
     
    Robert Kochs Gesammelte Werke
    Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht auf das Königlich Preußische Institut für Infektionsmedizin zurück, das 1891 eigens für Robert Koch eingerichtet worden war. Die angegebene Seite führt direkt zu seinen „Gesammelten Werken“, die als PDF-Dateien abgerufen werden können. Insgesamt sind 706 Seiten in vielen, einzeln herunter zu ladenden Kapiteln erfasst. Zeitgeschichtlich aufschlussreich ist die Gedenkrede seines Nachfolgers und Lieblingsschülers Georg Gaffky, die aus Anlass von Robert Kochs 67. Geburtstag am 11. Dezember 1905 gehalten wurde, und in der ausführlich auf die Entdeckung der Tuberkulosebakterien und auf Tuberkulin eingegangen wird (vgl. Retrospektive). Von generellem Interesse ist auch Kochs Vortrag „Über die bakteriologische Forschung“, den er 1890 auf dem Internationalen Medizinischen Kongress in Berlin gehalten hat.
    http://edoc.rki.de/browsing/rki_rk/
     
    Historisch-kritische Beurteilung
    In dem Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften „sehepunkte“ wird das Buch Krankheit im Labor von Christoph Gradmann (Universität Heidelberg) vorgestellt, das Kochs Scheitern und seine Erfolge (im Falle des Tuberkulin) ausführlich analysiert. Das 2007 im Wallstein-Verlag (Göttingen) erschienene Buch ist auch im Internet (googlebooks) einsehbar.                                    
    http://www.sehepunkte.de/2007/06/11770.html
   

                                                                                                                                                                                            Wüha

   

 

     
   
     
    Wege der Energiebereitstellung
     
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
   

Das Zentrum arbeitet an den Themen Verbrennungs- und Gasturbinentechnik (Zuverlässigkeit, Effizienz), Energieverfahrenstechnik (Wandlungstechniken wie Brennstoffzellen und Elektrokatalysatoren, Speichertechnologien und Verfahren zur Brennstoffaufbereitung und Wasserstofferzeugung), Solarforschung sowie Systemanalyse (Szenarien einer zukünftigen Energieversorgung; Markteinführung neuer Energie- und Antriebstechnologien).

    http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-616/
     
    Ruhruniversität Bochum
   

Projekt Aufwindkraftwerk (SCCN – Solar Chimney Competence Network) Wie riesige Schornsteine sollen Aufwindkraftwerke einmal – etwa in Wüstenregionen – in den Himmel ragen und uns mit elektrischer Energie versorgen. Verschiedene Gruppen von Ingenieuren arbeiten daran, diese Idee zu realisieren.

    http://www.ruhr-uni-bochum.de/asib/forschung/solarchimney/downloads.html
     
    Osmosekraftwerk in Tofte/Norwegen 
    Ein Osmosekraftwerk (Salzgradientenkraftwerk) ist ein Kraftwerk, das den Unterschied im Salzgehalt zwischen Süßwasser und Meerwasser nutzt, um daraus Energie zu gewinnen und Strom zu erzeugen. Als weltweit erster Prototyp eines Osmosekraftwerks wurde am 24. November 2009 im norwegischen Tofte am Oslofjord ein Kleinstkraftwerk in Betrieb genommen.
    http://www.statkraft.de
   

 

    Zukunft der Gezeitenkraftwerke
   

Das Gezeitenkraftwerk als Energielieferant der Zukunft - realistische Vision oder doch eher eine utopische Vorstellung? Rund zwei Drittel der Erde sind von Meeren bedeckt, was eine regenerative Energiequelle mit außergewöhnlichem Potential darstellt. Es wird vermutet, dass die Menschheit nur rund ein Hundertstel der Energie verbraucht, die in den Meereswellen gespeichert ist. Die Bedeutung von erneuerbarer Energie aus Wasserkraft ist heute größer denn je und der Grund dafür sind hauptsächlich die globale Klimaänderung und die Kohlendioxid-Emissionen, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe auftreten. Wellenbewegungen von Wasser, Gezeitenströmungen, Sturmfluten und Flutwellen - all dies spiegelt die immense Energie von bewegtem Wasser wider. Die Wasserkraft wird schon seit langem für den Menschen nutzbar gemacht. Um 1200 v. Chr. wurden die ersten Wasserschöpfräder in Mesopotamien betrieben. Die heutigen Wasserkraftwerke sind vorwiegend Elektrizitätswerke, die die mechanische Energie von Wasser in elektrischen Strom umwandeln. Sie produzieren weltweit etwa ein Fünftel des gesamten Stroms.

    http://www.gezeitenkraftwerke.com/
     
    Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien
   

EUROSOLAR ist die 1988 gegründete gemeinnützige Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, unabhängig von Parteien, Institutionen, Unternehmen und Interessengruppen. Sie vertritt das Ziel, atomare und fossile Energie vollständig durch erneuerbare Energie zu ersetzen, und sieht in einer solaren Energieversorgung die zentrale Voraussetzung für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine dauerhafte Wirtschaftsweise. Sie versammelt daher Fachkompetenz aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur für die Einführung solarer Energien und bietet eine Möglichkeit für jeden Einzelnen, durch persönliche Mitgliedschaft am Entstehen einer soziokulturellen Bewegung für die Sonnenenergie mitzuwirken.

    http://www.eurosolar.de/
     
    DESERTEC
    Das DESERTEC Konzept beschreibt die Perspektiven einer nachhaltigen Stromversorgung für Europa (EU), den Nahen Osten (Middle East, ME) und Nordafrika (NA) bis zum Jahr 2050. Es zeigt, dass der Übergang zu einer wettbewerbsfähigen, sicheren und kompatiblen Versorgung durch die Nutzung regenerativer Energiequellen und aufgrund von Effizienzgewinnen möglich ist. Dabei spielen fossile Brennstoffe als Notfallreserve weiterhin eine Rolle. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der EU und Ländern der MENA-Region bei der Markteinführung erneuerbarer Energien und der Verbindung von Stromnetzen mit HGÜ-Leitungen sind Schlüsselfaktoren für das wirtschaftliche Überleben der ganzen Region. In jedem Fall werden die Maßnahmen frühestens nach zwei Dekaden ihre Wirkung entfalten. Deshalb müssen angemessene politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sofort geschaffen werden. Auch in der Bereitstellung von Trinkwasser durch Seewasserentsalzung spielt nachhaltige Energie eine zentrale Rolle                                                                                                                                                                                       HDI
    http://www.desertec.org/de/
     
     
   
     
    Energie
     
   

„Energie“ gehört zu den großen Themen unserer Zeit, dem sich auch das Wissenschaftsjahr 2010 unter dem Motto „Die Zukunft der Energie“ widmet (http://www.zukunft-der-energie.de). Wir geben ergänzende Hinweise auf Internetseiten von verschiedenen Forschungseinrichtungen, Verbänden und Firmen der Energiewirtschaft.

