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Möbius, Escher, Bach – Das
unendliche Band in Kunst und Wissenschaft
Die Möbius-Schleife ist ein Band, auf dem man endlos voranschreiten könnte und dabei von der Oberseite auf die Unterseite gelangt. Die Möbius-Topologie wurde 1858 von Johann Benedikt Listing (1808-1882) beschrieben, zwei Monate später von August Ferdinand Möbius (1790-1868). Beide waren Schüler von Carl Friedrich Gauß (1777-1855), dem wohl bedeutendsten Mathematiker seiner Zeit. Beispiele für Möbius-Objekte findet man in der Mathematik, in der Technik, in der bildenden Kunst und sogar in der Literatur. Künstler wie M. C. Escher und Max Bill wurden durch die faszinierende Struktur der Möbius-Topologie zu ihren Graphiken und Skulpturen inspiriert. Auch in der Chemie begann im Jahr 1964 das Interesse an der Möbius-Topologie. Mehr als 200 theoretische Arbeiten wurden seitdem publiziert, in denen die Eigenschaften von hypothetischen Möbius-Molekülen vorhergesagt und Vorschläge für ihre Synthese gemacht wurden. Die Synthese solcher Moleküle gestaltete sich jedoch wegen energetischer Hindernisse bei der Verdrillung eines Ringmoleküls als enorm schwierig. Erst im Jahr 2003 konnte durch eine raffinierte Versuchsführung ein Möbius-Molekül hergestellt werden. |
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| Einstein
und die Lichtquantenhypothese – Die stufenweise Anreicherung der
Bedeutungsschichten von „Lichtquantum“ Albert Einsteins Arbeit "Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichts betreffenden heuristischen Gesichtspunkt" erschien im Jahr 1905 und wurde von ihm selbst als „sehr revolutionär“ bezeichnet. Das dort von ihm vorgestellte Konzept von „Lichtquanten“ ist sehr vielschichtig. Im ersten Teil dieses Aufsatzes werden sieben der zwölf Bedeutungsebenen dieses Konzepts herausgearbeitet, die eine sehr unterschiedlich lang zurückreichende Geschichte haben. Im nächsten Heft lesen Sie den zweiten Teil, in dem der Autor auch auf die äußerst skeptische Rezeption eingeht, die das Konzept von Lichtquanten zwischen 1905 und 1922 erfahren hat. |
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