Link-Tipps
     
    Nachrichten aus dem Internet
   
    Internationales Jahr der Biodiversität 
     
   

Das Jahr 2010 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Biodiversität (IYB) erklärt, womit sie an das 1992 in Rio de Janeiro verabschiedete „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“ (Biodiversitätskonvention) anknüpft. Damals wie heute gilt es, das Bewusstsein für den Eigenwert, aber auch für den Nutzen der Vielfalt an Arten, Populationen und Lebensgemeinschaften zu schärfen und zu einem umweltgemäßen Handeln zu motivieren.

 

    Mäuse und Spitzmäuse
    www.kleinsaeuger-bayern.de
    Der Hauptkonservator der Zoologischen Staatssammlung München, Dr. Richard Kraft, kartiert seit rund 20 Jahren zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt die Mäuse und Spitzmäuse in Bayern. Die wichtigsten Daten zu Kennzeichen, Verbreitung, Lebensraum, Bestandssituation und Rote Liste-Status der 26 nachgewiesenen Arten wurden nicht nur in Buchform veröffentlicht (Mäuse und Spitzmäuse in Bayern, Ulmer-Verlag Stuttgart, 2008), sondern sind nun auch auf der angegebenen Website zusammengestellt. Eine Besonderheit sind die Lebendaufnahmen aller Arten, die oft eine einfache Bestimmung erlauben.
     
    Arten des Lebensraumnetzes Natura 2000
    http://www.ffh-arten.info
    Diese von dem Biologen Dr. Randolf Manderbach in Marburg zusammengestellte Seite informiert über das Vorkommen der in der Fauna-, Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie aufgenommenen Tier- und Pflanzenarten in Deutschland. Grundlage sind Erhebungen in den FFH- und in den Vogelschutzgebieten. Die Ausweisung der FFH-Gebiete geht auf die 1992 von der Europäischen Gemeinschaft beschlossene FFH-Richtlinie zurück. Ziel ist es, durch ein Netzwerk natürlicher Lebensräume (genannt Natura 2000) die Artenvielfalt zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Zu dem System gehören auch die getrennt erfassten Vogelschutzgebiete.
 
    International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN)
    www.iucn.org
   

Eine sehr informative und übersichtlich gestaltete englischsprachige Seite der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen.
Die IUCN ist das älteste und größte weltweit agierende Umweltnetzwerk, das sowohl mit Regierungs- als auch mit Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftlern und Wirtschaftsbetrieben und regionalen Einrichtungen zusammenarbeitet (insgesamt sind in der IUCN mehr als 1144 Organisationen vereint). Ziel ist es, praktische Lösungen und Antworten auf gegenwärtige Fragen des Umweltschutzes zu finden und die Gesellschaft so für den Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren, dass eine nachhaltige und schonende Nutzung der Ressourcen sichergestellt ist.
Entsprechend findet man auf der Seite Informationen zu allen assoziierten Fragestellungen, wie Klimawandel, nachhaltige Nutzung von Energie, Biodiversität, Nachhaltige Wirtschaft und dem für die Akzeptanz von umweltgemäßen Verhalten wichtigen Thema „Menschliches Wohlbefinden“.
Neben der Begriffserklärung und der übersichtlichen Zusammenstellung von Fakten zum jeweiligen Thema, werden die Lösungsvorschläge des IUCN und die damit im Zusammenhang stehenden Projekte vorgestellt. Zu jedem Thema gibt es Links zu weiterführenden Seiten, Filmen, Bilddatenbanken und Literaturempfehlungen. Die jährlich herausgegebene Rote Liste der weltweit gefährdeten Arten ist dort genauso zu finden, wie die mit Hilfe der World Commission on Protected Areas als Schutzgebiete klassifizierte Gebieten, die hier als „Geschützes Gebiet der Woche“ mit zahlreichen Bildern vorgestellt und genau beschrieben werden. Seit kurzen wird täglich eine Art aus der Roten Liste als „Art der Tages“ genau beschrieben.

 

    Encyclopedia of Life (EOL)
    www.eol.org/
    Ziel der Encyclopedia of Life ist es, sämtliche (!) Lebewesen zu erfassen und die Informationen darüber für jedermann zugänglich ins Internet zu stellen.

 
    Census of Marine Life
    http://www.coml.org
    Das Census of Marine Life ist ein Wissenschaftliches Projekt von Meeresbiologen aus über 80 Ländern (vgl. S. 381).
Ziel der auf zunächst 10 Jahre angelegten Initiative ist die Erfassung und Beschreibung aller in den Weltmeeren vorkommenden Lebewesen. Die Kenntnis über Anzahl, Vielfalt und Verteilung der Biomasse in den Meeren ist Voraussetzung für deren Schutz und den sinnvollen, nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen der Ozeane.
Die inhaltsreiche, komplex strukturierte Seite enthält reichlich Bildmaterial, Filme und Karten und stellt ausführlich den Verlauf und die Ergebnisse der einzelnen Forschungsprojekte vor. Zu jedem Projekt gibt es ein Link zu einer eigenen Seite.
 
    Lehrangebote zur Artenkenntnis
    http://www.artenspezialisten.ch
    Nur was wir kennen, können wir auch schützen! Unter diesem Schlagwort präsentiert sich eine neue Plattform, welche als zentrale Anlaufstelle für die Aus- und Weiterbildung zu Artenkennern und -spezialisten dienen soll.
Laut Expertenbericht der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften besteht an den Schweizer Universitäten ein Mangel an Bildungsangeboten im Bereich der Systematik und Taxonomie und damit auch ein akuter Mangel an Spezialisten auf diesem Gebiet.
Mit der Einrichtung des Internetportals soll dem entgegengewirkt werden. Sämtliche bestehende Bildungsangebote werden hier zentral erfasst und bestehende Lücken wenn möglich durch neu geschaffene Kurse ergänzt. Unter den Anbietern sind Universitäten, Museen und Naturschutzorganisationen. Die Bildungsangebote können nach Themenschwerpunkt und Bildungsart, von Praktika über Grundkurse, bis zur Spezialisierung individuell selektiert werden.                                                                                          
 
     
    Offizielle Internationale Seiten der UN
    http://www.cbd.int/2010
   

Diese Seite gibt einen Überblick über die weltweiten Aktivitäten und stellt die Zielsetzungen und Motivation für das Jahr der Biodiversität vor. Ausdrücklich lädt die Seite zum aktiven Mitwirken ein und bietet die Möglichkeit, Projekte vorzustellen und sich über das Thema inhaltlich auszutauschen.
 

    Aktivitäten in Deutschland
    http://www.bmu.de
   

Auf der Seite des Bundesumweltministeriums gibt es eigens Hinweis auf das Jahr der Biodiversität. Hinzuweisen ist auf den Veranstaltungskalender mit interaktiver Karte und die als pdf herunterzuladende Dokumentation „Die Lage der biologischen Vielfalt. 3. Globaler Ausblick (englische und gekürzte deutsche Version).

              

    Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland
    http://www.biodiversity.de
   

Das Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland bietet Informationen zum Begriff Biodiversität, über die Biodiversität in Deutschland und auf internationaler Ebene und dokumentiert, wie das Thema in den Medien reflektiert wird. Das Netzwerk möchte als Schnittstelle zwischen Forschung und Politik dienen und damit zur Umsetzung der internationalen Übereinkünfte beitragen. Entsprechend seines Netzwerkcharakters richtet es sich sowohl an Wissenschaftler als auch an alle, die privat oder beruflich mit dem Thema befasst sind. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Maßgeblich beteiligt sind das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Leipzig, das Museum für Naturkunde Berlin, die Universität Potsdam sowie die Mitglieder von DIVERSITAS-Deutschland, eines 2009 in Berlin gegründeten Vereins (www.divesitas–deutschland.de), an dem führende Ökologen und Verhaltensbio-
logen mitwirken. Das sehr hilfreiche Lexikon von Fachbegriffen und Akronymen stammt von dem in Regensburg ansässigen Institut für Biodiversitätsforschung e.V.

 

    Virtuelle Fachbibliothek
    http://www.vifabio.de/iyb2010/TopTen+1.html
   

Eine exzellente Zusammenstellung der 10 wichtigsten Internetquellen zum Thema Biodiversität findet man in der virtuellen Fachbibliothek Biologie (vifabio). Neben den offiziellen Kampagnen-Seiten und den aktuellen Veranstaltungshinweisen findet man auch die wichtigsten Portale für online zugängliche Biodiversitätsdaten, wie z.B. die Enzyklopädie des Lebens. Ein weiterer Link-Tipp zum Thema Biodiversität wird bei jedem Aufruf der Seite aus dem umfangreichen Themenpool neu generiert.
                                                                                                                                                           bae
 

    Zum hundertsten Todestag von Robert Koch stellen wir einige Seiten vor, die sein gesamtes Leben beleuchten, Originalarbeiten zugänglich machen, aber auch Einzelaspekte seines Wirkens berühren.
     
