| NR-aktuell | |||
| ÜBERSICHT | |||
| Friedrich J. Zeller, Sai L. K. Hsam | |||
| Weizen: Grundstoff für die menschliche Ernährung und für industrielle Erzeugnisse | |||
| KONZEPTE UND GESCHICHTE | |||
| Klaus E. Puls | |||
| Sexagesimales Rechnen – Von der babylonischen Keilschrift bis zur 60-Sekunden-Teilung der Atomuhr | |||
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| Rundschau | |||
| ASTRONOMIE UND PHYSIK | |||
| Fortschritte in der Gitter-Quantenchromodynamik | |||
| Die Gamma-Strahlung der Milchstraße | |||
| Ultraharter Diamant | |||
| NANOTECHNIK | |||
| Neuer Superkristall für magnetooptisches Material | |||
| Großflächige Strukturen aus Nanodrähten | |||
| CHEMIE | |||
| Ein neuer Weg der Ammoniak-Synthese | |||
| Cellulose – Struktur ohne Ende | |||
| Das Zedernöl der alten Ägypter | |||
| Verstummen historischer Orgeln | |||
| GEOWISSENSCHAFTEN | |||
| Plastische Verformung von Mantelgestein | |||
| BIOWISSENSCHAFTEN | |||
| Neue Vektoren für RNA-Interferenz | |||
| Endophytische Pilze als Schutz vor Pathogenen | |||
| Späte Radiation der Farne | |||
| Sozialparasitismus versus Polyandrie | |||
| Erdmagnetfeld als Orientierungshilfe bei der Weg-Integration | |||
| Phytodiversität in Deutschland | |||
| „Artenschutz“ für Hybriden? | |||
| Synergistische Effekte in Korallenriffen | |||
| HUMANWISSENSCHAFTEN | |||
| Vollständige Sequenzen der humanen Chromosomen 13 und 19 | |||
| Neurale Stammzellen im menschlichen Gehirn | |||
| KURZMITTEILUNGEN | |||
| Meeresschildkröten — Weichtier des Jahres 2004 — Aussterben der Mammuts — Kupfer für Alzheimer-Patienten — Cluster des Aluminiums | |||
| BÜCHER UND MEDIEN | |||
| Besprechungen | |||
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Simon Conway Morris: Life´s Solution. Inevitable Humans in a lonely universe.
Udo E. Simonis (Hrsg.): Bruno P. Kremer: Manfred Reitz:
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| Neuerscheinungen | |||
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| NR | |||
| Stichwort: Übergewicht | |||
Retrospektive |
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| Vorschau, Impressum | |||
| GEOMAX 8 | |||
| Arbeitspapier der Max-Planck-Gesellschaft (Sommer 2004) | |||
| Christina Beck: | |||
| Wenn der Wald zum Ozean wird - Forschen im Schwemmland des Amazonas | |||
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Weizen: Grundstoff für die
menschliche Ernährung und für industrielle Erzeugnisse Der Weizen gehört zu den ersten Fruchtarten, die der Mensch domestiziert hat. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wie Stärke, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe zählt er heute neben Mais und Reis zu den wichtigsten Nutzpflanzen für die menschliche Ernährung. Bei keiner anderen polyploiden Kulturart verfügen wir über so umfangreiche Kenntnisse der Evolution, Genetik und Biotechnologie wie beim Weizen. Sein Kleberprotein ist einzigartig im Pflanzenreich und für die Herstellung voluminöser Backwaren unersetzlich. Wegen seiner guten adhäsiven, kohäsiven und filmbildenden Eigenschaften wird der Weizenkleber zunehmend auch in der Non-Food-Industrie eingesetzt. Auch die Weizenstärke findet außer in der menschlichen Ernährung in vielen Industriezweigen Verwendung (Herstellung von Papier, Waschmittel, Pharmazieprodukten, Verpackungen u. a.). Es ist damit zu rechnen, dass der Weizen in Zukunft mit innovativen Produkten neue Märkte erschließen wird und die Produktion von Weizenkleber und –stärke in den Industrieländern weiter zunehmen wird.
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Sexagesimales Rechnen – Von der babylonischen Keilschrift bis zur
60-Sekunden-Teilung der Atomuhr Vor mehr als 5000 Jahren entwickelten die Sumerer in Mesopotamien ein Rechensystem mit der Basiszahl 60. Dieses Sexagesimalsystem war weit bis über die Zeitenwende hinaus vorherrschend in allen mesopotamischen Reichen und im östlichen Mittelmeer einschließlich Griechenland und Alexandria. Auch das europäische Mittelalter rechnete noch verbreitet sexagesimal – daran änderte sich nichts bis weit in das 19. Jahrhundert hinein. Bei den Münzen gab es Sechslinge (6-Pfennig-Stücke) und Groschen (12-Pfennig-Stücke), bei den Briefmarken gab es Sechser und Zwölfer. Erst nach der Gründung des Deutschen Reiches und dem folgenden Reichsmünzgesetz im Jahr 1873 wurde dieses Rechensystem in Deutschland durch das Dezimalsystem abgelöst. Dennoch wirkt das Sexagesimalsystem bis heute nach: Noch immer gibt es 360 Winkelgrade mit je 60 Bogenminuten, 12 Tierkreiszeichen, 12 Monate im Jahr, die Stunde mit 60 Minuten zu je 60 Sekunden. Zwar gab es im Laufe der Zeit oftmals Überlegungen zur Dezimalisierung von Zeit und Kalender, doch sind alle Versuche dieser Art gescheitert.
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