     
    Forschungszentrum Jülich
   

Die Internetseite des Instituts für Energieforschung (IEF) gibt Auskunft über Projekte zu Brennstoffzellen, Plasmaphysik, Photovoltaik, Reaktortechnik und Kernfusion sowie zu Fragen der technologischen Entwicklung.

    http://www.fz-juelich.de/portal/forschung/energie_umwelt
     
    Solarturmkraftwerk Jülich
   

Seite zum Solarthermischen Demonstrations- und Versuchskraftwerk Jülich (STJ) – dem führenden Kompetenzzentrum zur Erforschung einer zukunftsweisenden Energietechnik.

    http://www.solarturm-juelich.de/de
     
    Bundesverband Geothermie e.V.
   

Geothermie ist die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie. Man nennt sie daher auch Erdwärme. Die Webseite gibt Auskunft über Verfahren sowie die Möglichkeiten zur Gewinnung von Erdwärme in Deutschland. Mit den heute bekannten Ressourcen der hydrothermalen Geothermie könnten etwa 29% des deutschen Wärmebedarfs, mit denen der oberflächennahen Geothermie noch einmal etwa 28% gedeckt werden.

    http://www.geothermie.de/
   

 

    Forschungszentrum Karlsruhe mit Schwerpunkt Energie
   

Der Forschungsbereich Energie dient – als Teil der deutschen Energiepolitik – der strategischen Vorsorge gegen langfristig mögliche Defizite bei der Versorgung mit Primärenergie und Energie-
dienstleistungen in Deutschland und Europa und ist in fünf Programme untergliedert: erneuerbare Energien (Biomasse als chemischer Energieträger in Form gasförmiger oder flüssiger Kraftstoffe sowie chemischer Grundstoffe), Kernfusion (im Rahmen des europäischen Fusionsprogramms), rationelle Energieumwandlung und -nutzung (Einsatz von Supraleitung, energieeffiziente Brennstoffumwandlung, Prozessintensivierung), Erforschung ökologischer, ökonomischer, politischer, ethischer und sozialer Aspekte neuer Technologien zur Unterstützung von Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Chancen und Risiken von Schlüsseltechnologien.

    http://www.fzk.de
     
    Fraunhofer Gesellschaft
   

Brennstoffzellen und erneuerbare Energien aus Sonne und Wind, kombiniert mit intelligentem Energiemanagement, sind der Schlüssel zur Sicherung unseres Energiebedarfs. Die Fraunhofer-Forschung mit ihrer Vielfalt an Kompetenzen ist besonders geeignet, die technologischen Voraussetzungen zum Energiesparen und Erschließen neuer Energiequellen zu schaffen. Die Seite bietet Projektbeispiele (z.B. Elektroauto), Informationen zur Fraunhofer-Allianz Energie sowie die Fraunhofer Zukunftsthemen.

    http://www.fraunhofer.de/forschungsthemen/energie/
     
    Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
    Projekt Solarenergieforschung
Damit die Photovoltaik in naher Zukunft zur großtechnischen Erzeugung von Elektrizität, aber auch zur Brennstofferzeugung beitragen kann (zum Beispiel mit Wasserstoff), sind neue Technologien notwendig. Zum Beispiel ist eine einfache Prozesssteuerung gefragt mit dem Ziel, kostengünstiger zu produzieren. Dabei muss zugleich der Material- und Energieverbrauch gesenkt werden. Mit seiner Grundlagenforschung will das HZB dazu beitragen, dass weiterhin neue Erkenntnisse gewonnen werden - etwa über neue Materialien oder über Prozesse im Inneren, die zum Transport der Ladungsträger in einer Solarzelle beitragen. Die Grundlagenforschung ist die Basis, auf der innovative Technologien entstehen. Am HZB wird die Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von vorindustriellen Prototypen geführt.                                       HDI
    http://www.helmholtz-berlin.de/forschung/index_de.html
     
   
     
     
    Neobionten
     
    EU-Projekt Daisie:
   

Auf der englischsprachigen Seite des Projekts Delivering Alien Invasive Species Inventory Europe (Daisie) – gibt es eine umfangreiche Datenbank zu Neophyten und Neozoen in Europa. Über eine Eingabemaske kann man nach Arten suchen, allerdings muss hierzu der botanische bzw. zoologische Name bekannt sein. Unter der Rubrik „search regions“ öffnet sich eine Karte; durch Anklicken einer Region gelangt man zu einem Menü, über das man in mehreren Schritten Informationen zu einzelnen Arten aufrufen kann. In der Rubrik „100 of the worst“ werden 100 der aggressivsten Arten detailliert beschrieben; über den Link „download factsheet“ kann man die Angaben als pdf-Datei herunterladen. Die Rubrik „european summary“ enthält interessante statistische Angaben zu verschiedenen Aspekten der Neobiontenproblematik.

    http://www.europe-aliens.org/
     
    Bundesamt für Naturschutz:
   

In Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und Berlin als „Hüterin der Einheiten“ für die nationale Umsetzung des SI-Systems zuständig. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die gesetzlichen Einheiten darzustellen sowie Einheitenverkörperungen und Normale für Deutschland an die internationalen Prototypen anzuschließen und aufzubewahren. Unter (http://www.ptb.de/de/wegweiser/einheiten/index.html) kann man sich eine Tour rund um die SI-Basiseinheiten zusammenstellen. Lohnenswert sind u.a. die Seiten zum Avogadro-Projekt. Unter (http://www.ptb.de/de/publikationen/download/pdf/einheiten.pdf) kann man sich ein Faltblatt mit den gesetzlichen Einheiten in Deutschland herunterladen.

    http://www.floraweb.de/neoflora/
     
    Aqua et Terra Umweltplanung:
   

Diese von einem Planungsbüro (AeTumweltplanung, Dr. Stefan Nehring) gestaltete Seite widmet sich den aquatischen Organismen. Sie enthält eine ausführliche Beschreibung der Mechanismen, die der Verbreitung von Neozoen in deutschen Gewässern zugrunde liegen; am Schluss befindet sich eine umfangreiche Linkliste mit Veröffentlichungen zum Thema.

    http://www.neozoa.de/
     
    Netzwerk NOBANIS:
   

IDie Internetseite der North European and Baltic Network on Invasive Alien Species (NOBANIS) liefert Information über fremde und invasive Arten in Nord- und Zentraleuropa. Im Einzelnen enthält sie eine nach Ländern geordnete Datenbank mit Datenblättern zu einzelnen Arten, Informationen zu nationalen und internationalen Richtlinien und Vorgaben sowie ein Literaturverzeichnis. Unter der Rubrik „regional species DB‘s“ sind – nach Ländern geordnet – weiterführende Links zu nationalen Internetseiten/Datenbanken aufgelistet.

    http://www.nobanis.org/default.asp
   

 

    Invasive species specialist group:
    Über diesen Link gelangt man auf eine englischsprachige Internetseite der Invasive species specialist group mit allgemeinen Informationen zu Definition, Strategien, Einflüssen und Bekämpfungsmaßnahmen invasiver Arten. Die Rubrik „Publications“ enthält eine umfangreiche Datenbank mit Publikationen der ISSG und anderer Organisationen, die man teilweise als pdf-Datei herunterladen kann. Über einen Link rechts auf der Seite lässt sich eine „Diashow“ der 100 aggressivsten Arten aufrufen, beim Anklicken einzelner Dias öffnet sich eine sehr ausführliche Beschreibung mit umfassendem Bildmaterial.
    http://www.issg.org/about_is.htm
     
    Linksammlung der TU Berlin:
    Auf dieser Seite sind, geographisch nach Ländern bzw. Regionen der Welt geordnet, Links aufgelistet, über die man Zugriff auf Internetseiten mit verschiedenen Informationen zum Thema Neobioten bekommt.               Wüha
    http://www.oekosys.tu-berlin.de/menue/neobiota/invasion_links/
     
   
     
    Jubiläen von Institutionen der Wissenschaft
     
    350 Jahre The Royal Society
Die 1660 gegründete Royal Society ist nach der Leopoldina die älteste kontinuierlich bestehende wissenschaftliche Akademie. Ihrer am 28. November 1760 erfolgten Gründung gingen Versammlungen des „Invisible college“ voraus, auf denen ab Mitte der 1740er Jahre die Ideen Francis Bacons diskutiert wurden. Eines der Gründungsmitglieder war der Astronom und Architekt (St. Paul‘s Cathedral in London) Sir Christopher Wren. Das Jubiläumsjahr wird durch eine Reihe von Festveranstaltungen begleitet. Hierüber, aber auch über Geschichte, Aufgaben und Struktur informiert die offizielle Webseite:
    http://royalsociety.org
     
    300 Jahre Charité
Als Pesthaus 1710 vor den Toren Berlins gegründet, aber zunächst als Armen- und Arbeitshaus genutzt, wurde die Einrichtung bald zu einer Ausbildungsstätte für Militärärzte. Bürgerhospital wurde sie erst 1727 unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I, auf den auch der Name Charité (Barmherzigkeit) zurückgeht. Im Zuge der Universitätsgründung wurde die Charité zu einem Universitätsklinikum. Erster medizinischer Dekan war Friedrich Wilhelm Hufeland, der Leibarzt Goethes. Mit der Charité verbinden sich international bekannte Namen wie Rudolf Virchow, Hermann von Helmholtz, Emil Adolph v. Behring, Paul Ehrlich, Robert Koch, Ferdinand Sauerbruch und Werner Forßmann. Das Jubiläumsjahr wird mit Kongressen, Ausstellungen, Schul-, Kunst- und Wirtschaftsprojekten begangen. Das eigene Geschichtsmuseum widmet sich in aktuellen Ausstellungen auch sozial- und wissenschaftspolitischen Fragen
    http://charite300.charite.de  und http://www.bmm.charite.de
     
    250 Jahre Kew Gardens
Der südwestlich von London zwischen Richmond upon Themse und Kew gelegene Garten gehört seit 2003 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zunächst als exotischer Lustgarten angelegt, wurde die Anlage zu einem botanischen Garten umgestaltet, insbesondere auf Initiative der Prinzessin Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg. Mit der Erhebung zum nationalen botanischen Garten (1840) kam ein Herbarium und eine Bibliothek hinzu. Der Park ist gleichermaßen durch seine Gewächshausbauten wie durch seine Anpflanzungen attraktiv. Die Internetseite
    http://www.kew.org
    gibt Hinweise für Besucher, präsentiert ausgewählte Pflanzen und Pilze und berichtet über die Forschung. Allein im letzten Jahr wurden über 250 Arten von Wissenschaftlern des Kew Garden beschrieben, darunter ein großer Tropenbaum aus Afrika (Berlinia korupensis) und ein Brachsenkraut aus Südafrika (Isoetes eludens). Zur Einrichtung gehört auch die Gartenanlage Wakehurst in Ardingly, zwischen London und Brighton gelegen.
     