    Leben und Würdigung
   

Die Internetseiten der Nobelstiftung in Stockholm geben hervorragend recherchierte Informationen über die Nobelpreisträger. Unter dem Stichwort Robert Koch findet sich eine Biographie sowie seine Preisrede (auf Englisch), die er 1905 bei der Verleihung des Nobelpreises hielt. Erwähnenswert sind das Spiel „Tuberculosis Experiments + Discoveries“ und die Würdigung seiner Arbeiten zur Tuberkulose und seinen übrigen Beiträge.

    http://www.nobel.se
     
     
   

Ein Dossier des Internetportals Scinexx (Springer-Verlags/MMCD) von Petra Jöstingermeyer über Robert Koch. Ein gut lesbarer Artikel über das Leben Robert Kochs.

    http://www.g-o.de/dossier-243-1.html
     
    Robert Kochs Gesammelte Werke
    Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht auf das Königlich Preußische Institut für Infektionsmedizin zurück, das 1891 eigens für Robert Koch eingerichtet worden war. Die angegebene Seite führt direkt zu seinen „Gesammelten Werken“, die als PDF-Dateien abgerufen werden können. Insgesamt sind 706 Seiten in vielen, einzeln herunter zu ladenden Kapiteln erfasst. Zeitgeschichtlich aufschlussreich ist die Gedenkrede seines Nachfolgers und Lieblingsschülers Georg Gaffky, die aus Anlass von Robert Kochs 67. Geburtstag am 11. Dezember 1905 gehalten wurde, und in der ausführlich auf die Entdeckung der Tuberkulosebakterien und auf Tuberkulin eingegangen wird (vgl. Retrospektive). Von generellem Interesse ist auch Kochs Vortrag „Über die bakteriologische Forschung“, den er 1890 auf dem Internationalen Medizinischen Kongress in Berlin gehalten hat.
    http://edoc.rki.de/browsing/rki_rk/
     
    Historisch-kritische Beurteilung
    In dem Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften „sehepunkte“ wird das Buch Krankheit im Labor von Christoph Gradmann (Universität Heidelberg) vorgestellt, das Kochs Scheitern und seine Erfolge (im Falle des Tuberkulin) ausführlich analysiert. Das 2007 im Wallstein-Verlag (Göttingen) erschienene Buch ist auch im Internet (googlebooks) einsehbar.                                    
    http://www.sehepunkte.de/2007/06/11770.html
   

                                                                                                                                                        Wüha

   

 

    Wege der Energiebereitstellung
     
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
   

Das Zentrum arbeitet an den Themen Verbrennungs- und Gasturbinentechnik (Zuverlässigkeit, Effizienz), Energieverfahrenstechnik (Wandlungstechniken wie Brennstoffzellen und Elektrokatalysatoren, Speichertechnologien und Verfahren zur Brennstoffaufbereitung und Wasserstofferzeugung), Solarforschung sowie Systemanalyse (Szenarien einer zukünftigen Energieversorgung; Markteinführung neuer Energie- und Antriebstechnologien).

    http://www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-616/
     
    Ruhruniversität Bochum
   

Projekt Aufwindkraftwerk (SCCN – Solar Chimney Competence Network) Wie riesige Schornsteine sollen Aufwindkraftwerke einmal – etwa in Wüstenregionen – in den Himmel ragen und uns mit elektrischer Energie versorgen. Verschiedene Gruppen von Ingenieuren arbeiten daran, diese Idee zu realisieren.

    http://www.ruhr-uni-bochum.de/asib/forschung/solarchimney/downloads.html
     
    Osmosekraftwerk in Tofte/Norwegen 
    Ein Osmosekraftwerk (Salzgradientenkraftwerk) ist ein Kraftwerk, das den Unterschied im Salzgehalt zwischen Süßwasser und Meerwasser nutzt, um daraus Energie zu gewinnen und Strom zu erzeugen. Als weltweit erster Prototyp eines Osmosekraftwerks wurde am 24. November 2009 im norwegischen Tofte am Oslofjord ein Kleinstkraftwerk in Betrieb genommen.
    http://www.statkraft.de
   

 

    Zukunft der Gezeitenkraftwerke
   

Das Gezeitenkraftwerk als Energielieferant der Zukunft - realistische Vision oder doch eher eine utopische Vorstellung? Rund zwei Drittel der Erde sind von Meeren bedeckt, was eine regenerative Energiequelle mit außergewöhnlichem Potential darstellt. Es wird vermutet, dass die Menschheit nur rund ein Hundertstel der Energie verbraucht, die in den Meereswellen gespeichert ist. Die Bedeutung von erneuerbarer Energie aus Wasserkraft ist heute größer denn je und der Grund dafür sind hauptsächlich die globale Klimaänderung und die Kohlendioxid-Emissionen, die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe auftreten. Wellenbewegungen von Wasser, Gezeitenströmungen, Sturmfluten und Flutwellen - all dies spiegelt die immense Energie von bewegtem Wasser wider. Die Wasserkraft wird schon seit langem für den Menschen nutzbar gemacht. Um 1200 v. Chr. wurden die ersten Wasserschöpfräder in Mesopotamien betrieben. Die heutigen Wasserkraftwerke sind vorwiegend Elektrizitätswerke, die die mechanische Energie von Wasser in elektrischen Strom umwandeln. Sie produzieren weltweit etwa ein Fünftel des gesamten Stroms.

    http://www.gezeitenkraftwerke.com/
     
    Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien
   

EUROSOLAR ist die 1988 gegründete gemeinnützige Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, unabhängig von Parteien, Institutionen, Unternehmen und Interessengruppen. Sie vertritt das Ziel, atomare und fossile Energie vollständig durch erneuerbare Energie zu ersetzen, und sieht in einer solaren Energieversorgung die zentrale Voraussetzung für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine dauerhafte Wirtschaftsweise. Sie versammelt daher Fachkompetenz aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur für die Einführung solarer Energien und bietet eine Möglichkeit für jeden Einzelnen, durch persönliche Mitgliedschaft am Entstehen einer soziokulturellen Bewegung für die Sonnenenergie mitzuwirken.

    http://www.eurosolar.de/
     
    DESERTEC
    Das DESERTEC Konzept beschreibt die Perspektiven einer nachhaltigen Stromversorgung für Europa (EU), den Nahen Osten (Middle East, ME) und Nordafrika (NA) bis zum Jahr 2050. Es zeigt, dass der Übergang zu einer wettbewerbsfähigen, sicheren und kompatiblen Versorgung durch die Nutzung regenerativer Energiequellen und aufgrund von Effizienzgewinnen möglich ist. Dabei spielen fossile Brennstoffe als Notfallreserve weiterhin eine Rolle. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der EU und Ländern der MENA-Region bei der Markteinführung erneuerbarer Energien und der Verbindung von Stromnetzen mit HGÜ-Leitungen sind Schlüsselfaktoren für das wirtschaftliche Überleben der ganzen Region. In jedem Fall werden die Maßnahmen frühestens nach zwei Dekaden ihre Wirkung entfalten. Deshalb müssen angemessene politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sofort geschaffen werden. Auch in der Bereitstellung von Trinkwasser durch Seewasserentsalzung spielt nachhaltige Energie eine zentrale Rolle                                                          HDI
    http://www.desertec.org/de/
     
     
    Energie
     
   

„Energie“ gehört zu den großen Themen unserer Zeit, dem sich auch das Wissenschaftsjahr 2010 unter dem Motto „Die Zukunft der Energie“ widmet (http://www.zukunft-der-energie.de). Wir geben ergänzende Hinweise auf Internetseiten von verschiedenen Forschungseinrichtungen, Verbänden und Firmen der Energiewirtschaft.

     
    Forschungszentrum Jülich
   

Die Internetseite des Instituts für Energieforschung (IEF) gibt Auskunft über Projekte zu Brennstoffzellen, Plasmaphysik, Photovoltaik, Reaktortechnik und Kernfusion sowie zu Fragen der technologischen Entwicklung.

    http://www.fz-juelich.de/portal/forschung/energie_umwelt
     
    Solarturmkraftwerk Jülich
   

Seite zum Solarthermischen Demonstrations- und Versuchskraftwerk Jülich (STJ) – dem führenden Kompetenzzentrum zur Erforschung einer zukunftsweisenden Energietechnik.

    http://www.solarturm-juelich.de/de
     
    Bundesverband Geothermie e.V.
   

Geothermie ist die unterhalb der festen Oberfläche der Erde gespeicherte Wärmeenergie. Man nennt sie daher auch Erdwärme. Die Webseite gibt Auskunft über Verfahren sowie die Möglichkeiten zur Gewinnung von Erdwärme in Deutschland. Mit den heute bekannten Ressourcen der hydrothermalen Geothermie könnten etwa 29% des deutschen Wärmebedarfs, mit denen der oberflächennahen Geothermie noch einmal etwa 28% gedeckt werden.

    http://www.geothermie.de/
   

 

    Forschungszentrum Karlsruhe mit Schwerpunkt Energie
   

Der Forschungsbereich Energie dient – als Teil der deutschen Energiepolitik – der strategischen Vorsorge gegen langfristig mögliche Defizite bei der Versorgung mit Primärenergie und Energie-
dienstleistungen in Deutschland und Europa und ist in fünf Programme untergliedert: erneuerbare Energien (Biomasse als chemischer Energieträger in Form gasförmiger oder flüssiger Kraftstoffe sowie chemischer Grundstoffe), Kernfusion (im Rahmen des europäischen Fusionsprogramms), rationelle Energieumwandlung und -nutzung (Einsatz von Supraleitung, energieeffiziente Brennstoffumwandlung, Prozessintensivierung), Erforschung ökologischer, ökonomischer, politischer, ethischer und sozialer Aspekte neuer Technologien zur Unterstützung von Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Chancen und Risiken von Schlüsseltechnologien.

    http://www.fzk.de
     
    Fraunhofer Gesellschaft
   

Brennstoffzellen und erneuerbare Energien aus Sonne und Wind, kombiniert mit intelligentem Energiemanagement, sind der Schlüssel zur Sicherung unseres Energiebedarfs. Die Fraunhofer-Forschung mit ihrer Vielfalt an Kompetenzen ist besonders geeignet, die technologischen Voraussetzungen zum Energiesparen und Erschließen neuer Energiequellen zu schaffen. Die Seite bietet Projektbeispiele (z.B. Elektroauto), Informationen zur Fraunhofer-Allianz Energie sowie die Fraunhofer Zukunftsthemen.

    http://www.fraunhofer.de/forschungsthemen/energie/
     
    Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
    Projekt Solarenergieforschung
Damit die Photovoltaik in naher Zukunft zur großtechnischen Erzeugung von Elektrizität, aber auch zur Brennstofferzeugung beitragen kann (zum Beispiel mit Wasserstoff), sind neue Technologien notwendig. Zum Beispiel ist eine einfache Prozesssteuerung gefragt mit dem Ziel, kostengünstiger zu produzieren. Dabei muss zugleich der Material- und Energieverbrauch gesenkt werden. Mit seiner Grundlagenforschung will das HZB dazu beitragen, dass weiterhin neue Erkenntnisse gewonnen werden - etwa über neue Materialien oder über Prozesse im Inneren, die zum Transport der Ladungsträger in einer Solarzelle beitragen. Die Grundlagenforschung ist die Basis, auf der innovative Technologien entstehen. Am HZB wird die Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von vorindustriellen Prototypen geführt.                                       HDI
    http://www.helmholtz-berlin.de/forschung/index_de.html
     
     
    Neobionten
     
    EU-Projekt Daisie:
   

Auf der englischsprachigen Seite des Projekts Delivering Alien Invasive Species Inventory Europe (Daisie) – gibt es eine umfangreiche Datenbank zu Neophyten und Neozoen in Europa. Über eine Eingabemaske kann man nach Arten suchen, allerdings muss hierzu der botanische bzw. zoologische Name bekannt sein. Unter der Rubrik „search regions“ öffnet sich eine Karte; durch Anklicken einer Region gelangt man zu einem Menü, über das man in mehreren Schritten Informationen zu einzelnen Arten aufrufen kann. In der Rubrik „100 of the worst“ werden 100 der aggressivsten Arten detailliert beschrieben; über den Link „download factsheet“ kann man die Angaben als pdf-Datei herunterladen. Die Rubrik „european summary“ enthält interessante statistische Angaben zu verschiedenen Aspekten der Neobiontenproblematik.

    http://www.europe-aliens.org/
     
    Bundesamt für Naturschutz:
   

In Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und Berlin als „Hüterin der Einheiten“ für die nationale Umsetzung des SI-Systems zuständig. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die gesetzlichen Einheiten darzustellen sowie Einheitenverkörperungen und Normale für Deutschland an die internationalen Prototypen anzuschließen und aufzubewahren. Unter (http://www.ptb.de/de/wegweiser/einheiten/index.html) kann man sich eine Tour rund um die SI-Basiseinheiten zusammenstellen. Lohnenswert sind u.a. die Seiten zum Avogadro-Projekt. Unter (http://www.ptb.de/de/publikationen/download/pdf/einheiten.pdf) kann man sich ein Faltblatt mit den gesetzlichen Einheiten in Deutschland herunterladen.

    http://www.floraweb.de/neoflora/
     
    Aqua et Terra Umweltplanung:
   

Diese von einem Planungsbüro (AeTumweltplanung, Dr. Stefan Nehring) gestaltete Seite widmet sich den aquatischen Organismen. Sie enthält eine ausführliche Beschreibung der Mechanismen, die der Verbreitung von Neozoen in deutschen Gewässern zugrunde liegen; am Schluss befindet sich eine umfangreiche Linkliste mit Veröffentlichungen zum Thema.

    http://www.neozoa.de/
     
    Netzwerk NOBANIS:
   

IDie Internetseite der North European and Baltic Network on Invasive Alien Species (NOBANIS) liefert Information über fremde und invasive Arten in Nord- und Zentraleuropa. Im Einzelnen enthält sie eine nach Ländern geordnete Datenbank mit Datenblättern zu einzelnen Arten, Informationen zu nationalen und internationalen Richtlinien und Vorgaben sowie ein Literaturverzeichnis. Unter der Rubrik „regional species DB‘s“ sind – nach Ländern geordnet – weiterführende Links zu nationalen Internetseiten/Datenbanken aufgelistet.

    http://www.nobanis.org/default.asp
   

 

    Invasive species specialist group:
    Über diesen Link gelangt man auf eine englischsprachige Internetseite der Invasive species specialist group mit allgemeinen Informationen zu Definition, Strategien, Einflüssen und Bekämpfungsmaßnahmen invasiver Arten. Die Rubrik „Publications“ enthält eine umfangreiche Datenbank mit Publikationen der ISSG und anderer Organisationen, die man teilweise als pdf-Datei herunterladen kann. Über einen Link rechts auf der Seite lässt sich eine „Diashow“ der 100 aggressivsten Arten aufrufen, beim Anklicken einzelner Dias öffnet sich eine sehr ausführliche Beschreibung mit umfassendem Bildmaterial.
    http://www.issg.org/about_is.htm
     
    Linksammlung der TU Berlin:
    Auf dieser Seite sind, geographisch nach Ländern bzw. Regionen der Welt geordnet, Links aufgelistet, über die man Zugriff auf Internetseiten mit verschiedenen Informationen zum Thema Neobioten bekommt.               Wüha
    http://www.oekosys.tu-berlin.de/menue/neobiota/invasion_links/
     
     
    Jubiläen von Institutionen der Wissenschaft
     
    350 Jahre The Royal Society
Die 1660 gegründete Royal Society ist nach der Leopoldina die älteste kontinuierlich bestehende wissenschaftliche Akademie. Ihrer am 28. November 1760 erfolgten Gründung gingen Versammlungen des „Invisible college“ voraus, auf denen ab Mitte der 1740er Jahre die Ideen Francis Bacons diskutiert wurden. Eines der Gründungsmitglieder war der Astronom und Architekt (St. Paul‘s Cathedral in London) Sir Christopher Wren. Das Jubiläumsjahr wird durch eine Reihe von Festveranstaltungen begleitet. Hierüber, aber auch über Geschichte, Aufgaben und Struktur informiert die offizielle Webseite:
    http://royalsociety.org
     
    300 Jahre Charité
Als Pesthaus 1710 vor den Toren Berlins gegründet, aber zunächst als Armen- und Arbeitshaus genutzt, wurde die Einrichtung bald zu einer Ausbildungsstätte für Militärärzte. Bürgerhospital wurde sie erst 1727 unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I, auf den auch der Name Charité (Barmherzigkeit) zurückgeht. Im Zuge der Universitätsgründung wurde die Charité zu einem Universitätsklinikum. Erster medizinischer Dekan war Friedrich Wilhelm Hufeland, der Leibarzt Goethes. Mit der Charité verbinden sich international bekannte Namen wie Rudolf Virchow, Hermann von Helmholtz, Emil Adolph v. Behring, Paul Ehrlich, Robert Koch, Ferdinand Sauerbruch und Werner Forßmann. Das Jubiläumsjahr wird mit Kongressen, Ausstellungen, Schul-, Kunst- und Wirtschaftsprojekten begangen. Das eigene Geschichtsmuseum widmet sich in aktuellen Ausstellungen auch sozial- und wissenschaftspolitischen Fragen
    http://charite300.charite.de  und http://www.bmm.charite.de
     
    250 Jahre Kew Gardens
Der südwestlich von London zwischen Richmond upon Themse und Kew gelegene Garten gehört seit 2003 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zunächst als exotischer Lustgarten angelegt, wurde die Anlage zu einem botanischen Garten umgestaltet, insbesondere auf Initiative der Prinzessin Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg. Mit der Erhebung zum nationalen botanischen Garten (1840) kam ein Herbarium und eine Bibliothek hinzu. Der Park ist gleichermaßen durch seine Gewächshausbauten wie durch seine Anpflanzungen attraktiv. Die Internetseite
    http://www.kew.org
    gibt Hinweise für Besucher, präsentiert ausgewählte Pflanzen und Pilze und berichtet über die Forschung. Allein im letzten Jahr wurden über 250 Arten von Wissenschaftlern des Kew Garden beschrieben, darunter ein großer Tropenbaum aus Afrika (Berlinia korupensis) und ein Brachsenkraut aus Südafrika (Isoetes eludens). Zur Einrichtung gehört auch die Gartenanlage Wakehurst in Ardingly, zwischen London und Brighton gelegen.
     