    200 Jahre Berliner Universität
Als Friedrich-Wilhelms-Universität wurde 1810 Berlins erste Universität gegründet, die durch ihre enge Verbindung von Forschung und Lehre über die Grenzen Deutschlands hinaus beispielgebend wurde. Ihr Name ist verbunden mit dem damaligen preußischen Minister Wilhelm von Humboldt. Ihm und seinem Bruder Alexander zu Ehren heißt sie seit 1946 Humboldt-Universität. Die offizielle Internetseite enthält Informationen zum Jubiläumsjahr. Lesenswert ist auch das 2003 verfasste Leitbild dieser „Universität im Zentrum Europas“, die sich zur „Forschung als Lebensnerv der Universität“ bekennt.
 
    http://www.hu200.de/
     
     
   
     
    Lernen und Kommunizieren im Internet
     
    http://www.nature.com/scitable
    Mit dem Portal Scitable bietet die das Publikationshaus des Wissenschaftsjournals Nature gemäß dem Motto For Students – For Faculty – For Science ein überaus attraktives Angebot für alle, die sich eingehend mit Naturwissenschaften beschäftigen – seien es Lehrer, Studenten oder aktive Wissenschaftler. Das Portal bietet Informationen und didaktisch aufbereitete Übersichtsbeiträge, zugleich ermöglicht es, mit Wissenschaftlern, Schülern und Studenten zu kommunizieren und eigene Beiträge zur Diskussion zu stellen.
Bislang liegt der Schwerpunkt auf genetischen Themen. Die Homepage gibt eine Übersicht des Angebots und lädt ein, sofort die Themen zu überfliegen. Etwas gezielter erschließt sich das Angebot aber über die obere Menüleiste. Dort gibt es unter TOPICS unter der Rubrik Feature content mit Essentials of Genetics eine Einführung. Hier werden Schlüsselkonzepte vorgestellt von der DNA-Struktur bis zur Populationsgenetik. Die Kapitel haben Lehrbuchcharakter und eigenen sich zum Selbststudium. Lehrer können sich sogar mit diesen Lerneinheiten einen virtuellen Klassenraum einrichten.
Im Topic Room werden zehn Themenfelder aus dem Bereich der Genetik gebündelt. Unter Schlagwörtern wie Nucleic Acid – Structure and Function,  Evolutionary Genetics, Genomics, Genetics and Society und Gene Expression and Regulation findet man einen einleitenden Beitrag, und zum Teil Dutzende von spezielleren Artikeln mit eigenen Referenzen und Verlinkungen. So gelangt man über Chromosomes and Cytogentics -> Chromosome Structure -> Telomeres of the Human Chromosoms auch zu einem Übersichtsartikel der drei diesjährigen Medizin-Nobelpreisträger über Telomere und Telomerase.
Unter Spotlight werden aktuelle Themen von gesellschaftlicher Relevanz aufgegriffen wie GMOs, Stammzellen, Schweinegrippevirus H1N1 mit weiterführenden Verlinkungen.
Unter Blogs findet sich eine breite Themen- und Darstellungsvielfalt: Student Voices mit Arbeiten von Studenten, Creature Casts – derzeit vom Dunn Lab der Brown University gestaltet – stellt u.a. Kuriosa aus dem Organismenreich vor (z.B. Mitochondrien als Augenlinsen bei Strudelwürmern), NatureEdCast lässt Wissenschaftler und Kommunikatoren der Wissenschaft zu Wort kommen, und Simply Science bietet allmonatlich ein Kurzinterview mit Forschern.
Die Menüpunkte PEOPLE und GROUPS werden diejenigen aufsuchen, die sich über bestimmte Themen austauschen wollen. Wer Grundlagen der Genetik erwerben, sein Wissen testen oder sich für Prüfungen vorbereiten möchte, wähle den Menüpunkt LEARNING PATH. Nicht nur dort, sondern durchweg in diesem Wissensportal werden die Möglichkeiten des elektronischen Mediums genutzt, vielschichtige didaktische Angebote zu machen. Klickt man beispielsweise mRNA auf dem Bildschirm an, so gibt es eine knappe Definition, die man sich bei Bedarf bis zur elementaren Ebene erschließen kann.
Zur vollständigen Nutzung der Angebote muss man sich anmelden, die Registrierung ist frei. Es lohnt sich, diese Seite immer wieder aufzusuchen, die sicherlich auch noch thematisch erweitert werden wird.                                                                                        Rd

 

   
     
    Einheiten und Konstanten
    Das 1960 eingeführte metrische Internationale Einheitensystem, abgekürzt SI (Système international d’unités), basiert auf dem internationalen Größensystem (ISQ). In diesem System werden Einheiten zu ausgewählten physikalischen Größen festgelegt. Derzeit beruht das System auf sieben durch Konvention festgelegten Basiseinheiten: Meter, Kilogramm, Sekunde, Ampere, Kelvin, Mol und Candela.
 
    http://www.bipm.org
   

Das internationale Büro für Maß und Gewicht mit Sitz in Paris gibt in periodischen Abständen die Broschüre „The International System of Units“, im Deutschen als „die SI-Broschüre“ bezeichnet, heraus: (http://www.bipm.org/en/si/si_brochure/general.html). Die Broschüre kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden.
 

    http://www.ptb.de
   

In Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und Berlin als „Hüterin der Einheiten“ für die nationale Umsetzung des SI-Systems zuständig. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die gesetzlichen Einheiten darzustellen sowie Einheitenverkörperungen und Normale für Deutschland an die internationalen Prototypen anzuschließen und aufzubewahren. Unter (http://www.ptb.de/de/wegweiser/einheiten/index.html) kann man sich eine Tour rund um die SI-Basiseinheiten zusammenstellen. Lohnenswert sind u.a. die Seiten zum Avogadro-Projekt. Unter (http://www.ptb.de/de/publikationen/download/pdf/einheiten.pdf) kann man sich ein Faltblatt mit den gesetzlichen Einheiten in Deutschland herunterladen.
 

    http://www.metas.ch
   

In der Schweiz regelt das Bundesamt für Metrologie (METAS) die nationale Umsetzung. Die Seite bietet unter http://www.metas.ch/metasweb/Themen Informatives rund um die sieben Basiseinheiten, Größen, Einheiten und die Entwicklung des Internationalen Einheitensystems. Eine Suchfunktion unterstützt den Leser; zahlreiche Publikationen sind erhältlich.
 