    200 Jahre Berliner Universität
Als Friedrich-Wilhelms-Universität wurde 1810 Berlins erste Universität gegründet, die durch ihre enge Verbindung von Forschung und Lehre über die Grenzen Deutschlands hinaus beispielgebend wurde. Ihr Name ist verbunden mit dem damaligen preußischen Minister Wilhelm von Humboldt. Ihm und seinem Bruder Alexander zu Ehren heißt sie seit 1946 Humboldt-Universität. Die offizielle Internetseite enthält Informationen zum Jubiläumsjahr. Lesenswert ist auch das 2003 verfasste Leitbild dieser „Universität im Zentrum Europas“, die sich zur „Forschung als Lebensnerv der Universität“ bekennt.
 
    http://www.hu200.de/
     
     
     
    Lernen und Kommunizieren im Internet
     
    http://www.nature.com/scitable
    Mit dem Portal Scitable bietet die das Publikationshaus des Wissenschaftsjournals Nature gemäß dem Motto For Students – For Faculty – For Science ein überaus attraktives Angebot für alle, die sich eingehend mit Naturwissenschaften beschäftigen – seien es Lehrer, Studenten oder aktive Wissenschaftler. Das Portal bietet Informationen und didaktisch aufbereitete Übersichtsbeiträge, zugleich ermöglicht es, mit Wissenschaftlern, Schülern und Studenten zu kommunizieren und eigene Beiträge zur Diskussion zu stellen.
Bislang liegt der Schwerpunkt auf genetischen Themen. Die Homepage gibt eine Übersicht des Angebots und lädt ein, sofort die Themen zu überfliegen. Etwas gezielter erschließt sich das Angebot aber über die obere Menüleiste. Dort gibt es unter TOPICS unter der Rubrik Feature content mit Essentials of Genetics eine Einführung. Hier werden Schlüsselkonzepte vorgestellt von der DNA-Struktur bis zur Populationsgenetik. Die Kapitel haben Lehrbuchcharakter und eigenen sich zum Selbststudium. Lehrer können sich sogar mit diesen Lerneinheiten einen virtuellen Klassenraum einrichten.
Im Topic Room werden zehn Themenfelder aus dem Bereich der Genetik gebündelt. Unter Schlagwörtern wie Nucleic Acid – Structure and Function,  Evolutionary Genetics, Genomics, Genetics and Society und Gene Expression and Regulation findet man einen einleitenden Beitrag, und zum Teil Dutzende von spezielleren Artikeln mit eigenen Referenzen und Verlinkungen. So gelangt man über Chromosomes and Cytogentics -> Chromosome Structure -> Telomeres of the Human Chromosoms auch zu einem Übersichtsartikel der drei diesjährigen Medizin-Nobelpreisträger über Telomere und Telomerase.
Unter Spotlight werden aktuelle Themen von gesellschaftlicher Relevanz aufgegriffen wie GMOs, Stammzellen, Schweinegrippevirus H1N1 mit weiterführenden Verlinkungen.
Unter Blogs findet sich eine breite Themen- und Darstellungsvielfalt: Student Voices mit Arbeiten von Studenten, Creature Casts – derzeit vom Dunn Lab der Brown University gestaltet – stellt u.a. Kuriosa aus dem Organismenreich vor (z.B. Mitochondrien als Augenlinsen bei Strudelwürmern), NatureEdCast lässt Wissenschaftler und Kommunikatoren der Wissenschaft zu Wort kommen, und Simply Science bietet allmonatlich ein Kurzinterview mit Forschern.
Die Menüpunkte PEOPLE und GROUPS werden diejenigen aufsuchen, die sich über bestimmte Themen austauschen wollen. Wer Grundlagen der Genetik erwerben, sein Wissen testen oder sich für Prüfungen vorbereiten möchte, wähle den Menüpunkt LEARNING PATH. Nicht nur dort, sondern durchweg in diesem Wissensportal werden die Möglichkeiten des elektronischen Mediums genutzt, vielschichtige didaktische Angebote zu machen. Klickt man beispielsweise mRNA auf dem Bildschirm an, so gibt es eine knappe Definition, die man sich bei Bedarf bis zur elementaren Ebene erschließen kann.
Zur vollständigen Nutzung der Angebote muss man sich anmelden, die Registrierung ist frei. Es lohnt sich, diese Seite immer wieder aufzusuchen, die sicherlich auch noch thematisch erweitert werdenwird.                                                                                                                                           Rd

 

    Einheiten und Konstanten
    Das 1960 eingeführte metrische Internationale Einheitensystem, abgekürzt SI (Système international d’unités), basiert auf dem internationalen Größensystem (ISQ). In diesem System werden Einheiten zu ausgewählten physikalischen Größen festgelegt. Derzeit beruht das System auf sieben durch Konvention festgelegten Basiseinheiten: Meter, Kilogramm, Sekunde, Ampere, Kelvin, Mol und Candela.
 
    http://www.bipm.org
   

Das internationale Büro für Maß und Gewicht mit Sitz in Paris gibt in periodischen Abständen die Broschüre „The International System of Units“, im Deutschen als „die SI-Broschüre“ bezeichnet, heraus: (http://www.bipm.org/en/si/si_brochure/general.html). Die Broschüre kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden.
 

    http://www.ptb.de
   

In Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und Berlin als „Hüterin der Einheiten“ für die nationale Umsetzung des SI-Systems zuständig. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die gesetzlichen Einheiten darzustellen sowie Einheitenverkörperungen und Normale für Deutschland an die internationalen Prototypen anzuschließen und aufzubewahren. Unter (http://www.ptb.de/de/wegweiser/einheiten/index.html) kann man sich eine Tour rund um die SI-Basiseinheiten zusammenstellen. Lohnenswert sind u.a. die Seiten zum Avogadro-Projekt. Unter (http://www.ptb.de/de/publikationen/download/pdf/einheiten.pdf) kann man sich ein Faltblatt mit den gesetzlichen Einheiten in Deutschland herunterladen.
 

    http://www.metas.ch
   

In der Schweiz regelt das Bundesamt für Metrologie (METAS) die nationale Umsetzung. Die Seite bietet unter http://www.metas.ch/metasweb/Themen Informatives rund um die sieben Basiseinheiten, Größen, Einheiten und die Entwicklung des Internationalen Einheitensystems. Eine Suchfunktion unterstützt den Leser; zahlreiche Publikationen sind erhältlich.
 

    http://www.bev.gv.at
http://www.metrologie.at/index.html/
   

In Österreich ist das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) als nationales Metrologieinstitut für die verbindlichen Nationalen Etalons (Messnormale) zur Darstellung der gesetzlichen Maßeinheiten verantwortlich und stellt deren internationale Gleichwertigkeit sicher. Im Rahmen des physikalisch-technischen Prüfdienstes (PTP) werden die Maßeinheiten durch Kalibrierung und Prüfung von Messgeräten unter Anschluss an die nationalen Normale weitergegeben.
Seminare und Fortbildungsveranstaltungen des PTP auf dem Gebiet der Metrologie ermöglichen, dass Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft vom Spezialwissen der Experten des BEV profitieren.
 

    http://physics.nist.gov
   

In den USA ist das National Institute of Standards and Technology (NIST) zuständig. Auf der Seite findet man nicht nur detaillierte Informationen über die Einheiten, sondern auch die CODATA-Datei mit den international empfohlenen Werten für die fundamentalen physikalischen Konstanten von 2006 sowie die Richtlinien über den Umgang mit Messunsicherheiten bei der Darstellung der Einheiten, die so genannte ISO 1995.
 

    http://www.pro-physik.de/Phy/pdfs/ger_Complete_de.pdf
   

Die Seite von Wiley-Interscience enthält eine Zusammenstellung physikalischer Konstanten als PDF-Datei.
 

    http://www.tabelle.info/
   

Die Seite der HUG Industrietechnik und Arbeitssicherheit GmbH enthält nicht nur naturwissenschaftliche Tabellen, sondern auch solche zu allen erdenklichen Problemen der Ingenieurs- und Materialwissenschaften im industriellen Alltag. Als Beispiele seien genannt: Arbeitsschutz, Geographie, chemische Elemente, Farben, Einheiten, Widerstand-Kennzeichnung, Technik und Umrechnungen.

     
   
     
    Alexander von Humboldt
    Alexander von Humboldt war nach heutigem Sprachgebrauch ein „Netzwerker“ – in zweierlei Hinsicht: Er stand nicht nur mit einer großen Zahl von Menschen im wissenschaftlichen und persönlichen Austausch, sondern es lag auch in seiner Natur, Verknüpfungen zwischen den verschiedensten Wissensgebieten herzustellen. Die heutigen Möglichkeiten des Internet erlauben es, einen in dieser Weise adäquaten Einblick in dieses reiche Gelehrtenleben zu nehmen.
 
    http://www.humboldt-im-netz.de
   

Humboldt im Netz ist ein Projekt des Instituts für Romanistik (Prof. Ottfried Ette) der Universität Potsdam (http://www.uni-potsdam.de) und stellt seit nunmehr 10 Jahren Informationen und Materialien zu Leben und Werk A. v. Humboldts ins Internet. Ein Kalender informiert über weltweite Aktivitäten (Ausstellungen, Tagungen) zur Person A. von Humboldts. Die Seite bietet Zugang zu Karten- und Bildmaterial und informiert über Institutionen, die sich mit Humboldt beschäftigen. Von besonderem Wert ist die Bibliographie: Sie erschließt eine umfangreiche Sammlung von Humboldt-Materialien in den Bereichen Print – Online – Faksimile – Film – Audio. Im Printbereich werden Primär- und Sekundärquellen vorgestellt, Online-Quellen ermöglichen die Recherche in Texten und Materialien, im Bereich Faksimile kann man in eingescannten Werken und einigen Briefen Humboldts blättern. Humboldt im Netz wird seit Juni von der Humboldt-Informations-Plattform (www.avhumboldt.de) fortgeführt bzw. ergänzt, die eine umfassende Recherche ermöglicht und ausdrücklich zur  Mitwirkung einlädt.
 

    http://www.bbaw.de
   

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften unterhält eine Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle (unter: –> Forschung –> AvH). Eine ihrer Aufgaben ist, den handschriftlichen Nachlass Alexander von Humboldts zu erschließen und seine unselbständig erschienenen Schriften vollständig zu edieren. Grundlage sind umfangreiche Sammlungen von Briefen von und an Humboldt sowie seine Reisetagebücher, die ständig ergänzt und aufbereitet werden. Die Internetseite stellt die Aufgaben und Sammlungen vor. Ähnlich wie im Falle von Darwin ist man über Humboldts Aktivitäten eingehend informiert, wie die knapp sachliche „Humboldt-Chronologie“ belegt. Eindrucksvoll ist das unter „AvH –> Aus der Orinoco-Reise“ zu findende Kapitel Alles ist Wechselwirkung. Hier wird beispielhaft ein Abschnitt von der Reise am Orinoco vorgestellt. Der Text ist transkribiert bzw. übersetzt (französisch, deutsch, englisch), wobei sämtliche Vorteile des digitalen Mediums ausgeschöpft werden: Durch Anklicken von Zitaten gelangt man gleich auf die Seite des betreffenden Werkes; zugleich kann man Humboldts Tagebucheinträge studieren, die seiner literarischen Schilderung zugrunde lagen. Auch diese Seite gibt eindrucksvoll eine Vorstellung von Humboldts internationaler Bedeutung. Einbezogen sind Institutionen weltweit, die sich mit A. v. Humboldt beschäftigen und in seinem Geiste wirken.
 

    http://www.uni-potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/faak-hin2.htm
   

Das Haus der Kulturen der Welt (hkw) in Berlin hatte 1999 eine große Humboldt-Ausstellung präsentiert, aus der das gleichnamige Portal Alexander von Humboldt - Netzwerk des Wissens hervorgegangen ist. Die Seite informiert über die Lebensstationen, Zeitgenossen, Wirkung und Nachwirkung A. v. Humboldts. Sehenswert sind die Seiten zur Reise in die Neue Welt und nach Russland.
 

    http://www.humboldt-portal.de
   

Der Frankfurter Eichborn-Verlag hat mit der von Hans-Magnus Enzensberger herausgegebenen „Anderen Bibliothek“ wesentlich zur derzeitigen „Humboldt-Renaissance“ beigetragen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass im Humboldt-Portal auch die im Verlag edierten Werke von und über Alexander von Humboldt vorgestellt werden. Geboten wird aber weit mehr: Eine ausführliche Übersicht der Lebensstationen, der Freunde und Wegbereiter sowie der vielen „Schüler“ Humboldts, die er durch Vorbild, Fürsprache und – wenn nötig – auch finanzielle Zuwendungen gefördert hat. Zu ihnen gehören Carl Friedrich Gauss, Werner von Siemens, Jacques M. Daguerre, Justus Liebig, Charles Lyell, aber auch Musiker wie Giacomo Meyerbeer und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Besonders lesenswert sind auch die essayistischen Texte und Thesen zum Wirken A. v. Humboldts.

     
   
     
    Forschungsexpedition Deutschland
     
    http://forschungsexpedition.de
   

Dies ist die erste Adresse für dieses Wissenschaftsjahr, denn hier kann man sich rasch über lokale Veranstaltungen informieren. Unsere heutige Welt ist vom Internet geprägt, und so ist es nur folgerichtig, dass ein Teil des Wissenschaftsjahres im Internet stattfindet: Ein jeder ist aufgefordert, Fragen an Wissenschaftler zu stellen und sich kommentierend zu beteiligen. Forschungsfragen aus 12 Jahrzehnten (im 60. Gründungsjahr) machen besonders neugierig – und man wird durch viele Einsichten belohnt! Besonders attraktiv sind auch die Wettbewerbe „Schule trifft Wissenschaft“, „Alltagstauglich“ und „Geistesblitze“, die sich an Schüler, Studenten bzw. speziell Kinder und Jugendliche wenden.
 

    http://www.bmbf.de
   

Die Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung führt unter „Wissenschaftsjahr 2009“ zum Thema und stellt die Idee des diesjährigen Wissenschaftsjahres in den Vordergrund. Hier gelangt man zum Ausstellungszug Expedition Forschung (s.u.) und zu dem „Zukunftsschiff“, die derzeit verschiedene Stationen in Deutschland ansteuern. Die Seite legt auch Zeugnis von der nun 10jährigenTradition der Wissenschaftsjahre ab: Sämtliche vorangegangenen Themenjahre sind dokumentiert und ermöglichen eine kleine Zeitreise.
 

    http://www.expedition-zukunft.org
   

Diese Seite informiert speziell über den Science-Express, der von April bis November 62 deutsche Städte aufsuchen wird (vgl. S. 449). Er gibt Einblicke in die Themenwagen und informiert über die aktuellen Haltepunkte. Interessant für Schulen ist die Möglichkeit, die Nutzung des Mitmachlabors zu buchen. Unter Sciencenews werden aktuelle Meldungen über Forschungen in Deutschland publik gemacht und gesammelt. Themen sind u.a. Grünes Band statt Eiserner Vorhang, Wenn die Straßen holprig werden, und Organische Solarzellen. Im Lokbuch und unter Zugnews finden sich Berichte über die lokale Resonanz des Ausstellungszuges.
 

    http://www.nanotruck.de und
http://www.biotechnikum.eu/
   

Zwei Sattelzüge sind kontinuierliche Begleiter der letzten Wissenschaftsjahre, um aktuelle Forschungsgebiete auch in entlegenen Gebieten vorzustellen. Die Seite informiert über die Reiseziele und Inhalte der Ausstellungswagen.
 

    http://www.wissenschaft-im-dialog.de
    

Wissenschaft im Dialog (WiD) wurde 1999 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit Unterstützung des BMBF und der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Von Anbeginn hat Wissenschaft im Dialog die Wissenschaftsjahre begleitet. Die Seite informiert über Zielsetzung und Aktivitäten und informiert u.a. über das Aussttellungsschiff MS Wissenschaft, das auch in diesem Jahr unterwegs ist.                                                                                                                                         Rd

     
   
     
    Alpen- und Klimaforschung
     
    http://www.jungfrau-klimaguide.ch
   

Die Universität Bern, die in diesem Jahr ihr 175jähriges Bestehen feiert, stellt auf innovative Weise ihre Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet der Klimaforschung unter Beweis. Mit ihrem „Klimaguide“ hat sie eine multimediale Informationsplattform entwickelt, die Wanderer in der Jungfrau-Region (Berner Oberland) vor Ort auf  die Auswirkungen des Klimawandels hinweist. 
Der Klimaguide ist eine multimediale Informationsplattform: Zum Einsatz kommen GPS-gestützte iPhones, auf denen Informationen angeboten und frei abrufbar sind. Wie bei mobilen Geräten, die von Museumsführungen bekannt sind, machen kleine Hörstücke auf Besonderheiten aufmerksam. Man kann sich damit auf den bestehenden Pfaden unter dem Aspekt Klimafolgen und Klimaänderung führen lassen.   Außerdem gibt es Bildmaterial und weitere Texte. Die angegebene Internetseite stellt das Angebot vor, ist aber auch für sich genommen sehens- und studierenswert – vielleicht auch anregend für ähnliche Projekte.
 

    http://www.lead.ethz.ch
   

Die komplexe Geologie der Alpen darzustellen, ist für Lehrer eine besondere Herausforderung. Unter dem Titel Der Ozean im Gebirge – eine geologische Zeitreise durch die Schweiz (Vdf Hochschulverlag Ag. Zürich 2009) haben die Geologen Helmut Weissert und Iwan Stössel von der ETH Zürich ein Geologiebuch vorgelegt, das den alpinen Raum mit hervorragenden Graphiken und Karten erschließt und auch komplexe Vorgänge der Plattentektonik didaktisch präsentiert. Die angegebene Internetseite liefert hierzu zusätzliches Anschauungsmaterial.
 

    http://www.oeschger.unibe.ch
   

Das Oeschgerzentrum (Oeschger Centre for Climate Change Research) der Universität Bern widmet sich der interdisziplinären Forschung aller mit dem Klima zusammenhängender Fragen (Natur- wie Humanwissenschaften). Zugleich bietet das Zentrum einen Masterstudiengang für Klimawissenschaften an. Die Seite informiert über die Forschungsaktivitäten, Publikationen und Konferenzen.
 

    http://www.zamg.ac.at
   

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMAK) in Wien ist der meteorologische und geophysikalische Dienst Österreichs, der auf die 1851 gegründete Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus zurückgeht. Die Zentralanstalt ist heute ein Dienstleistungsbetrieb und unterhält mehrere Abteilungen: Die Synoptikabteilung bietet einen Prognosedienst, die geophysikalische Abteilung untersucht Erdbeben und Erdmagnetismus, die Klimaabteilung erstellt Klimastatistiken und -karten auf Grundlage des österreichischen meteorologischen Messnetzes, die Abteilung für Umweltmeteorologie untersucht die Ausbreitung von Schadstoffen in der Atmosphäre
 

    http://www.austroclim.at
    

In der Klimaforschungsinitiative AustroClim haben sich österreichische Wissenschaftler zusammengeschlossen, um in fächerübergreifender Kooperation wissenschaftlich fundierte Daten über Klima und Klimawandel aufzubereiten. Zielgruppe sind alle Personen und Institutionen, die mit Klimafolgen konfrontiert sind und klimarelevante Entscheidungen zu treffen haben. Mitglied sind Einzelpersonen wie auch Institutionen wie das Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur Wien und das Institut für Limnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.                                                                                      Rd