    http://www.bev.gv.at
http://www.metrologie.at/index.html/
   

In Österreich ist das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) als nationales Metrologieinstitut für die verbindlichen Nationalen Etalons (Messnormale) zur Darstellung der gesetzlichen Maßeinheiten verantwortlich und stellt deren internationale Gleichwertigkeit sicher. Im Rahmen des physikalisch-technischen Prüfdienstes (PTP) werden die Maßeinheiten durch Kalibrierung und Prüfung von Messgeräten unter Anschluss an die nationalen Normale weitergegeben.
Seminare und Fortbildungsveranstaltungen des PTP auf dem Gebiet der Metrologie ermöglichen, dass Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft vom Spezialwissen der Experten des BEV profitieren.
 

    http://physics.nist.gov
   

In den USA ist das National Institute of Standards and Technology (NIST) zuständig. Auf der Seite findet man nicht nur detaillierte Informationen über die Einheiten, sondern auch die CODATA-Datei mit den international empfohlenen Werten für die fundamentalen physikalischen Konstanten von 2006 sowie die Richtlinien über den Umgang mit Messunsicherheiten bei der Darstellung der Einheiten, die so genannte ISO 1995.
 

    http://www.pro-physik.de/Phy/pdfs/ger_Complete_de.pdf
   

Die Seite von Wiley-Interscience enthält eine Zusammenstellung physikalischer Konstanten als PDF-Datei.
 

    http://www.tabelle.info/
   

Die Seite der HUG Industrietechnik und Arbeitssicherheit GmbH enthält nicht nur naturwissenschaftliche Tabellen, sondern auch solche zu allen erdenklichen Problemen der Ingenieurs- und Materialwissenschaften im industriellen Alltag. Als Beispiele seien genannt: Arbeitsschutz, Geographie, chemische Elemente, Farben, Einheiten, Widerstand-Kennzeichnung, Technik und Umrechnungen.

     
   
     
    Alexander von Humboldt
    Alexander von Humboldt war nach heutigem Sprachgebrauch ein „Netzwerker“ – in zweierlei Hinsicht: Er stand nicht nur mit einer großen Zahl von Menschen im wissenschaftlichen und persönlichen Austausch, sondern es lag auch in seiner Natur, Verknüpfungen zwischen den verschiedensten Wissensgebieten herzustellen. Die heutigen Möglichkeiten des Internet erlauben es, einen in dieser Weise adäquaten Einblick in dieses reiche Gelehrtenleben zu nehmen.
 
    http://www.humboldt-im-netz.de
   

Humboldt im Netz ist ein Projekt des Instituts für Romanistik (Prof. Ottfried Ette) der Universität Potsdam (http://www.uni-potsdam.de) und stellt seit nunmehr 10 Jahren Informationen und Materialien zu Leben und Werk A. v. Humboldts ins Internet. Ein Kalender informiert über weltweite Aktivitäten (Ausstellungen, Tagungen) zur Person A. von Humboldts. Die Seite bietet Zugang zu Karten- und Bildmaterial und informiert über Institutionen, die sich mit Humboldt beschäftigen. Von besonderem Wert ist die Bibliographie: Sie erschließt eine umfangreiche Sammlung von Humboldt-Materialien in den Bereichen Print – Online – Faksimile – Film – Audio. Im Printbereich werden Primär- und Sekundärquellen vorgestellt, Online-Quellen ermöglichen die Recherche in Texten und Materialien, im Bereich Faksimile kann man in eingescannten Werken und einigen Briefen Humboldts blättern. Humboldt im Netz wird seit Juni von der Humboldt-Informations-Plattform (www.avhumboldt.de) fortgeführt bzw. ergänzt, die eine umfassende Recherche ermöglicht und ausdrücklich zur  Mitwirkung einlädt.
 

    http://www.bbaw.de
   

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften unterhält eine Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle (unter: –> Forschung –> AvH). Eine ihrer Aufgaben ist, den handschriftlichen Nachlass Alexander von Humboldts zu erschließen und seine unselbständig erschienenen Schriften vollständig zu edieren. Grundlage sind umfangreiche Sammlungen von Briefen von und an Humboldt sowie seine Reisetagebücher, die ständig ergänzt und aufbereitet werden. Die Internetseite stellt die Aufgaben und Sammlungen vor. Ähnlich wie im Falle von Darwin ist man über Humboldts Aktivitäten eingehend informiert, wie die knapp sachliche „Humboldt-Chronologie“ belegt. Eindrucksvoll ist das unter „AvH –> Aus der Orinoco-Reise“ zu findende Kapitel Alles ist Wechselwirkung. Hier wird beispielhaft ein Abschnitt von der Reise am Orinoco vorgestellt. Der Text ist transkribiert bzw. übersetzt (französisch, deutsch, englisch), wobei sämtliche Vorteile des digitalen Mediums ausgeschöpft werden: Durch Anklicken von Zitaten gelangt man gleich auf die Seite des betreffenden Werkes; zugleich kann man Humboldts Tagebucheinträge studieren, die seiner literarischen Schilderung zugrunde lagen. Auch diese Seite gibt eindrucksvoll eine Vorstellung von Humboldts internationaler Bedeutung. Einbezogen sind Institutionen weltweit, die sich mit A. v. Humboldt beschäftigen und in seinem Geiste wirken.
 

    http://www.uni-potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/faak-hin2.htm
   

Das Haus der Kulturen der Welt (hkw) in Berlin hatte 1999 eine große Humboldt-Ausstellung präsentiert, aus der das gleichnamige Portal Alexander von Humboldt - Netzwerk des Wissens hervorgegangen ist. Die Seite informiert über die Lebensstationen, Zeitgenossen, Wirkung und Nachwirkung A. v. Humboldts. Sehenswert sind die Seiten zur Reise in die Neue Welt und nach Russland.
 

    http://www.humboldt-portal.de
   

Der Frankfurter Eichborn-Verlag hat mit der von Hans-Magnus Enzensberger herausgegebenen „Anderen Bibliothek“ wesentlich zur derzeitigen „Humboldt-Renaissance“ beigetragen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass im Humboldt-Portal auch die im Verlag edierten Werke von und über Alexander von Humboldt vorgestellt werden. Geboten wird aber weit mehr: Eine ausführliche Übersicht der Lebensstationen, der Freunde und Wegbereiter sowie der vielen „Schüler“ Humboldts, die er durch Vorbild, Fürsprache und – wenn nötig – auch finanzielle Zuwendungen gefördert hat. Zu ihnen gehören Carl Friedrich Gauss, Werner von Siemens, Jacques M. Daguerre, Justus Liebig, Charles Lyell, aber auch Musiker wie Giacomo Meyerbeer und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Besonders lesenswert sind auch die essayistischen Texte und Thesen zum Wirken A. v. Humboldts.