     
   
     
    Die Landung auf dem Mond
    Der Mond hat trotz intensiver und anhaltender Forschung nichts von seiner Faszination eingebüßt. Anlässlich der Wiederkehr der Mondlandung vor 40 Jahren geben wir Hinweise auf dieses Ereignis, das damals „weltbewegend“ war.
 
    http://history.nasa.gov/
   

Die Seite der National Aeronautics and Space Administration ist bei diesem Jubiläum die erste Quelle. Sie enthält neben einer exzellenten Bildergalerie Dokumentationen mit den Gesprächen in der Raumkapsel und bei den Missionen auf dem Mond. Zum Jubiläum ist eine eigene Website eingerichtet worden, die auch das alte Pressematerial enthält. Der Blick geht aber nicht nur zurück: Auch zu den aktuellen bemannten und unbemannten Missionen hat man leicht Zugriff.
 

    http://www.retroweb.com/apollo_retrospective.html
   

Dies ist eine private Internetseite eines Amerikaners, der die Apollo-Missionen als Kind miterlebt und aus persönlicher Sicht alle Memorabilia (z.B. auch Zeitungsausschnitte etc.) zusammengetragen hat. Links führen zu offiziellen Seiten.
 

   

Nachdem Menschen mit der Mission Apollo 17 (1972) letztmals den Mond betreten hatten, kamen in den USA Gerüchte auf, die NASA habe die Mondlandungen in Filmstudios inszenieren lassen. Die Fälschungsvorwürfe führten zu einer erbitterten Debatte, die auch im Internet ausgetragen wird.
 

    http://www.sternwarte-recklinghausen.de/mondlandung.html
   

Die Westfälische Volkssternwarte und Sternwarte Recklinghausen greift die Behauptungen der Fälschungsanhänger auf und bietet Filmszenen, anhand derer man sich selbst ein Bild machen kann. Begleitend wird ein Skript mit dem Thema „Mondfall“ zum Herunterladen angeboten. Auf diese Weise wird den Einwänden eine didaktisch-lehrreiche Seite abgewonnen.
 

    http://clavius.org
   

Diese von amerikanischen Amateuren und Profis betriebene Seite widmet sich speziell den Fälschungsvorwürfen. Punkt für Punkt wird auf „verräterische“ Indizien eingegangen, die auf eine Inszenierung im Studio hinweisen sollen. Bei der Lektüre gewinnt man einen guten Überblick über die speziellen (astro)physikalischen und geologischen Bedingungen auf dem Mond und die technischen Voraussetzungen für die Missionen.
 

    http://www.apollo-projekt.de
   

Der Chemiker und Feinmechaniker Matthias Lipinski (Schortens bei Wilhelmshaven) gibt eine gute Übersicht zum Thema Fälschungsvorwürfe.

     
   
     
    Die Grube Messel bei Darmstadt
    Immer wieder macht die Grube Messel bei Darmstadt von sich reden. Jüngst wurde die Weltöffentlichkeit über den Fund von Darwinius masillae informiert, einem bemerkenswert gut erhaltenen frühen Primaten. Auch sonst ist man von Messel geradezu Sensationelles gewohnt: In dem strömungsarmen, am Grunde sauerstoffarmen tropischen See blieben Pflanzen und Tiere ungewöhnlich vollständig erhalten. Allzu leicht lässt das reiche Fossilinventar (u.a. über 50 Vogel- und 45 Säugetierarten) vergessen, wie mühselig die Suche ist: Um ein gutes Skelett zu bergen, müssen 150 Kubikmeter Ölschiefer freigelegt werden. Erste Fossilien wurden 1874 entdeckt. Der hohe Wassergehalt erschwerte aber die Präparation und eine dauerhafte Bewahrung. Entscheidend wurde die von dem Berliner Paläontologen Walter Georg Kühne entwickelte Methode, hinfällige Fossilien mit Epoxidharzen zu tränken: Das von einer Seite freigelegte Fossil wird vorsichtig ausgetrocknet und mit Kunstharz übergossen, der in die organischen Feinstrukturen dringt. Anschließend lässt sich das gehärtete Fossil von der anderen Seite freilegen. Auf die Messeler Funde wurde die Methode erstmals von Amateuren angewandt, die mit ihren auch Fossilpräsentationen mit dazu beigetragen haben, dass die Grube als Fossilfundstätte bewahrt und nicht als Mülldeponie genutzt wurde.
     
    http://www.palaeontologische-gesellschaft.de
   

Die 1912 in Greifswald gegründete Gesellschaft hat das Ziel, den Kontakt unter den Paläontologen und Geowissenschaftlern sowie allen interessierten Laien zu fördern. Auf dieser Seite stellen Norbert Micklich und Gabriele Darmstadt vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt (HLMD) heutige Forschungsprojekte vor, die vor allem nach Sicherung der Grube als Weltnaturerbe-Denkmal der UNESCO (1995) mit noch größerer Sorgfalt durchgeführt werden, als zur „Notgrabungszeit“ (aus der auch der erwähnte Darwinia masillae stammt), bei der es um rasche Fossilbergung ging.

     
    http://hlmd.de
   

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt baut seit 1874 seine Sammlung von Messeler Fossilien aus, die wertvolle Typusexemplare enthält, u.a. vom Messeler Urpferd (Porpalaeotherium hassiacum) dem Ameisenbär (Eurotamandua joresi) und dem Urtapir (Hyrarchys minimus).

     
    http://www.senckenberg.de
   

Neben dem Hessischen Landesmuseum ist vor allem das Frankfurter Forschungsinstitut Senckenberg an den Grabungskampagnen beteiligt. Die Homepage informiert über die Schausammlung, die Stichwortsuche (Messel) führt zu Publikationen.

     
    http://www.grube-messel.de
   

Die Aufnahme der Grube Messel als Weltnaturerbe-Denkmal war Anlass zur Gründung Welterbe Grube Messel gGmbH. Die Seite informiert nicht nur über Entstehung und Funde, sondern gibt Hinweise auf Führungen und Besichtigungsmöglichkeiten.

     
    www.messelmuseum.de
   

1860 wurden in der Gemeinde Messel Ölschiefervorkommen entdeckt, die zu einer bescheidenen Industrialisierung führten. Als Brennmaterial war die „Messeler Braunkohle“ zwar ungeeignet, doch gewann man aus dem bitumenreichen Material bis 1962 wirtschaftlich interessante Produkte wie Koks (für Elektroden und Farben), Benzin, Diesel und Heizöl, Paraffin (Kerzenherstellung) und Ichthyol für Salben. Die Seite gibt Einblicke in die Industriegeschichte und informiert über das kleine Museum.                                                Rd

     
   
     
    Tierstimmen
    Die Dokumentation von Tierstimmen und ihre Bereitstellung für Wissenschaftler und Naturliebhaber ist in den letzten Jahren erheblich erleichtert worden. Auch das Internet hilft dabei, unbekannte Tierlaute zuzuordnen und die Kenntnisse zu erweitern.
     
    http://141.20.65.25/tsa/content_14_de.html
   

Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde der Humboldtuniversität zu Berlin. Bereits in den 1930er Jahren haben Oskar Heinroth und Ludwig Koch in Berlin Vogelstimmen aufgezeichnet, gedacht als Lern- und Hilfsmittel zur Bestimmung der heimischen Vogelwelt. Der Grundstein des heutigen Archivs wurde 1951 von dem Verhaltensbiologen Günter Tembrock gelegt. Primäres Anliegen war es, die Lautäußerungen als einen wichtigen Bestandteil des Tierverhaltens zu dokumentieren. Aus seiner Forschung an Füchsen entstand der Hochschulfilm „Lautforschungen an Vulpes vulpes L. und anderen Caniden“, weltweit der erste speziell der akustischen Kommunikation gewidmete Film. Im Laufe der Jahre entstand daraus ein umfangreiches Archiv (anfangs vor allem Zootiere, später zunehmend Freilandaufnahmen), das 1995 dem Naturkundemuseum Berlin angegliedert wurde.
Die Seite ermöglicht den raschen Zugriff auf Tierstimmen: Hierzu wähle man unter „Datenbank“ ein Tier aus der alphabetischen Liste (wissenschaftlicher Name oder Trivialname) aus. Die Liste reicht von Aaskrähe bis zum Zwitscherheupferd, woraus zu erkennen ist, dass hier alle Tiere alphabetisch aufgeführt sind. Die Dokumentation ist detailliert und enthält oft ein ganzes Repertoire von Aufzeichnungen einer Art in unterschiedlichem verhaltensbiologischem Kontext. Man muss ein wenig probieren, um die Funktionen (z.T. Klangspektrogramm und Verlinkung zu Tierbildern) kennen zu lernen, auch ist das ein oder andere aufgeführte Tondokument noch nicht abzuspielen. Die Beschäftigung mit der Seite lohnt sich aber auf jeden Fall.
Die Tierstimmensammlung steht grundsätzlich Wissenschaftlern aller Fachrichtungen offen; derzeit umfasst die Online-Datenbank 18 000 Einträge. Wer Aufzeichnungen zur Verfügung stellen möchte, ist ausdrücklich aufgerufen, Kontakt zu den Mitarbeitern aufzunehmen. Über die Seite gelangt man auch auf ähnliche Archive im Ausland.Das Berliner Tierstimmenarchiv ist übrigens Grundlage der Audio-CD Edition Die Stimmen der Tiere ist (erschienen bei Kein & Aber Records, Hrsg. Cord Riechelmann; Kommentare gesprochen von Hanns Zischler), eine geographisch zusammengestellte Enzyklopädie der Tierstimmen, von der bislang 3 CDs (Asien, Afrika, und Europa) vorliegen.
 

    http://www.vogelstimmen.de
   

Vogelstimmen zum Kennenlernen
Zielgruppe des von Christian Heff betriebenen kostenlosen Online-Angebotes sind Vogelliebhaber, aber auch Lehrer, Schüler und Ornithologen. Die Arten werden mit 5 bis 15 Sekunden langen Strophen vorgestellt. Ein „Vogelstimmen-Forum“ lädt Interessierte dazu ein, Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen bzw. Antworten zu geben. Angemeldete Besucher können einen Newsletter abonnieren, der über Veränderungen im Archiv und themenbezogene Neuigkeiten im Internet informiert.
 

    http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/portrait/
   

Vogelstimmen-Quiz
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bietet ein Vogelstimmen-Quiz, mit dem man spielerisch seine Kenntnisse prüfen und erweitern kann.                                                                                                      Rd

     
   
     
    Naturbeobachtung: Wildbienen
    Selbst in einer Großstadt gibt es vielfältige Gelegenheiten zur Naturbeobachtung. Wir weisen in diesem Monat auf Wildbienen hin, die in Deutschland mit beachtlichen 520 Arten vertreten sind. Einige von ihnen schlüpfen im zeitigen Frühjahr aus ihren Bauten, in denen sie ihre Entwicklung durchlaufen haben. Die ausgewählten Seiten enthalten Anregungen und Informationen für Anfänger und Fortgeschrittene.
     
    http://www.projektwerkstatt.de/naturbeobachtung/nabei/18/5.html
   

Diese Einführung von Reinhold Treiber (Naturzentrum Kaiserstuhl des Schwarzwaldvereins) gibt eine Übersicht über Wildbienen (Lebensweise, Nestbau, Beziehungen zu Blütenpflanzen, ökologische Bedeutung) und stellt beispielhaft einige Nisthilfen vor.
 

    http://www.uni-hohenheim.de/bienenkunde/wildbienenfenster.htm
   

Diese Seite wendet sich an Laien und beschränkt sich daher auf Arten, die an Nisthilfen (z.B. Holzblöcke mit Löchern von 3 bis 8 mm Durchmesser) zu beobachten sind. Diese machen zwar nur einen Bruchteil der Wildbienen aus (51% brüten in selbst gegrabenen Gängen im Boden, wobei die Arten jeweils spezifische Ansprüche haben), gewähren aber beste Beobachtungsmöglichkeiten. Hilfreich ist auch der auf das Wesentliche beschränkte Bestimmungsschlüssel. Links führen u.a. zu den folgenden Seiten, die reichhaltig bebildert sind.
 

    http://www.wildbienen.de
   

Betreiber der Seite ist der Bienenforscher Dr. Paul Westrich (Kusterdingen/Schwäbische Alb; Autor des zweibändigen Werkes Wildbienen in Baden-Württemberg). Sie wendet sich an ambitionierte Liebhaber und Wissenschaftler; aufgenommen sind eigene Dokumente (Photos, Beobachtungen), interessant sind aktuelle Beobachtungen i.S. eines Naturtagebuches. Wertvoll ist das Kapitel „Arten im Detail“ mit Portraits von bislang 15 Arten, die viele Hinweise auf weitere, verwandte Arten enthalten. Sehr hilfreich ist der Wildbienen-Kalender mit den Flugzeiten von über 140 Arten.
 

    http://www.wildbiene.com
   

Diese Seite wird von Hans Jürgen Martin, Solingen, in Zusammenarbeit mit anderen Bienenforscher betrieben. Hervorzuheben ist das Artenlexikon, in dem über 170 Arten aus 48 Gattungen reich bebildert vorgestellt werden. Wie die vorangegangene Internetseite versteht sich auch diese als ein Forum für den Austausch von Fragen, Beobachtungen und Erfahrungen.
 

    http://wildbienen-kataster.de
   

Ziel des Arbeitskreises Wildbienen-Kataster ist es, eine Datenbank über das Vorkommen von Wildbienen in Baden-Württemberg aufzubauen. Alle verfügbaren faunistischen und ökologischen Daten sollen in einem computergestützten Datenbanksystem erfasst und für Forschung und Naturschutz bereitgestellt werden.       Rd

     
   
     
    Charles  Darwin im Internet
    Über kaum einen anderen Wissenschaftler gibt es eine derartige Fülle von Zeugnissen und Selbstzeugnissen wie über Charles Robert Darwin, der am 12. Februar 1809 im westenglischen Shrewsbury geboren wurde. Er stammt aus einer gutsituierten Familie, die ihm materieller Sorgen enthob und intellektuelle Anregungen gab: Sein Vater Robert Waring Darwin war ein angesehener Landarzt, sein 1802 verstorbener Großvater Erasmus Darwin war durch naturphilosophische Schriften berühmt geworden, in denen er unter anderem Gedanken zur Evolution äußerte (bereits 1804 rezipiert in den Nachtwachen des Bonaventura, vgl. NR 8/2002, S. 420). Seine Mutter Susannah, geb. Wedgwood, war Enkelin des Erfinders und Gründers der berühmten Steingutfabrik. Die vorgestellten Seiten geben Einblick in Darwins Werk und seine intellektuelle Entwicklung und reflektieren seine aktuelle Bedeutung
     
    Darwin-Online
    http://www.darwin-online.org.uk
   

Diese Seite ist die Informationsquelle schlechthin, um Einblick in die publizierten Werke und Manuskripte zu erhalten. Das Projekt wurde 2002 gestartet und enthält 72 000 Seiten in originaler Wiedergabe und 179 000 Bilder. Darwin-Online erfüllt höchste dokumentarische Ansprüche und gibt einzigartige Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Darwins Ideen. Enthalten sind auch vielfältige Dokumente zur Wirkung Darwins (Rezensionen, Karikaturen u.a.). Wissenschaftsgeschichtlich besonders interessant ist Darwins Entwurf von 1842 und sein Essay von 1844, in denen er viele Ideen erstmals formulierte.
 

    Darwin-Korrespondenz
    http://www.darwinproject.ac.uk/
   

Ergänzend zum Darwin-Online-Projekt hat man damit begonnen, die umfangreiche Korrespondenz zu transkribieren und ins Netz zu stellen. Darwin stand mit nahezu 2000 Personen in schriftlichem Kontakt, darunter waren Berühmtheiten wie Charles Lyell, Thomas H. Huxley und Alfred R. Wallace. Hilfreich strukturiert wird das Gebotene durch thematische Zusammenstellungen (z. B. Darwin and Ecology) mit Einführungen, Kommentaren und Briefauszügen. Verantwortlich ist die University of Cambridge, deren Veranstaltungen zum Darwinjahr ebenfalls erschlossen werden..
 

    Veranstaltungen zum Darwin-Jahr
    http://www.dnfs.de/darwin
   

Der Verbund Deutsche Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen (DNFS), die Fachgruppe Naturwissenschaftliche Museen im Deutschen Museumsbund und die Paläontologische Gesellschaft bieten eine Plattform, um auf alle Sonderveranstaltungen im Rahmen des Darwin-Jahres hinzuweisen. Der Service wird vom Naturkundemuseum Berlin und dem Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart bereitgestellt und eignet sich für Planungen im privaten wie schulischen Bereich.
 