     
   
     
    Forschungsexpedition Deutschland
     
    http://forschungsexpedition.de
   

Dies ist die erste Adresse für dieses Wissenschaftsjahr, denn hier kann man sich rasch über lokale Veranstaltungen informieren. Unsere heutige Welt ist vom Internet geprägt, und so ist es nur folgerichtig, dass ein Teil des Wissenschaftsjahres im Internet stattfindet: Ein jeder ist aufgefordert, Fragen an Wissenschaftler zu stellen und sich kommentierend zu beteiligen. Forschungsfragen aus 12 Jahrzehnten (im 60. Gründungsjahr) machen besonders neugierig – und man wird durch viele Einsichten belohnt! Besonders attraktiv sind auch die Wettbewerbe „Schule trifft Wissenschaft“, „Alltagstauglich“ und „Geistesblitze“, die sich an Schüler, Studenten bzw. speziell Kinder und Jugendliche wenden.
 

    http://www.bmbf.de
   

Die Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung führt unter „Wissenschaftsjahr 2009“ zum Thema und stellt die Idee des diesjährigen Wissenschaftsjahres in den Vordergrund. Hier gelangt man zum Ausstellungszug Expedition Forschung (s.u.) und zu dem „Zukunftsschiff“, die derzeit verschiedene Stationen in Deutschland ansteuern. Die Seite legt auch Zeugnis von der nun 10jährigenTradition der Wissenschaftsjahre ab: Sämtliche vorangegangenen Themenjahre sind dokumentiert und ermöglichen eine kleine Zeitreise.
 

    http://www.expedition-zukunft.org
   

Diese Seite informiert speziell über den Science-Express, der von April bis November 62 deutsche Städte aufsuchen wird (vgl. S. 449). Er gibt Einblicke in die Themenwagen und informiert über die aktuellen Haltepunkte. Interessant für Schulen ist die Möglichkeit, die Nutzung des Mitmachlabors zu buchen. Unter Sciencenews werden aktuelle Meldungen über Forschungen in Deutschland publik gemacht und gesammelt. Themen sind u.a. Grünes Band statt Eiserner Vorhang, Wenn die Straßen holprig werden, und Organische Solarzellen. Im Lokbuch und unter Zugnews finden sich Berichte über die lokale Resonanz des Ausstellungszuges.
 

    http://www.nanotruck.de und
http://www.biotechnikum.eu/
   

Zwei Sattelzüge sind kontinuierliche Begleiter der letzten Wissenschaftsjahre, um aktuelle Forschungsgebiete auch in entlegenen Gebieten vorzustellen. Die Seite informiert über die Reiseziele und Inhalte der Ausstellungswagen.
 

    http://www.wissenschaft-im-dialog.de
    

Wissenschaft im Dialog (WiD) wurde 1999 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit Unterstützung des BMBF und der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Von Anbeginn hat Wissenschaft im Dialog die Wissenschaftsjahre begleitet. Die Seite informiert über Zielsetzung und Aktivitäten und informiert u.a. über das Aussttellungsschiff MS Wissenschaft, das auch in diesem Jahr unterwegs ist.                                                                                                                                                                                            Rd

     
   
     
    Alpen- und Klimaforschung
     
    http://www.jungfrau-klimaguide.ch
   

Die Universität Bern, die in diesem Jahr ihr 175jähriges Bestehen feiert, stellt auf innovative Weise ihre Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet der Klimaforschung unter Beweis. Mit ihrem „Klimaguide“ hat sie eine multimediale Informationsplattform entwickelt, die Wanderer in der Jungfrau-Region (Berner Oberland) vor Ort auf  die Auswirkungen des Klimawandels hinweist. 
Der Klimaguide ist eine multimediale Informationsplattform: Zum Einsatz kommen GPS-gestützte iPhones, auf denen Informationen angeboten und frei abrufbar sind. Wie bei mobilen Geräten, die von Museumsführungen bekannt sind, machen kleine Hörstücke auf Besonderheiten aufmerksam. Man kann sich damit auf den bestehenden Pfaden unter dem Aspekt Klimafolgen und Klimaänderung führen lassen.   Außerdem gibt es Bildmaterial und weitere Texte. Die angegebene Internetseite stellt das Angebot vor, ist aber auch für sich genommen sehens- und studierenswert – vielleicht auch anregend für ähnliche Projekte.
 

    http://www.lead.ethz.ch
   

Die komplexe Geologie der Alpen darzustellen, ist für Lehrer eine besondere Herausforderung. Unter dem Titel Der Ozean im Gebirge – eine geologische Zeitreise durch die Schweiz (Vdf Hochschulverlag Ag. Zürich 2009) haben die Geologen Helmut Weissert und Iwan Stössel von der ETH Zürich ein Geologiebuch vorgelegt, das den alpinen Raum mit hervorragenden Graphiken und Karten erschließt und auch komplexe Vorgänge der Plattentektonik didaktisch präsentiert. Die angegebene Internetseite liefert hierzu zusätzliches Anschauungsmaterial.
 

    http://www.oeschger.unibe.ch
   

Das Oeschgerzentrum (Oeschger Centre for Climate Change Research) der Universität Bern widmet sich der interdisziplinären Forschung aller mit dem Klima zusammenhängender Fragen (Natur- wie Humanwissenschaften). Zugleich bietet das Zentrum einen Masterstudiengang für Klimawissenschaften an. Die Seite informiert über die Forschungsaktivitäten, Publikationen und Konferenzen.
 

    http://www.zamg.ac.at
   

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMAK) in Wien ist der meteorologische und geophysikalische Dienst Österreichs, der auf die 1851 gegründete Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus zurückgeht. Die Zentralanstalt ist heute ein Dienstleistungsbetrieb und unterhält mehrere Abteilungen: Die Synoptikabteilung bietet einen Prognosedienst, die geophysikalische Abteilung untersucht Erdbeben und Erdmagnetismus, die Klimaabteilung erstellt Klimastatistiken und -karten auf Grundlage des österreichischen meteorologischen Messnetzes, die Abteilung für Umweltmeteorologie untersucht die Ausbreitung von Schadstoffen in der Atmosphäre
 

    http://www.austroclim.at
    

In der Klimaforschungsinitiative AustroClim haben sich österreichische Wissenschaftler zusammengeschlossen, um in fächerübergreifender Kooperation wissenschaftlich fundierte Daten über Klima und Klimawandel aufzubereiten. Zielgruppe sind alle Personen und Institutionen, die mit Klimafolgen konfrontiert sind und klimarelevante Entscheidungen zu treffen haben. Mitglied sind Einzelpersonen wie auch Institutionen wie das Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur Wien und das Institut für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.                                                                                                    Rd

     
   
     
    Die Landung auf dem Mond
    Der Mond hat trotz intensiver und anhaltender Forschung nichts von seiner Faszination eingebüßt. Anlässlich der Wiederkehr der Mondlandung vor 40 Jahren geben wir Hinweise auf dieses Ereignis, das damals „weltbewegend“ war.
 
    http://history.nasa.gov/
   

Die Seite der National Aeronautics and Space Administration ist bei diesem Jubiläum die erste Quelle. Sie enthält neben einer exzellenten Bildergalerie Dokumentationen mit den Gesprächen in der Raumkapsel und bei den Missionen auf dem Mond. Zum Jubiläum ist eine eigene Website eingerichtet worden, die auch das alte Pressematerial enthält. Der Blick geht aber nicht nur zurück: Auch zu den aktuellen bemannten und unbemannten Missionen hat man leicht Zugriff.
 

    http://www.retroweb.com/apollo_retrospective.html
   

Dies ist eine private Internetseite eines Amerikaners, der die Apollo-Missionen als Kind miterlebt und aus persönlicher Sicht alle Memorabilia (z.B. auch Zeitungsausschnitte etc.) zusammengetragen hat. Links führen zu offiziellen Seiten.
 

   

Nachdem Menschen mit der Mission Apollo 17 (1972) letztmals den Mond betreten hatten, kamen in den USA Gerüchte auf, die NASA habe die Mondlandungen in Filmstudios inszenieren lassen. Die Fälschungsvorwürfe führten zu einer erbitterten Debatte, die auch im Internet ausgetragen wird.
 

    http://www.sternwarte-recklinghausen.de/mondlandung.html
   

Die Westfälische Volkssternwarte und Sternwarte Recklinghausen greift die Behauptungen der Fälschungsanhänger auf und bietet Filmszenen, anhand derer man sich selbst ein Bild machen kann. Begleitend wird ein Skript mit dem Thema „Mondfall“ zum Herunterladen angeboten. Auf diese Weise wird den Einwänden eine didaktisch-lehrreiche Seite abgewonnen.
 

    http://clavius.org
   

Diese von amerikanischen Amateuren und Profis betriebene Seite widmet sich speziell den Fälschungsvorwürfen. Punkt für Punkt wird auf „verräterische“ Indizien eingegangen, die auf eine Inszenierung im Studio hinweisen sollen. Bei der Lektüre gewinnt man einen guten Überblick über die speziellen (astro)physikalischen und geologischen Bedingungen auf dem Mond und die technischen Voraussetzungen für die Missionen.
 

    http://www.apollo-projekt.de
   

Der Chemiker und Feinmechaniker Matthias Lipinski (Schortens bei Wilhelmshaven) gibt eine gute Übersicht zum Thema Fälschungsvorwürfe.

     
   
     
    Die Grube Messel bei Darmstadt
    Immer wieder macht die Grube Messel bei Darmstadt von sich reden. Jüngst wurde die Weltöffentlichkeit über den Fund von Darwinius masillae informiert, einem bemerkenswert gut erhaltenen frühen Primaten. Auch sonst ist man von Messel geradezu Sensationelles gewohnt: In dem strömungsarmen, am Grunde sauerstoffarmen tropischen See blieben Pflanzen und Tiere ungewöhnlich vollständig erhalten. Allzu leicht lässt das reiche Fossilinventar (u.a. über 50 Vogel- und 45 Säugetierarten) vergessen, wie mühselig die Suche ist: Um ein gutes Skelett zu bergen, müssen 150 Kubikmeter Ölschiefer freigelegt werden. Erste Fossilien wurden 1874 entdeckt. Der hohe Wassergehalt erschwerte aber die Präparation und eine dauerhafte Bewahrung. Entscheidend wurde die von dem Berliner Paläontologen Walter Georg Kühne entwickelte Methode, hinfällige Fossilien mit Epoxidharzen zu tränken: Das von einer Seite freigelegte Fossil wird vorsichtig ausgetrocknet und mit Kunstharz übergossen, der in die organischen Feinstrukturen dringt. Anschließend lässt sich das gehärtete Fossil von der anderen Seite freilegen. Auf die Messeler Funde wurde die Methode erstmals von Amateuren angewandt, die mit ihren auch Fossilpräsentationen mit dazu beigetragen haben, dass die Grube als Fossilfundstätte bewahrt und nicht als Mülldeponie genutzt wurde.
     