    Darwin-Jahr
    http://www.darwin-jahr.de
   

Unter dem Slogan Evolution ist überall! firmiert das Portal Darwin-Jahr, das von der Giordano Bruno Stiftung, der AG Evolutionsbiologie im Verband Biologie, Biowissenschaften und Medizin und nicht zuletzt dem Darwin-Jahr-Komitee betrieben wird. Letzterem gehören renommierte Forscher, Philosophen und Journalisten an (u. a. Christoph Antweiler, Thomas Junker, Ulrich Kutschera, Volker Sommer, Gerhard Vollmer, Rüdiger Vaas, Franz M. Wuketits). Die Intention ist, die große Bedeutung Darwins zum Entwurf einer naturalistischen Weltsicht herauszustellen und der Evolutionsbiologie den Stellenwert in der Gesellschaft zu geben, der ihr zukommt. Die dezidiert der Aufklärung verpflichtete Seite enthält pointierte und auch provokante Stellungnahmen, Buch- und Fernsehtipps und Hinweise auf Veranstaltungen.                                                                                       Rd

     
   
     
    Gedenktage
     
    27. Februar: 20. Todestag Konrad Lorenz
    http://www.wikipedia.org
    Konrad Lorenz, am 7. November 1903 in Wien geboren, war einer der einflussreichsten und populärsten Biologen des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit seinem Freund Niko Tinbergen gilt er als Begründer der Klassischen Verhaltensforschung. Beide erhielten zusammen mit Karl von Frisch (vgl. S. 168), der eine stärker kausalanalytisch ausgerichtete Verhaltensbiologie – die Sinnesphysiologie – vertrat, 1973 den Nobelpreis. Lorenz’ großes Verdienst ist es, Konzepte und Modelle entwickelt zu haben (u.a. Instinkthandlung als Zusammenklang von Erbkoordination und Taxis, Auslösermechanismus, Hydraulikmodell), mit denen Verhalten der wissenschaftlichen Forschung zugänglich wurde. Zugleich war er einer der überzeugendsten Verfechter eines evolutionsbiologischen Ansatzes, was ihn bereits in seiner Zeit in Königsberg zu einem Begründer der Evolutionären Erkenntnistheorie werden ließ. Der Wikipedia-Artikel enthält eine ausführliche Würdigung und Kritik des Forschers, Denkers und glänzenden Beobachters. Lesenswert ist insbesondere der Vortrag seines Schülers Wolfgang Wickler aus Anlass von Lorenz’ 100. Geburtstag 2003, der u.a. dezidiert auf die unverzichtbare Bedeutung beobachtender Forschung hinweist.
     
    5. April: 250. Geburtstag Erik Nissen Viborg
    http://runeberg.org/display.pl?mode=facsimile&work=dbl/18&page=0516
   

Viborg war Professor für Botanik, wechselte 1801 aber in die Veterinärmedizin. Die Gattung Wiborgia innerhalb der Schmetterlingsblütler wurde nach ihm benannt. Er veröffentlichte einige fundamentale Erkenntnisse zum Rotz (Zoonose, die vom Bacterium Burkholderia mallei verursacht wird) und wies 1797 nach, dass es sich bei diesem um eine ansteckende Krankheit handelt.

     
    6. April: 250. Todestag Johann Gottfried Zinn
    www.whonamedit.com/doctor.cfm/3203.html
   

Zinn war Mediziner und Botaniker, er wurde 1753 Direktor des Botanischen Gartens der Universität Göttingen, 1755 Professor an der medizinischen Fakultät. Sein Hauptwerk war die erste vollständige und ausführliche Darstellung der Anatomie des menschlichen Auges. Ihm zu Ehren benannte Carl von Linné eine aus Mexiko stammende Gattung der Korbblütler (Asteraceae) als Zinnia, landläufig unter dem Namen Zinnie bekannt. Zinn starb im Alter von nur 32 Jahren in Göttingen.

     
    9. April: 75. Todestag Oskar von Miller
    www.deutsches-museum.de/information/wir-ueber-uns/museums-geschichte/
   

Der in München geborene Miller war Bauingenieur, Wasserkraftpionier und Begründer des Deutschen Museums. 1884 baute er in seiner Heimatstadt das erste Elektrizitätswerk Deutschlands, war 1919 als technischer Berater Mitglied der Friedensdelegation in Versailles und Vorsitzender des Vereins Deutscher Ingenieure. Sein eigenes Ingenieurbüro war führend auf dem Gebiet der Energiewirtschaft.

     
    20. April: 100. Geburtstag James David Forbes
    www.britannica.com/EBchecked/topic/213012/James-David-Forbes
   

Forbes studierte an der Universität Edinburgh, an der er ab 1833 Professor war. Er forschte vor allem auf den Gebieten der Wärmeleitung, der Seismologie und der Glaziologie. Er war Mitglied der Royal Society of London, die ihn mit der Rumford Medal und der Royal Medal auszeichnete.                                                                                                                                             

     
    22. April: 100. Geburtstag Rita Levi-Montalcini
    http://nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1986/levi-montalcini-autobio.html
   

Levi-Montalcini entdeckte 1952 ein Peptid, das das Wachstum von Nervenzellen reguliert (Nerve Growth Factor, NGF). 1960 isolierte ihr Kollege Stanley Cohen NGF in Reinsubstanz und charakterisierte es. Für die Entdeckung, Isolierung und Charakterisierung des NGF sowie des Epidermiswachstumsfaktors erhielten Levi-Montalcini und Cohen 1986 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.

     
    24. April: 100. Geburtstag Bernhard Grzimek
    www.zoo-ag.de/dirk/frankfurt/bernhard_grzimek.html
   

Grzimek war Tierarzt und Verhaltensforscher, langjähriger Direktor des Frankfurter Zoos (siehe NR 5/2008, S. 244), erfolgreicher Tierfilmer, Autor sowie Herausgeber von Tierbüchern und der nach ihm benannten Tierenzyklopädie. Für den Dokumentarfilm Serengeti darf nicht sterben erhielt er 1959 als erster Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg einen Oscar.                                                                                                        her

     
   
     
    Luchse und andere Raubtiere
    Über Jahrhunderte wurden die großen Carnivoren in Mitteleuropa verfolgt und so gut wie ausgerottet. Die Vernichtung richtete sich vor allem gegen Wolf und Braunbär, aber auch gegen den Luchs, der nicht nur begehrtes Wild erbeutet und damit Konkurrent der Jäger ist, sondern gelegentlich Schafe reißt. In Deutschland war der Luchs bereits in der Mitte des 19. Jhdt. ausgerottet; Anfang des 20. Jhdt. war Mitteleuropa bis auf die Karpaten luchsfrei. In den 70er und 80er Jahren vollzog sich mit erwachendem Umweltbewusstsein ein allmählicher Wandel, und man bemühte sich, den Luchs u.a. in der Schweiz und in Deutschland wieder heimisch zu machen. Die folgenden Internetseiten informieren über diese Ansiedlungsprojekte. Darüber hinaus empfehlen wir eine Seite zu Wildkatzen und zum Management von Raubtieren in der Schweiz.
     
    http://www.luchserleben.de
   

In den 1980er Jahren wurden 17 karpatische Luchse im Nationalpark Sumava (damalige CSSR) freigelassen, aus denen sich eine kleine Population entwickeln konnte, die mittlerweile 50 bis 70 Luchse im gesamten Böhmerwald umfasst. Im Nationalpark Bayerischer Wald wurde im Jahr 2006 mit einem von der EU und der Bayerischen Regierung finanziell unterstütztes Luchsprojekt begonnen, das zum Ziel hat, die Räuber-Beute-Beziehungen zwischen Luchs, Reh und Rothirsch zu untersuchen. Auf der Seite erhält man unter „Veröffentlichungen“ Einsicht in die bisher erzielten Ergebnisse. Unter „Spurensuche“ kann man auf einer Karte die Streifgebiete von 3 Luchsen, 8 Rothirschen und 15 Rehen verfolgen. Unter „Technik“ finden sich Informationen über Untersuchungsmethoden (Satelliten- und Radiotelemetrie, Wärmebildtechnik, Fangmethoden). Außerdem hält die Seite verschiedene Kurzvideos und Hörproben von Luchsen und Rothirschen bereit.

     
    http://www.luchsprojekt-harz.de
   

Im Jahr 2000 wurde auf Beschluss der Niedersächsischen Landesregierung und der Landesjägerschaft Niedersachsen mit der Wiederansiedlung von Luchsen im Nationalpark Harz begonnen – bis 2006 setzte man insgesamt 24 Gehegetiere aus europäischen Wildparks aus. Mittlerweile sind über 20 Jungtiere im Freiland nachgewiesen, deren Streifgebiete die Grenzen des Harzes teilweise bereits überschritten haben. Die Seite informiert über die Biologie des Luchses, seine Ausrottungsgeschichte im Harz (die man stellvertretend für die in ganz Deutschland sehen kann), über die verschiedenen angewandten Untersuchungsmethoden und die Fortschritte des Projekts.
 

    http://www. catsg.org
   

Die Welt-Naturschutzunion IUCN unterhält über 120 Arbeitsgruppen, die sich der Erforschung und dem Schutz bestimmter Tier- und Pflanzengruppen widmen. Eine davon ist die „Cat Specialist Group“, in der über 200 Wildkatzenexperten aus allen Kontinenten vereinigt sind. Die Seite informiert detailliert über alle 36 wildlebenden Katzenarten, über Biologie und Ökologie, Populations- und Schutzstatus, Bedrohungsfaktoren und Managementpläne. Mitglieder der Friends oft the Cat Specialist Group erhalten darüber hinaus Zugang zur Bibliothek mit über 6000 wissenschaftlichen Artikeln.

     
    http://www.kora.ch
   

Kora, die „Koordinierte Forschungsstelle zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz“, ist ein nicht profitorientierter Verein von 10 Biologen und Veterinärmedizinern. Im Auftrag des Schweizerischen Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft überwacht Kora die Populationen vor allem von Luchs und Wolf in der Schweiz und erforscht ihre Auswirkungen auf andere Tierarten und die Konflikte mit dem Menschen. Die Seite enthält u.a. ausführliche Dokumentationen zu Luchs, Wolf, Braunbär und Fischotter, die jährlichen Berichte über die Verbreitung und die Entwicklung der in Mitteleuropa größten Luchspopulationen in den Berner Alpen und im Französisch-Schweizerischen Jura sowie Angaben über die Schäden, die Luchse und Wölfe unter Weide- und Haustierenhervorrufen.                                                                                                          MB

     
   
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