    http://www.palaeontologische-gesellschaft.de
   

Die 1912 in Greifswald gegründete Gesellschaft hat das Ziel, den Kontakt unter den Paläontologen und Geowissenschaftlern sowie allen interessierten Laien zu fördern. Auf dieser Seite stellen Norbert Micklich und Gabriele Darmstadt vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt (HLMD) heutige Forschungsprojekte vor, die vor allem nach Sicherung der Grube als Weltnaturerbe-Denkmal der UNESCO (1995) mit noch größerer Sorgfalt durchgeführt werden, als zur „Notgrabungszeit“ (aus der auch der erwähnte Darwinia masillae stammt), bei der es um rasche Fossilbergung ging.

     
    http://hlmd.de
   

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt baut seit 1874 seine Sammlung von Messeler Fossilien aus, die wertvolle Typusexemplare enthält, u.a. vom Messeler Urpferd (Porpalaeotherium hassiacum) dem Ameisenbär (Eurotamandua joresi) und dem Urtapir (Hyrarchys minimus).

     
    http://www.senckenberg.de
   

Neben dem Hessischen Landesmuseum ist vor allem das Frankfurter Forschungsinstitut Senckenberg an den Grabungskampagnen beteiligt. Die Homepage informiert über die Schausammlung, die Stichwortsuche (Messel) führt zu Publikationen.

     
    http://www.grube-messel.de
   

Die Aufnahme der Grube Messel als Weltnaturerbe-Denkmal war Anlass zur Gründung Welterbe Grube Messel gGmbH. Die Seite informiert nicht nur über Entstehung und Funde, sondern gibt Hinweise auf Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten.

     
    www.messelmuseum.de
   

1860 wurden in der Gemeinde Messel Ölschiefervorkommen entdeckt, die zu einer bescheidenen Industrialisierung führten. Als Brennmaterial war die „Messeler Braunkohle“ zwar ungeeignet, doch gewann man aus dem bitumenreichen Material bis 1962 wirtschaftlich interessante Produkte wie Koks (für Elektroden und Farben), Benzin, Diesel und Heizöl, Paraffin (Kerzenherstellung) und Ichthyol für Salben. Die Seite gibt Einblicke in die Industriegeschichte und informiert über das kleine Museum.                                                                                                                                                                                   Rd

     
   
     
    Tierstimmen
    Die Dokumentation von Tierstimmen und ihre Bereitstellung für Wissenschaftler und Naturliebhaber ist in den letzten Jahren erheblich erleichtert worden. Auch das Internet hilft dabei, unbekannte Tierlaute zuzuordnen und die Kenntnisse zu erweitern.
     
    http://141.20.65.25/tsa/content_14_de.html
   

Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde der Humboldtuniversität zu Berlin. Bereits in den 1930er Jahren haben Oskar Heinroth und Ludwig Koch in Berlin Vogelstimmen aufgezeichnet, gedacht als Lern- und Hilfsmittel zur Bestimmung der heimischen Vogelwelt. Der Grundstein des heutigen Archivs wurde 1951 von dem Verhaltensbiologen Günter Tembrock gelegt. Primäres Anliegen war es, die Lautäußerungen als einen wichtigen Bestandteil des Tierverhaltens zu dokumentieren. Aus seiner Forschung an Füchsen entstand der Hochschulfilm „Lautforschungen an Vulpes vulpes L. und anderen Caniden“, weltweit der erste speziell der akustischen Kommunikation gewidmete Film. Im Laufe der Jahre entstand daraus ein umfangreiches Archiv (anfangs vor allem Zootiere, später zunehmend Freilandaufnahmen), das 1995 dem Naturkundemuseum Berlin angegliedert wurde.
Die Seite ermöglicht den raschen Zugriff auf Tierstimmen: Hierzu wähle man unter „Datenbank“ ein Tier aus der alphabetischen Liste (wissenschaftlicher Name oder Trivialname) aus. Die Liste reicht von Aaskrähe bis zum Zwitscherheupferd, woraus zu erkennen ist, dass hier alle Tiere alphabetisch aufgeführt sind. Die Dokumentation ist detailliert und enthält oft ein ganzes Repertoire von Aufzeichnungen einer Art in unterschiedlichem verhaltensbiologischem Kontext. Man muss ein wenig probieren, um die Funktionen (z.T. Klangspektrogramm und Verlinkung zu Tierbildern) kennen zu lernen, auch ist das ein oder andere aufgeführte Tondokument noch nicht abzuspielen. Die Beschäftigung mit der Seite lohnt sich aber auf jeden Fall.
Die Tierstimmensammlung steht grundsätzlich Wissenschaftlern aller Fachrichtungen offen; derzeit umfasst die Online-Datenbank 18 000 Einträge. Wer Aufzeichnungen zur Verfügung stellen möchte, ist ausdrücklich aufgerufen, Kontakt zu den Mitarbeitern aufzunehmen. Über die Seite gelangt man auch auf ähnliche Archive im Ausland.Das Berliner Tierstimmenarchiv ist übrigens Grundlage der Audio-CD Edition Die Stimmen der Tiere ist (erschienen bei Kein & Aber Records, Hrsg. Cord Riechelmann; Kommentare gesprochen von Hanns Zischler), eine geographisch zusammengestellte Enzyklopädie der Tierstimmen, von der bislang 3 CDs (Asien, Afrika, und Europa) vorliegen.
 

    http://www.vogelstimmen.de
   

Vogelstimmen zum Kennenlernen
Zielgruppe des von Christian Heff betriebenen kostenlosen Online-Angebotes sind Vogelliebhaber, aber auch Lehrer, Schüler und Ornithologen. Die Arten werden mit 5 bis 15 Sekunden langen Strophen vorgestellt. Ein „Vogelstimmen-Forum“ lädt Interessierte dazu ein, Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen bzw. Antworten zu geben. Angemeldete Besucher können einen Newsletter abonnieren, der über Veränderungen im Archiv und themenbezogene Neuigkeiten im Internet informiert.
 

    http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/portrait/
   

Vogelstimmen-Quiz
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bietet ein Vogelstimmen-Quiz, mit dem man spielerisch seine Kenntnisse prüfen und erweitern kann.                                                                                                                                                                          Rd